ZwischenweltIch befinde mich seit dem Arbeitsflashback am Donnerstag in einer merkwürdigen Zwischenwelt.
Ich hänge von Zeit zu Zeit noch in Erinnerungen an eine andere Zeit fest wie mit einem bestiefelten Fuß im tiefen Matsch, den man nicht hinaus gezogen bekommt. In der neuen Zeit, in der Zeit nach ihm und dem großen Kummer, bin ich erst mit einem Fuß angekommen. Das Gewicht verlagert sich wie ein Pendel hin und her.
So richtig standfest ist der Fuß in der Realität wohl noch nicht. Wenn der nicht bald bereit ist, mich vorwärts zu tragen, bleibt wohl nur die Amputation des Matschfußes. Oder ich lasse einfach den Stiefel im Matsch stecken und gehe barfuß weiter.
Das findet mein stets barfuß umher schleichender Physiotherapeut sowieso viel besser. Btw:: Ich möchte den ja immer bitten, ob er sich nicht mal etwas anziehen kann. Ich habe nämlich mit Füßen von fremden Menschen echte Probleme. Darum ist der Sommer auch immer ziemlicher Horror für mich. Boah. ist das ekelig, wenn Menschen anderen ihre ungepflegten Füße zumuten.
Nun denn, wenn ich mich schon wieder mit so etwas beschäftigen kann, kann es wohl doch alles nicht mehr so schlimm sein.
Ich habe heute noch Sachen von IHM gefunden und weg geschmissen.
Morgen muss ich dann wieder beruflich ins EKZ des Grauens. Morgens und zur schönsten Mittagszeit muss ich es durchqueren, um zur U-Bahn zu kommen. In der Zeit dazwischen habe ich dann freie Sicht auf den Eingang seiner Arbeitsstelle, sofern ich einen "falschen Sitzplatz" bekommen sollte. Darum werde ich früh da sein und mich mit dem Rücken dorthin platzieren. Im Moment spüre ich bezüglich dieser beruflichen Notwendigkeit Resignation. ´ist halt so. Ich glaube, Resignation ist die nächste Stufe auf dem Weg zur Gleichgültigkeit.