Nun möchte ich mich hier ebenfalls Mal zu Wort melden.
Denn ich gehöre auch zu denen, die ihre eigene Geschichte als Erfolg ansehen.
Nicht so, wie es der TE beschreibt, denn danach wäre ich einfach nur eine naive "Betrogene", die sich von den Beteuerungen ihres "schlechten Menschen" einlullen ließ.
Dazu eins:
Es ist vermessen von einzelnen zu bestimmen, was für andere als "Erfolg" angesehen wird.
Denn dies kann sich nur jeder für sich selbst beantworten.
Ganz ehrlich, mit der Intention eines solchen Threads mit dieser Überschrift, die als eine Behauptung formuliert ist, tue ich mich eh schwer.
Es ist mir alles viel zu pauschal.
Zudem verstehe ich nicht, wie es anderen hier helfen kann...,
Es sei denn, es dient einzig und allein der Selbst-Hilfe des TE, seinen Frust in Worte gefasst zu haben.
Das sei es ihm gegönnt.
Dennoch vermisse ich seine Bereitschaft, sich mit anderen Sichtweisen auseinanderzusetzen.
Somit bleibt ihm das, was dieses Forum tatsächlich leisten kann, verborgen.
Aber, sei es drum.
Vielleicht kann er es in seiner momentanen Verfassung einfach nicht.
Ich habe länger darüber nachgedacht, ob ich mich überhaupt hier äußern sollte, da es hier eigentlich schon viele gute Beiträge gab.
Naja, ich kann es nicht lassen,

Zitat von Luk:Viele entscheiden sich gerade deshalb für ein "Verzeihen", weil es einfacher ist:
"Verzeihen" mit all den dazu gehörenden Konsequenzen ist schwer.
Es ist ein Akt, der dem Verzeihenden viel abverlangt.
Aber es ist auch ein Akt, der dem Verzeihenden letztendlich auch viel gibt.
Ein Leben mit Groll und Hass, das folgen wird, wenn es nicht gelingt, ist sicher - ganz egal, ob es einen Neuanfang gibt oder das Ende der Beziehung bedeutet.
(Denn der Groll begleitet einen ja weiterhin.)
Trotzdem kann Verzeihen nur gelingen, wenn die Voraussetzungen vorhanden sind.
Und die sind u.a. Reue und Entgegenkommen desjenigen, der sich aus tiefstem Herzen diesen Akt wünscht.
Äußerungen bezüglich "einfacher" oder "schwerer" sind ganz sicher nicht zielführend.
Wer will dies für andere behaupten?
@Luk
Auch wenn deine Ex-Partnerin zu diesen Voraussetzungen scheinbar nicht bereit war, bzw. du dazu nicht in der Lage, ist es dennoch von dir vermessen zu behaupten, dass es nicht funktionieren würde.
Willst du all die, die dies anders empfinden und hier beschreiben, der Lüge bezichtigen oder ihnen Naivität und Dummheit unterstellen?
Ist das nicht super respektlos?
Hilft es dir?
Vielleicht würde es dir viel mehr helfen, wenn du ernsthaft über deine Ansprüche an deine Mitmenshen nachdenkst und dabei auch nicht dein momentan scheinbar beschädigtes Selbstbild außer Acht lässt.
Wir Menschen - ausnahmslos - machen Fehler.
Es ist so leicht, mit Fingern auf andere zu zeigen, und es ist nie gut und auch nie berechtigt.
Denn jede Geschichte ist anders.
Was wissen wir alle schon?
Aber, dass du sogar mit Fingern auf die zeigst, die ebenfalls ähnliche leidvolle Erfahrungen machen mussten, aber einen anderen Weg, als deinen, eingeschlagen haben, finde ich sehr schade.
Es bleibt zu befürchten, dass somit eine wertvolle Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Standpunkten nicht stattfinden kann.
Somit hilft dies leider dann letztendlich weder dir noch anderen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.
Wozu das dann?