Desperate1980
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ich erstelle hier diesen Thread, da ich bisher keine Antworten in einem anderen, spezifischeren Forum bekommen habe und ich entschuldige mich bei allen, die unter unheilbarer Krankheit etwas anderes verstehen.
Seit ein paar Tagen steht unser Leben Kopf.
Ich bekam die doppelt bestätigte Diagnose COPD Gold 3.
Ich für meinen Teil kann noch gar nicht richtig mit den Worten "es tut mir leid, Sie sind sehr schwer krank" umgehen, weiß noch gar nicht was mich erwarten wird.
Ich glaube ich stehe noch unter Schock, da ich zwischen Ungläubigkeit, Resignation und Wut (auf meinen ersten Lungenfacharzt) schwanke.
Er kann zwar nichts für die Krankheit, aber als ich vor einem knappen halben Jahr bei ihm war, diagnostizierte er, trotz sehr schlechter Lufu-Werte "nichts", meinte ich solle ein bisschen abnehmen, dann wird das schon wieder.
Dazwischen liegt (lt den Werten) eine unbehandelte Exazerbation, dh eine Verschlechterung der Lungenfunktion.
Egal, ich schweife ab.
Während ich mir halt eben noch rein gar nichts vorstellen kann was eine "unheilbare Krankheit" bedeutet und ich alles dafür versuche mich gar nicht erst krank zu fühlen, geht es meinem Partner mit meiner Diagnose wesentlich schlechter.
Er ist ziemlich fertig, würde mich am liebsten in Watte packen, will sein Haus verkaufen und mit uns in ein wärmeres Land ziehen und ich glaube er entwickelt immense Verlustangst.
Er schlief jetzt ein paar auswärts da er eine heftige Erkältung hatte und morgen früh muss er im Ausland sein, wegen seinem Job.
Als wir telefonierten fing er bitterlich an zu weinen, entschuldigte sich Xmal dafür dass er so lange nicht wirklich für mich da sein kann und wirklich gefühlt jedes Gespräch beendet er mit "ich liebe Dich mein Engel".
Ich weiß nicht wie ich mit ihm über meine Ängste sprechen kann, dass ich Angst davor habe zu denen zu gehören, die es richtig schlimm erwischt, dass ich Angst davor habe früh zu sterben.
Und meine Kinder, die beiden wissen noch von nichts. Wie erklärt man fast Teenagern dass ihre Mama krank ist und dass es höchstwahrscheinlich Phasen gibt in denen es mir sehr schlecht gehen wird.
Ich verfluche das dämliche Internet, denn wenn sie erfahren was ich habe googeln sie nach. Das wird sie völlig umhauen. Sie hängen sehr an mir.
Ich habe bei einem echt lieben Psychologen ein paar Termine bekommen. Aber wirklich helfen konnte er mir bisher nicht, weil er mir nichts anderes sagt als das was ich an theoretischen Floskeln weiß, aber praktisch nicht umsetzen kann😑
- ich will hier niemanden runterziehen, aber ich vermute dass es einige Menschen auch hier gibt, die Erfahrungen mit Krankheiten und Familie haben.
Über Ratschläge bin ich wirklich dankbar.
