LaLeLu_
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Zitat von Luk:Sich zu trennen und mit Einsamkeit, Liebeskummer, Selbstzweifeln, Ängsten, Sorgen und darüber hinaus noch mit Scheidung, Hausverkauf und Sorgerecht kämpfen zu müssen, ist da sicher die schwierigere Variante. Und dann noch sich wieder aufbauen, das alles aufzuarbeiten und irgendwann wieder vertrauen zu können für eine neue Beziehung, ist auch nicht so leicht.
Es ist jedem selbst überlassen, was er aus einer Affäre für seine Beziehung macht..und ich selbst kenne nur den Fall, betrogen zu werden und dass die Beziehung daran kaputtgegangen ist (nach 20 Jahren immerhin, also ich weiß sehr wohl, wie schlimm sich das anfühlt), aber definitiv glaube ich nicht, dass eine Trennung im Anschluss die schwierigere Variante ist...
Vielleicht für den ersten Moment, aber auf lange Sicht glaube ich, dass es viel schwieriger ist, eine Beziehung nach einer Affäre weiterzuführen. Auch ist es sicher leichter, Vertrauen für eine neue Beziehung aufzubauen, als für eine, in der bereits ein Betrug geschehen ist.
Das Leben ist nunmal kein Ponyhof und jeder hat seine Schicksalsschläge zu meistern... schön wäre es natürlich, wenn einem solche Erfahrungen erspart bleiben, aber es sind eben die Herausforderungen, die man im Leben zu bewältigen hat.
Ich kann nicht verstehen, wie man als Betrogener sich so an sein Schicksal klammern kann, dass man sich auch die Zukunft nimmt. Manche Situationen muss man eben einfach meistern, trauern, weinen, schreien, Zweifel bekämpfen, sich neu sortieren, neu aufstellen und eine neue Zukunft schaffen. Auch würde ich bei sowas niemals die Verantwortlichkeit für mein Leben und mein Wohl so in die Hände eines anderen geben, dass ich sagen würde, dass derjenige auf Jahre Schäden in mir angerichtet hat.
Mir ist das ein bisschen viel Selbstmitleid und Fremdbestimmung. Manche hängen Jahre in so etwas fest - so würde ich das eher formulieren. Selbst nachvollziehen kann ich es trotz eigener Erfahrung nicht.
Mit Verlaub, deine Texte lesen sich für mich daher bisschen viel Disney und wenig realitätsnah.
Vor denen, die es nach dem Auffliegen einer Affäre geschafft haben, wieder zu einer glücklichen und stabilen Beziehung zurückzufinden, kann ich nur den Hut ziehen und sehe es durchaus als große Erfolgsgeschichte. Das erfordert viel von allen Beteiligten. Ich hätte es nicht gekonnt.