Was du durchlebst, kennen so viele Menschen. Als ich in deinem alter war (Gott, wie das klingt...), waren an manchen Tagen kleine Dinge plötzlich unüberwindbare Hindernisse. Grund dafür war die Tatsache, dass ich im Studium recht frei in der Zeiteinteilung war. Zur Schulzeiten war Aufstehen, Losgehen, Leistung zeigen ganz selten ein Problem. Der Tag war getaktet, in der Schule waren andere, die Umgebung in einem relativ festen Rahmen.
Wenn das wegfällt, dann ist man zunächst am Schwimmen. Das geht auch vielen Arbeitssuchenden so, die nach einem geregelten Arbeitsleben, plötzlich mit viel frei verfügbarer Zeit dastehen. Obwohl tausend Sachen zu erledigen sind, fehlt der Zwischendurchanschub, den man durch Stundenpläne oder den Aufgaben des Arbeitstags hatte. Da kann das Haus zu verlassen, um Einkaufen zu gehen eine riesige Herausforderung darstellen. Was du erlebst, ist also ganz normal und wird sich mit dem Studium, das heute sehr viel geregelter ist, auch wieder relativieren.
Was dir helfen kann, ist einen Zeitplan zu machen, an welchen Tagen du was erledigen willst und dir dafür Belohnungen in Aussicht stellen. Ebenso ist Aufstehen zur gleichen -frühen! - Zeit eine Unterstützung für den Körper. Zu langes Schlafen lässt nicht nur die Muskeln erschlaffen, sondern fördert auch Depressionen. Regel deinen Tag gut, ernähre dich gut und freu dich auf die Uni!
Dein Ex wird dir zwar irgendwann über den Weg laufen, aber dann bist du mit so vielen anderen Eindrücken beschäftigt, dass du dann wahrscheinlich gar nicht mehr weißt, was dir den Stress gemacht hat.
