Zitat von Butterblume63:Gefreut hätte ich mich über Beiträge wo die Paare an den Punkt kamen wir arbeiten gemeinsam an uns oder wir gehen besser getrennte Wege. Ohne Wertung für die Entscheidung.
Ich glaube, das ist genauso unrealistisch wie eine Hollywoodliebe. Denn man schliddert einfach in die Krise hinein. Es bedarf eines Auslösers- in Ehekrisen sicherlich am häufigsten die Affäre. Ich kann mir noch andere Auslöser denken. Trauer, weil das Kind plötzlich verstarb. Oder eine tiefe gesundheitliche Krise- Burnout, Krebs, Covid, Quarantäne- eine Insolvenz aber all in all glaube ich dass Affären ganz überwiegend die Zäsur darstellen.
Zitat von Löwin45:Auch er musste sich damals damit auseinandersetzen und schmerzhaft erkennen, dass er zu dieser für mich so leidvollen Erfahrung fähig war
Manche Betrüger, die sich hier outen, haben ja von ihren Erfahrungen und ihrer Gefühlswelt berichtet. Kombiniert mit den Ergebnissen unserer Arbeit würde ich vermuten, dass man innerhalb der Fremdbeziehung in einer anderen Welt lebt. Wie im Rausch. Wenn man dann am Ende der Affäre steht, dann prasselt es doch auch auf einen ein: Die Wut, die Verzweiflung der Vertrauensverlust des Partners. Und seine eigenen Gefühle: Es ist meiner Meinung nach nicht lustig, sich zu entlieben. Zu erkennen, dass man da dem Menschen, der einem vertraut hat den Boden unter den Füßen wegreißt.
Ich habe da zwar kein Mitleid (mehr), aber dennoch kann ich es es ja stehen lassen, dass der andere zwar schöne Momente erlebt hat, aber nun auch mit aller Härte die Konsequenzen seines Handelns ausbadet.
Mein eingeklammertes mehr hat dabei folgende bedeutung:
In der Anfangszeit hatte ich tatsächlich mehr Verlustangst als alles andere. Ich zeigte Verständnis, wo immer meine Frau es einforderte.
Dass das weder für die Ehe, noch für meine Frau, noch für mich gut war, diese Erkenntnis brauchte eine ganze Weile. Es hat noch ein Ereignis gegeben, bei dem ich endlich aufgewacht bin und mich erstmals unmissverständlich und nicht mehr verhandelbar positioniert hatte. Erst dann habe ich verstanden, dass mein Glück nicht von dieser Frau und Ehe abhängt, sondern ausschließlich von mir selbst. Erst wenn ich alleine mit mir klar komme, werde ich gesehen, bin ich ein Mann, der begehrenswert ist.
Nach dieser Erkenntnis habe ich ein Angebot gemacht und die Bedingungen dazu benannt. Dieses Angebot hat meine Frau mit einem Gegenangebot angenommen und nun gibt es einen klaren Weg, ohne rumeiern. Jeder weiß nun, worauf es dem anderen ankommt. Und wir gehen diesen Weg zusammen.
Das ist sehr cool, muss ich sagen.
ein bisschen pathetisch: Dadurch dass man sich wissentlich in die Hände des anderen begibt, also quasi sein Leben , bekommt man quasi sein Leben zurück. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht ein paar Punkte gibt, die uneingeschränkt gelten. Das wissen und respektieren wir beide.
Zitat von Isely:3.0 wäre trotzdem völlig ausgeschlossen.
Und uns wird das auch nie mehr passieren.
Da sind wir uns beide völlig klar drüber.
Egal wie andere das beurteilen wollen.
Naja, so sicher bin ich nicht. Ich arbeite daran und bin bislang sehr zufrieden.