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Umgang mit Adipositas

Blanca

Blanca


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04.05.2020 16:32 • #16


monchichi_82

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Zitat von Wiebke1977:
Klar ist es einfach zusagen: "Ja, dann speck doch ab!" Ich muss leider seit 16 Jahre hammerharte Psychopharmaka nehmen, die erregen den Heißhunger und manipolieren den Stoffwechsel und Bauchspeicheldrüse

Es ist schon richtig, dass Psychopharmaka einen Einfluss auf die Hormone und den Stoffwechsel nehmen können aber ich bin erfahrungsgemäß auch der Ansicht, dass das gerne als Totschlagargument vorgeschoben wird um nicht aktiv werden zu müssen. Du hast jede Möglichkeit Rücksprache mit deinem Facharzt zu halten und evtl. Präparate umstellen, du hast jede Möglichkeit eine Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen, unter Berücksichtigung deiner Medikamente einen Essensplan zusammen lassen und unter Aufsicht abzunehmen. Und du hast jede Möglichkeit dich zu bewegen.

Die Figur spielt ganz sicher eine Rolle bei der Partnersuche. Egal, ob man stark unter- oder übergewichtig ist, das finden nur wenige attraktiv. Dabei geht es nicht um 5-10kg zuviel.
Eine gute Freundin von mir wiegt knapp 120kg und was ich von der schon alles zu hören bekam das geht auf keine Kuhhaut mehr! "morgen fang ich mit Sport an"... erzählt sie während sie sich die Kuchengabel in den Mund schiebt, gefolgt von: "soviel esse ich eigentlich gar nicht", "ich habe halt einen langsamen Stoffwechsel", "wusstest du eigentlich, dass Darmbakterien für die Zu- und Abnahme verantwortlich sind?", "ich fühle mich wohl so wie ich bin" versteckt sich dann aber im Schwimmbad hinter dem Saunatuch und zuppelt permanent unsicher am Shirt herum. Möchte ich sie zum radfahren mitnehmen dann hat sie "keine Zeit" oder es geht ihr gerade nicht so gut oder muss nach 5min umdrehen weil der Hintern auf dem Sattel weh tut.

Einfach und leicht ist es nie aber sich aus der Situation herausjammern und die Eigenverantwortung an andere abgeben, wird noch viel weniger funktionieren.
Abnehmen ist nicht einfach, dafür braucht es viel Selbstdisziplin und man muss aus der Opferrolle rauskommen in der man sich stets von der Außenwelt angegriffen fühlt.

Wenn du obendrein zusätzlich anfällig für solche Charaktere bist die diverse Suchtprobleme mitbringen dann wird es doppelt schwierig.
Dazu würde ich Fachleute ins Boot holen... den behandelnden Psychiater, Psychotherapeut und Ernährungsberater und in dem Dreiergespann zusammenarbeiten. Ein starkes Übergewicht ist nicht nur ungesund für den Körper sondern verstärkt zudem vorhandene psychische Probleme, insbesondere Depressionen.

04.05.2020 16:35 • x 1 #17



Umgang mit Adipositas

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vilrum

vilrum


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Zitat von Wiebke1977:
Ich habe auch mit dem Rauchen aufgehört, seit fast 5 Jahren. Ich war 14 Jahre sehr starke Raucherin. Oktober 2015 hatte es in mein Kopf auch click gemacht. Seit dem gehöre ich zu den Nichtrauchern.

Wow, starke Leistung! Weiß du noch was in deinem Klick gemacht hat? Wahrscheinlich 2 Sachen:
1.) Rauchen ist nicht gut für dich (Unzufriedenheit)
2.) Es liegt in deiner Macht es zu ändern (Verantwortung übernehmen)

Nun ist es nämlich so mit allem, mit dem man unzufrieden ist: es gibt grundsätzlich 3 Lösungen:
1. Annehmen, Akzeptieren
2. Ändern
3. Verlassen, Lösen

Es liegt in der Natur der Sachen allerdings, dass nicht immer alle drei Wege sinnvoll oder gar gangbar sind, oder überhaupt zur Verfügung stehen. z.B. ich bin kleinwüchsig - kann ich weder ändern (2.), noch irgendwie davon Abstand nehmen (3.), also bleibt 1. ( Annehmen). Oder ein andere Beispiel: mein Partner ist mir fremdgegangen - ich kann es nicht ändern (2.), ich will es nicht annehmen (1), also ich muss ihn verlassen, wenn ich mit der Unzufriedenheit nicht mehr leben möchte. Oder die Erde ist durch Klimawandel bedroht - Annehmen (1) führt langfristig zum Aussterben des Lebens, Verlassen (3) können wir diesen Planeten nicht, also bleibt die Sache zu ändern (2).

Manchmal denk man aber, dass der Weg der Änderung nicht zur Verfügung steht, wegen irgendwelchen äußeren Umständen. Da hört man so etwas wie z.B. "ich KANN mich nicht trennen wegen den Kindern". Natürlich schwachsinnig, jeder kann sich trennen von ihrem Partner, es wird täglich gemacht, mit oder ohne Kindern. Es ist nur ein selbstgemachtes Denkverbot im Kopf, was es verhindert. Eine Gedanke dass einem das Gefühl gibt, es nicht tun zu können. Die Käfigtür steht offen, aber man rüttelt nur verzweifelt an den Gitterstäben und schreit "ich kann hier nicht heraus! Wenn ich rausgehe, dann muss ich mein Käfig hinter mir lassen!" Diese Denkweise nennt man Opferhaltung - das Gegenteil von Verantwortung Übernehmen.

Der erste Schritt ist es, sich bewusst zu machen, welche Optionen zur Verfügung stehen. Häufig ist es nämlich so, dass man etwas sehr wohl ändern kann, wenn man es wirklich will. Es hat Konsequenzen (nicht nur gute), es wird anstrengend sein (wesentlich anstrengender als alles beim Alten zu lassen) aber es steht in der eigenen Macht.

Zitat von Wiebke1977:
Klar ist es einfach zusagen: "Ja, dann speck doch ab!" Ich muss leider seit 16 Jahre hammerharte Psychopharmaka nehmen, die erregen den Heißhunger und manipulieren den Stoffwechsel und Bauchspeicheldrüse.


Wenn du solche Medikamente einnimmst, dass macht die Sache wesentlich schwieriger, aber nicht unmöglich. Es gibt andere Sachen, die es ebenfalls schwieriger machen, andere Faktoren wieder rum leichter. Schaue mal, du lebst in einer hoch entwickelten Industriegesellschaft, das Wissen steht dir zur Verfügung, das Geld ist da für alles was du brauchst, du hast die Lebenszeit, und....

Es ist schwer gar keine Frage, dass macht Angst und es wird ein langer Weg. Aber wenn die Motivation da ist, kann es gelingen. Hilfe holen ist keine Schande, aber niemand kann es für dich machen, du muss es wollen und tun. Manche Menschen hilft positive Beispiele zu sehen ("sie hat es auch geschafft"), Gleichgesinnte zu suchen und sich gegenseitig zu motivieren ("ich bin nicht allein, wir schaffen es zusammen"), professionelle Hilfe und Wissen anzueignen ("ich weiß wie es geht"), kleine Etappenziele zu setzen und Erfolge zu feiern (Google mal S.M.A.R.T. Ziele). Jede Weltreise fängt mit einem ersten Schritt an. "Der Mann, der den Berg abtrug, war derselbe, der anfing, kleine Steine wegzutragen."

Allerdings ist es anders, als Rauchen abzugewöhnen. Es ist nicht so, dass man macht ein Diät oder ein Kur und dann hat man es geschafft. Man ändert das Lebensweise, nachhaltig und für immer, hauptsächlich in zwei Lebensbereichen: Ernährung und Bewegung. Suche dir einen Weg für beide Sachen, die dir besser gefällt als wie du jetzt lebst, einen Weg, den du nicht als Verzicht empfindest und mit dem du dich langfristig wohl fühlst und genieße es.

Ich glaube an dir, du schaffst es, wenn du es willst.

Willst du es?
..
Dann fange an. Heute.

05.05.2020 11:26 • x 3 #18


Bones


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@Wiebke1977
Anstatt hier täglich nur nachzuschauen, welche Mühe sich User für dich geben,könntest du auch mal etwas dazu schreiben oder dein Thema einfach schließen lassen.

05.05.2020 11:30 • x 2 #19


Wiebke1977


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Hallo ihr Lieben. Ich möchte mich sehr für eure großartige und liebenswerte Mühe bedanken. Ich nehme es auch sehr zu Kenntniss. Ich weiß, jetzt welchen Weg ich einschlagen muss. Ich habe eine lange Zeit drüber nachgedacht. Ich Werde jetzt eine Therapie in Betrag ziehen. Egal, was meine Psychiaterin und meine Betreuerin meinen. Die sind der Meinung, dass ich das nicht brauche. Aber jetzt habe ich den Entschluss gefasst, mir eine Therapie und einen Psychologen aufzu suchen. Wenn mein allerbester Freund mir sagt, es kann nicht so weiter gehen, ich brauche eine Therapie, dann hat es schon was zu heißen. Ab jetzt kann es nur noch Bergaufgehen!

05.05.2020 11:41 • #20


Bones


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Warum muss man dich nochmal konkret markieren, damit du antwortest?
Magst du den großen Auftritt?

05.05.2020 11:57 • #21


Wiebke1977


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@bones: Sorry, ich habe zur Zeit sehr starke Depression und Erschöpfungszustände. Es ist nicht böse gemeint und ich mache es nicht, um euch zu ärgern. Natürlich muss dieser "große Auftritt" nicht sein!

05.05.2020 12:29 • x 1 #22


Bones


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Dann schreib hier doch wenigstens kurz,wenn du eh hier rein schaust.
So bist du wenigstens etwas in Kontakt mit Menschen

05.05.2020 12:32 • x 1 #23


Wiebke1977


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@bones: Einverstanden! Ich würde sehr gerne nun dieses Thema abschliessen. Ich nehme eure Ratschläge zur Kenntniss, kein Thema! Leider habe ich nicht so große Ahnung von dieser modernen Technik,aber was nicht ist, kann noch werden!

05.05.2020 12:37 • x 1 #24


Wiebke1977


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Sorry, ihr Lieben! Natürlich nehme ich eure Beiträge zu Kenntniss! Ich bin wieder sehr srschöpft! Ich hatte über 6 Wochen zwangsurlaub! Und seit gestern bin ich wieder voll im Job (Behinderten-Einrichtung: Verpackung). Mein Körper und Psyche musst sich daran erst gewöhnen! Ist eine Umstellungsphase für mich. Viele liebe Grüße!

05.05.2020 12:45 • #25



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