Zitat von Selber_Schuld:Ich habs verbockt weil ich es selber nicht besser konnte. Die 2 Tage wo ich ihr nicht geschrieben kamen mir wie 2 Jahre vor. Schwer das zu vermitteln wenn man nicht gerade selber unmittelbar in der Situation ist.
Ich habe so ne Situation auch bereits gefühlte 1000x durch. Der Mann will nicht so wie ich es gern hätte, im Grunde weiß man das und trotzdem erzwingt man letztendlich eine "finale Entscheidung".
Die Frage, die ich mir am Ende dann stellte, war "was hat es mir eigentlich gebracht?" Gar nix - außer, dass ich mich neben der Abfuhr auch noch so richtig vorgeführt fühlte.
Ich habe mich dann mit etwas Abstand ziemlich über mich selbst geärgert. Weil ja bereits alles ziemlich offensichtlich war und ich durch dieses unbedingte Bedürfnis es nochmal extra gesagt/gezeigt zu bekommen, ziemlich zum Idioten gemacht habe.
Und jedes Mal habe ich die Abfuhr "überlebt" und jedes Mal kam irgendwann jemand neues, der ähnliche Gefühle bei mir auslöste. Dann lernst irgendwann auch mal, dass diese Gefühle, die man in der Situation als "hochdramatisch und besonders" erlebt es eigentlich gar nicht sind, das gaukelt dir dein limbisches System vor. Vermehrungstrieb - was weiß ich, was dahintersteckt.
Mir hat diese Erkenntnis, irgendwann dann dabei geholfen mit diesen Situationen besonnener umzugehen und auch einen halbwegs rationalen Blick auf den Menschen, um den es geht nicht zu verlieren.
Weiterhin kenne ich es auch von mir selbst, dass es durchaus passieren kann, dass man sich als Frau doch noch sehr in einen Menschen verliebt, bei dem man sich zu anfangs sehr unsicher war. Aber das passierte eben nur bei den Männern, die mit diesen Unsicherheiten umgehen konnten, die in der Lage waren sich zurückzunehmen und erstmal ihr eigenes Ding gemacht haben. Und/oder mir deutlich machten, dass ich mich erst wieder melden soll, wenn ich weiß, was ich will.
Dieses ungeduldige, bedrängende Verhalten führt immer zu nix.
Was mich immer wieder sehr ärgert wenn Poster sich umfassend hier im Forum beraten lassen, um am Ende, dann doch alles so zu machen, wie sie es auch ohne die ganzen Warnungen getan hätten mit der Begründung "ich bin einfach zu schwach". "ich bin eben so" etc.
Nein, das bist du nicht! Aber es ist anstrengend, zumindest zu Beginn, aus den eigenen Mustern auszubrechen. Dann ist es eben auch mal so, dass man die Zähne zusammen beißen und unangenehmes aushalten muss. Aber genau dadurch lernt man eben.
Natürlich hätte es keine Garantie dafür gegeben, dass die Dame nochmal zu dir zurückkommt, selbst wenn du stabil geblieben wärst. Aber sicherlich hätte sie dich positiver in Erinnerung behalten. Und das ist doch auch viel Wert.
Eine Posterin hat es schon treffend formuliert: "Andere Ergebnisse bei immer gleichem Verhalten zu erwarten, ist reine Zeitverschwendung".
Wann ist der Zeitpunkt bei dir erreicht ernsthaft an dir arbeiten zu wollen?