Shion
Mitglied
- Beiträge:
- 462
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 48
- Mitglied seit:
oha, das hört sich aber nicht gut an. Einerseits nach Ungeduld und klare Verhältnisse schaffen wollen - absolut verständlich, solange wie der Herr schon rumeiert (das eine Jahr vorher darf man ja nicht vergessen) - da könnte man aber noch sagen, ruhig bleiben...
Andererseits klingt das aber sehr reflektiert in die Tiefe. Und du hast ein gutes Gespür für ihn, kennst ihn so lange. Definitiv hast du ein wenig mehr Engagement verdient als das...gerade nach dem vergangenen Jahr sollte er sich mehr ins Zeug legen. Ich weiß nicht, ob es wirklich mangelnde Liebe ist. Er hat ja nun seine Bindungsprobleme und die sind nicht gleich ad acta gelegt worden. Es könnte auch Übervorsicht sein, oder er braucht die Passivität um nicht in Panik zu verfallen, oder er hält sich ein Hintertürchen offen...gibt viele Möglichkeiten.
Wenn wir es positiv interpretieren, heißt es aber trotzdem eins. Das aktive Engagement wird mit ihm vermutlich immer schwer bleiben. Durch die Ängste oder was auch immer...die Zurückhaltung wird sicher weiter mitschwingen, zumindest noch ein paar Jahre - schätze mal, so lange würde eine erfolgreiche Therapie für so etwas brauchen.
Also wäre Achtsamkeit genau das richtige Thema...was bist du bereit mitzumachen und in Kauf zu nehmen? Reicht es dir, was er gibt? Schau einfach nur auf dich dabei und was dir gut tut. Ganz in Ruhe. Niemand zwingt dich, schnell irgendwelche Entscheidungen zu treffen...höchstens dass deine Tochter mit im Boot sitzt, könnte es komplizierter machen. Aber auch das ist nicht sooo ein Riesenproblem.
Das alles soll nicht implizieren, dass er tatsächlich zu wenig gibt...sowas ist echt Ansichtssache und jeder hat seine eigenen Grenzen und Bedürfnisse dabei. Soll einfach nur heißen, dass du den Maßstab vorgibst.

