Zitat von 6rama9:Daher ist es auch so schwierig nach einem Betrug wieder Vertrauen zu gewinnen... man weiß nämlich nie, ob beim Partner noch mal das Hirn aussetzen wird oder ob er/sie seine/ihre Lektion gelernt hat.
guten Morgen, das finde ich, ist ein wichtiger Punkt!
denn letztlich ist es doch so, du weißt es bei keinem Menschen, der dir gegenüber steht. Noch nicht mal bei dir selbst. Du glaubst es zu wissen, du redest es dir ein, du beschwörst es, du hast es so gelernt, du bist so sozialisiert, aber dennoch, ich würde aus meiner heutigen Sicht für niemanden 100-prozentig die Gewähr übernehmen, dass nicht das Hirn irgendwann mal aussetzt. Außer vielleicht beim Dalai Lama...?
Von daher glaube ich schon, dass die Aussage richtig ist: du fängst immer wieder bei null an und musst Vertrauen investieren. Ja, zugegeben, es fällt uns leichter bei einem Menschen, den wir noch nicht kennen, gegenüber einem, der schon einmal einen Fehltritt gemacht hat. Dennoch ist es aus meiner Sicht immer eine Waagschale, in die man alle Argumente legen muss, und bei manchen lohnt es sich tatsächlich, erneut Vertrauen zu haben. Übrigens sind Kapitalverbrecher meines Wissens diejenigen Straftäter, die am seltensten zu Rückfällen / Wiederholungstaten neigen. also würde ich daraus schließen: auch bei ganz schlimmen Verbrechen kann eine Einsicht und eine Neuorientierung erfolgen. warum sollte das bei Menschen, die sich auf eine Affäre eingelassen haben, nicht so sein?
ich möchte hier auch nochmal betonen: eine Affäre zu führen und seinen Partner womöglich über längere Zeit zu belügen, zweigleisig zu fahren, ist sehr verheerend, es zerstört GrundVertrauen, das ist nicht schönzureden.
ich habe aber bisher auch bei niemandem gelesen, dass irgend jemand das verharmlose...
Hier wird doch nur argumentiert, dass es sich in Einzelfällen tatsächlich lohnt, wieder Vertrauen aufzubauen. Jemand, der das vehement für sich ausschließt, der mag das doch auch so leben! Das spricht ihm doch niemand ab! Umgekehrt versuchen hier aber ein paar, aus ihrer eigenen Lebenssicht und Erfahrung (man könnte auch Verbitterung sagen) eine GeneralAussage zu schmieden, die pauschal für alle gilt. Und das ist nicht korrekt.
Mir ist aber schon klar, dass man bestimmte Leute einfach nicht mit Argumenten erreichen kann.
Jedem das seine.