Zitat:Der emotionale Intellekt ist für Beziehungen wichtig - er muss auf Augenhöhe sein, sonst läuft auf Dauer gar nichts. Der klassische Intellekt, der Dich verfolgt, ist ein anderes Thema. Es wäre grandios jemandem zu haben, der hier harmoniert, aber ich glaube das ist wirklich schwierig. Ich denke das wäre schon ein unglaublicher Glückstreffer.
@unregistriert
Ich glaube, das ist einer der Gründe (neben ein paar weiteren), weil ich den Verlust als so schwer empfinde. Ich habe ja shcon gelegentlich mal die ähnliche Sozialisation angeführt, aber man kann es sicher auch noch anderes benennen oder weiter auseinander dröseln.
Wenn man sich emotional intelligent und "klassisch" intelligent (wie Du es nennen würdest) bei zwei Menschen nicht viel nimmt, dann sind das sehr gute Voraussetzungen. Es sind sehr gute Voraussetzungen für gute Gespräche, für den gleichen Humor, für Loslassen und Festhalten, für das Verständnis von Verletzungen und Stimmungen, dafür den anderen sein lassen zu können, wie er ist und auch zu wissen, wo man sich gegenseitig fordern, fördern und reiben kann.
Das alles hatte ich in dieser Form noch nie und darum ist der letzte ein entsetzlicher Verlust. Für manche mag das zu langweilig klingen, aber für mich war es das nicht, weil es vieles gleichermaßen einfach und spannend machte, da Menschen eben doch nicht gleich sind. Wenn man nicht mehr ganz jung ist, kommt ja auch noch hinzu, dass man auch das Ergebnis seiner Erfahrungen und des bisherigen Lifestyles ist. Da gab es dann eben auch noch ausreichend Unterschiede, um spannend füreinander zu sein.
Aber nun denn. Es ist, wie es ist. Noch spannender war eben eine andere Frau.
Du beschreibst, kaum ein Mann findet zickige Frauen wohl toll und dennoch sind es die, an denen mehrheitlich gehangen wird, während unkomplizierte Frauen nicht so hoch im Kurs stehen.
Zitat:Die ersten Filter beim kennen lernen sind a) Aussehen und, wie Du es so schön gesagt hast, b) die Souveränität. Bei Männern. Bei Frauen habe ich den Eindruck, erst kommt die Souveränität des Typen, und dann gleich das aussehen. Und wenn diese beiden Punkte passen, und noch ein paar Gemeinsamkeiten dazukommen, können wir uns verlieben.
Da bin ich wohl auch etwas ungewöhnlich, da Aussehen mich nicht sooo sehr interessiert. Sicher ist es nicht ganz unerheblich, aber eben nicht sonderlich vorrangig und ganz sicher nicht an zweiter Stelle. Als ich IHN kennenlernte, gefiel er mir äußerlich gar nicht. Doch er hatte andere Attribute, die mich anzogen. Eben stellte sich im ersten Gespräch heraus, dass das, was ich als nächstes zitiere, deutlich ähnlich war.
Zitat:Der klassische Intellekt spielt hier noch gar keine große Rolle. Den lernen wir kennen (oder auch nicht, wenn er nicht besonders ausgeprägt ist), wenn die Beziehung läuft.
Sofern Deine Theorie im Großen und ganzen zutrifft, ist es nicht verwunderlich, dass die online-Partnersuche so oft scheitert. Man hat sich eben noch nicht gesehen, gerochen oder das Agieren des anderen wahrgenommen. Da müssen Mann und Frau schon mit sehr, sehr vielen Fröschen schreiben und diese auch real kennenlernen, bis es bei den von Dir erstgenannten Kategorien beidseitig passt. Viele versuchen dann wohl zu erzwingen, was in Wahrheit gar nicht da ist, weil man es einfach so sehr möchte und weil es nun doch mal auf der schreibenden Ebene und beim Versenden von Fotos so gut geklappt hat. Kein Wunder dann, dass so viele dieser Online-Lieben dem RL nicht Stand halten.
Zitat:Das letzte mal als ich mich um ein Haar verliebt habe (das aber nicht wollte, der Grund warum ich hier gelandet bin) fand ich das Chaotentum und vor allem den unglaublichen Humor der Frau so klasse. Das war es was mich eigentlichen angezogen hat, der gleiche Witz und ich konnte mich mit ihr tot lachen.
Parallel dazu hat sie eine merkwürdige Show abgezogen, hat zufällig ein Philosophiebuch aus der Handtasche fallen lassen, hatte nach dem pinkeln buddhistische Zitate auf Lager, fand meine Lieblingsband am besten. Später hat mir ein Freund-Freund erklärt das sie nichts dem Zufall überlassen wollte und sich vorher via Xing informiert hat und eine richtige Fake-Show abgezogen. hat, inkl. ausgeliehenen Philo-Schmöker. Die Motive sind mir nicht ganz klar, und sie hat die Geschichte auch bei drei Männern gleichzeitig abgezogen, die sie gedatet hat - sonst hätte ich mich schon sehr geschmeichelt gefühlt.
Der Joke ist: Das hätte sie alles gar nicht machen brauchen. Sie war so schon superwitzig und konnte zumindest so schlagkräftige Gegenfragen stellen, das ich beeindruckt war. Sie hätte mich auf jeden Fall gehabt, wenn ich wirklich ungebunden gewesen wäre.
Das zum Beispiel ist zwar irgendwie witzig, aber doch auch total befremdlich. Was ist es, was Dich an einer derart unsicheren Frau anzieht, die eine solche Show abziehen zu müssen meint, während eine andere - vielleicht unkompliziertere, aber authentische - Frau möglicherweise nicht so anziehend auf Dich wirkt? Was diese Frau gemacht hat, ist gut für eine witzige Story, aber ich wäre mir viel zu schade für so eine Show. Ich denke, beim richtigen Mann habe ich das nicht nötig, da wirke ich durch das was bzw. wie ich bin. Männer, die diese Form von Selbstdarstellung oder die Bereitschaft, sich derart zu verbiegen, bei einer Frau brauchen, sind dann eben nicht die meinen. Doch die große Preisfrage ist: wo sind die Männer, die Authentizität dem Schauspiel vorziehen?
Die Erfahrung zeigt, Lippenbekenntnisse gibt es derer viele, aber wenn es darauf ankommt, scheint es dann doch zu wenig geheimnisvoll zu sein, was eine Frau bietet. Selbst dann, wenn sie nicht in sich lesen lässt, wie in einem offenen Buch.
Jede Form von Spielchen -außer beide wissen, dass es gerade genau darum geht und es ist Bestandteil vom Liebesspiel o.ä. - sind mir vollkommen zuwider. Ich mag es da weitaus purer. Ich möchte authentisch sein können und wünsche mir einen Partner, der das auch ist. Leider musste ich feststellen, dass es oft die weniger hellen Köpfe sind, die auf Spielchen verzichten - einfach weil sie schlicht dazu gar nicht in der Lage wären. Denn wie wir ja auch hier im Forum sehen können, sind es oft die sehr intelligenten Menschen, die in einer verschrobenen Wirklichkeit leben, in der sie auf jede kritische Frage eine Antwort parat haben und in der alles von A bis Z durchdacht ist.
Zitat:Was ich ausdrücken will: Ich glaube das "wirklich intellektuell auf Augenhöhe in einer Beziehung" beinahe unverschämtes Glück wäre. Man erträgt niemanden, den man aus der eigenen Sichthöhe für "doof" oder andersrum für "arrogant" hält, aber wenn das einigermaßen schaltet, spricht einer glücklichen Beziehung nichts entgegen.
Ja
Zitat:Für inhaltsschwere Diskussionen hast Du hier Deinen Thread zum Beispiel
Naja, den habe ich eher, weil es sonst keiner mehr hören kann und soll.
Zitat:PS: Um Himmels willen, die zwei Beiträge scheinen mich bei google in eine neue Werberubrik umgeschaltet zu haben. Was will mit eine Anzeige auf diese Herrenmode mitteilen
Will sagen: arbeite mal an Deinem Outfit

Zitat:Hoffentlich geht es Dir heute besser.
Danke, mir ging es gar nicht so schlecht. Es waren eher Gedankensplitter und immerhin heule ich an der Kühltheke im Supermarkt nicht mehr. Was will man mehr!? Und immerhin hat es Dich zu einer Wortneuschöpfung bewegt!

Dagegen könnte ich allerdings das Wohnmobil abfackeln, das vor Wochen provokant vor meinem Küchenfenster abgestellt wurde. Größere Riesenrschritte als ich macht ja wohl keiner!
