Zitat:@Angi2 Wie kann man jemals erleichtert sein, wenn jemand geliebtes stirbt?
Wenn ich genug vom helfen habe oder nicht mehr helfen kann verstehe ich.
Man kann aber auch nicht ewig trauern um die Toten. Man sollte auch weitermachen und Abschied nehmen.
Nicht ewig in der Trauer leben.
Aber endlich auch erleichtert zu sein.. Hmm klingt merkwürdig.
Es IST merkwürdig, aber menschlich.
Ich habe meinen Papa ein ganzes Jahr gepflegt. Bis zu seinem Tod. Und da haben wir, meine Familie, ihn begleitet. Gehalten, bis er gehen konnte.
Ich könnte dir jetzt so viel erzählen, über ein Jahr unfassbares Leid. Für den Erkrankten, für die Angehörigen. Über die Todesnacht. Aber das mag ich Simply Red, dir, aber vor allem MIR nicht zumuten.
Aber, liebe Bewusstsein, ja, ein Teil der Trauer beinhaltet auch Erleichterung. So schlimm und merkwürdig sich das für dich anhören mag. Aber es ist nun mal so. Erleichterung darüber, dass der Leidende erlöst ist. Erleichterung darüber, dass es einfach vorbei ist. Abgelöst im Wechsel mit unfassbarer tiefer und schwarzer Trauer um den verlorenen Menschen. Sehnsucht, Erleichterung, Trauer. Im stündlichen Wechsel.
Ich durchlebe das seit 7 Monaten. In unterschiedlicher Stärke.