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Wurstmopped Mitglied
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Zitat von Jetti:
Aber wenn jemand schon bei sich alles reflektiert hat, seine Antele erkannt, aber dem Partner das Bewusstsein fehlt, da spürt man doch irgendwie, ...
Weil eine Trennung erst einmal zu viel Stress bedeutet und wenn man in der Affäre ist, die Affäre genießen will?
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x 2#1006
Jetti Mitglied
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@Wurstmopped Der Stress wird aber nicht ausbleiben, später womöglich sogar heftiger ausfallen.
Dennoch menschlich, dem erstmal aus dem aus dem Weg zu gehen.
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x 1#1007
A
Unterstützung für betrogene Beziehungspartner
x 3
Wurstmopped Mitglied
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Zitat von MissLilly:
Ja das ist oberflächlich betrachtet sehr oft der Fall...noch häufiger allerdings kommt es vor, dass einer von beiden die ernste und tiefe ...
Jo gibt es auch, weil man sich nicht reflektieren will und es wegdrückt, ich bin so wie ich bin Mentalität
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#1008
Wurstmopped Mitglied
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Zitat von Jetti:
@Wurstmopped Der Stress wird aber nicht ausbleiben, später womöglich sogar heftiger ausfallen. Dennoch menschlich, dem erstmal aus dem aus dem Weg ...
Richtig, aber in dem Moment hat man die Wahl, will man vor der Affäre jetzt Stress machen und ggf eine Trennung aussprechen oder eine Affäre genießen und die Bedürfnisse befriedigen. Die meisten wählen das erst einmal gute Gefühl.
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x 1#1009
S
So-What Mitglied
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Ich finde ja auch eher, dass "eigene Anteile" suchen irgendwie als Motivation für den Betrogenen weiterzumachen dient.
Ich sehe das wie @MissLilly. Reflektieren ist wichtig, für sich, mit sich. Ich kann mich auch zu Tode reflektieren, weil ich eben bin wie ich bin, aber mich ständig bei jeder zwischenmenschlichen Beziehung frage, die nicht funktioniert, was ICH für Anteile habe. Habe ich mit Sicherheit, aber wenn ich mich eben gut fühle und so bin wie ich eben nun mal bin? Wir haben alle Untiefen und tragen Kindheitszeugs in uns. Und jetzt ist doch die spannende Frage, warum ich plötzlich nicht mehr genüge, wo es doch 5, 8, 20 Jahre in Ordnung war. Und wenn es doch schon länger oder noch nie in Ordnung war, hätte man mich nicht auswählen oder sich wieder trennen sollen. Natürlich habe ich zeitweise Fehler gemacht, genervt, blöd reagiert oder mal Intimitäten schleifen lassen. Nur ich? Und wenn, kann man das dann nicht DEUTLICH sagen? Und wenn mir mit Eklat gedroht wird und ich reagiere nicht, weil es wohl gleichgültig scheint, ist doch eh schon fast alles zu spät. Weil ich wohl auch den Partner nicht ernst genug nehme. Und wenn jemand grundsätzlich nicht kommunzieren kann oder will, soll er es durch eine Affäre lernen? Mit Therapie? Dachte ich damals auch. Das kann funktionieren, durch diesen Knall, war meine Hoffnung. Aber mein Ex ist eben auch wie er ist. Er hat sicher nachgedacht, reflektiert oder was weiß ich. Aber vermutlich kam er zu dem Schluss, dass es nicht in Ordnung war, aber dass er grundsätzlich so in Ordnung ist, wie er eben ist. Das darf er. Aber er darf keine monatelange Affäre führen und dann jammern, dass ich der Meinung bin, dass unsere Zeit am Ende ist, weil es nicht (mehr) passt. Ich erwarte nicht, dass jemand mit Scheuklappen durch die Gegend rennt. Ich erwarte auch nicht, dass jemand keinerlei Versuchung ausgesetzt ist. Auch nicht, dass man nicht in eine "komische" Kommunikation rutscht oder jemand auf verschiedenen Ebenen näher kommt, wie "geplant". Bis dass der Tod euch scheidet, ist verdammt lang. Aber ich erwarte, dass er dann eine Entscheidung trifft. Für mich, für die dritte Person oder sich selbst hinterfragt. Zeitnah, ohne meinem Messer auf der Brust.
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x 5#1010
Wurstmopped Mitglied
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Zitat von So-What:
Ich finde ja auch eher, dass "eigene Anteile" suchen irgendwie als Motivation für den Betrogenen weiterzumachen dient. Ich sehe das wie ...
Wenn du schon mehrere Beziehung geführt hast und diese reflektiert, dir genauer anschaust warum sie gescheitert sind, wird man eine Menge Verhaltensweisen finden die das mit begünstigt haben. Hierzu muss man noch Berücksichtigen, welcher Beziehungstyp ich selbst und mein Partner ist, war. Dann wird es rund, es geht nicht darum eine Affäre zu legitimieren, es geht darum sich selbst weiterentwickeln zu wollen und zu können, man ist ja nicht verdammt die gleichen Fehler immer und immer wieder zu machen. Hier gibt es viele Geschichten, wo die Betrogenen und Betrüger, obwohl sie schon etwas älter sind, noch in ihrer ersten Beziehung stecken, also sehr unerfahren sind, da fehlt halt der Vergleich und das reflektieren ist schwieriger. Ja klar, natürlich kann man auch auf dem Standpunkt stehen, ich bin wie ich bin und der andere ist doof...
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x 1#1011
Jetti Mitglied
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@So-What Ein toller Beitrag!
Nur den Eingangssatz verstehe ich nicht ganz?
Zitat von So-What:
h finde ja auch eher, dass "eigene Anteile" suchen irgendwie als Motivation für den Betrogenen weiterzumachen dient.
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#1012
Wurstmopped Mitglied
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Zitat von So-What:
Aber mein Ex ist eben auch wie er ist. Er hat sicher nachgedacht, reflektiert oder was weiß ich. Aber vermutlich kam er zu dem Schluss, dass es nicht in Ordnung war, aber dass er grundsätzlich so in Ordnung ist, wie er eben ist. Das darf er. Aber er darf keine monatelange Affäre führen und dann jammern, dass ich der Meinung bin, dass unsere Zeit am Ende ist, weil es nicht (mehr) passt.
Ja klar, er muss mit der Verantwortung leben, sein Ding!
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#1013
T
Trust_him Gast
Zitat von Jetti:
Dennoch menschlich, dem erstmal aus dem aus dem Weg zu gehen.
Erstmal verstehe ich auch....ging mir auch mal so....aber mehrere Jahre?! Das ist kein "erstmal" mehr. Da hat man sich seiner Situation "ergeben". Dann steht man vor einem anderen Problem, nämlich dass man aus der Gülle nicht mehr unbeschadet herauskommen wird - und zwar egal wie man sich entscheidet. Und diese Erkenntnis führt dann zur Unfähigkeit, sich zu entscheiden.
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x 3#1014
S
So-What Mitglied
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@Wurstmopped Ja, richtig. Das tue ich mit mir selbst. Aber ich kann eben nur bei mir bleiben und mich fragen, warum das so gelaufen ist und ob ich so sein will, wie ich eben bin. Ich kenne mittlerweile meine Schwächen sehr gut. Alle finde ich auch nicht besonders erstrebenswert und versuche daran zu arbeiten indem ich mich frage, woher diese kommen und warum, aber: Erstens kommuniziere ich diese sehr deutlich und stehe dazu. Zweitens finde ich es unpassend mir diese nach o.g. Zeitraum nach einer Affäre "vorzuhalten", da sie schon immer da waren.
Umgekehrt war ich übrigens nicht nachtragend wegen der Affäre und der späteren Trennung, weil seine Schwächen dadurch an die Oberfläche kamen, die mir ebenfalls vorher bekannt waren. Ich habe lediglich entschieden, dass ich in diesem Zusammenspiel unserer beider Persönlichkeiten die Beziehung nicht weiterführen will, weil die Verletzung schwerer wog als die Hoffnung, dass er für sich daran arbeiten würde, weil er so unzufrieden mit der Entwicklung unserer Beziehung (Beginn einer Affäre) sein könnte, dass er für sich ein paar Dinge überdenken wollte. Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt.
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x 2#1015
S
So-What Mitglied
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Zitat von Jetti:
@So-What Ein toller Beitrag! Nur den Eingangssatz verstehe ich nicht ganz?
Als ich mich entschied nach seiner Affäre weiterzumachen, habe ich angefangen viele Dinge an mir zu finden um meine Anteile an der Schieflage zu untermauern. Die Affäre habe ich nie gerechtfertigt, aber der Weg dahin damit vor mir selbst mit meinen Anteilen. Das ist nicht falsch gewesen. Allerdings war es schon auch ein Grund mir selbst eine Rechtfertigung zu geben, warum ich weitermachen will. Das habe ich mir erst später eingestanden. Und kann es heute auch trotzdem noch verstehen. Für mich war es im Nachhinein betrachtet nicht richtig.
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x 2#1016
Jetti Mitglied
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Zitat von Trust_him:
Dann steht man vor einem anderen Problem, nämlich dass man aus der Gülle nicht mehr unbeschadet herauskommen wird - und zwar egal wie man sich entscheidet
Naja, dieses zukünftige Problem wird halt irgendwie ausgeblendet. Kurzfristige Belohnung, auf das setzt unser Gehirn. Es will sich anfangs gar nicht mit den langfristigen Konsequenzen auseinandersetzen.
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x 1#1017
Jetti Mitglied
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@So-What Danke, jetzt habe ich verstanden, was Du meintest.
Naja, dieses zukünftige Problem wird halt irgendwie ausgeblendet. Kurzfristige Belohnung, auf das setzt unser Gehirn. Es will sich anfangs gar nicht ...
Und genau liegt mein Unverständnis. Ich bin so nicht. Ich gehe Risiken ein. Aber nicht ohne mir die möglichen Konsequenzen anzuschauen. Wenn ich eine Affäre eingehe, dann bewusst und zielgerichtet. Mein Mann glaubte das damals übrigens auch. Er dachte tatsächlich, er hätte es sich gut überlegt, was er da tut. Er glaubte, das sei schon alles richtig so. Ich glaube einfach, dass es unterschiedliche Affärenführende gibt. Da sind die einen, die in sich seelisch relativ gefestigt sind und da sind die anderen, die labilen, die nicht gefestigten, die unsicheren. Und wenn letztere sich auf sowas einlassen, werden sie kaum die Stärke aufbringen, sich zu entscheiden und die dazugehörigen Konsequenzen zu tragen.
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x 2#1019
Wurstmopped Mitglied
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Zitat von So-What:
@Wurstmopped Ja, richtig. Das tue ich mit mir selbst. Aber ich kann eben nur bei mir bleiben und mich fragen, warum das so gelaufen ist und ob ich so ...
Alles gut, habe ich schon verstanden. Ich habe meiner Ex auch die Möglichkeit gegeben sich zu reflektieren und ihre Verhaltensweisen anzupassen....ob sie es letztendlich nicht wollte oder könnte werde ich nie erfahren, ist jetzt aber auch egal.