Seneca22
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Zitat von Plentysweet:Das Kind ist dieser Situation wehrlos ausgeliefert. In der Natur eines Kindes liegt es aber, seine beiden Elternteile zu lieben und mit ihnen umzugehen.
Es ist richtig, dass das Kind der Situation wehrlos ausgeliefert ist. Eine sehr schmerzhafte Situation, in die das Kind durch den Vertragsbruch (in diesem Fall der Mutter) gebracht wurde. Gewissermassen wurde dem Kind - das zweifelsohne nichts dafür kann - die Möglichkeit genommen, in einer intakten Familie aufzuwachsen.
Einfach so, weil ein Elternteil vermeint, seine Bedürfnisse über den Schmerz und das Leid seines eigenen Kindes zu stellen. Ich finde das immer wieder empörend, zumal in unserem Bekanntenkreis zig Scheidungskinder sind, die teils in Therapie mussten (Depressionen) bzw. die Schule abgebrochen haben (gesamt 3 Burschen). In allen Fällen waren Affären der Grund zur Trennung. Und obwohl diese Auswirkungen bei uns im Freundeskreis offen diskutiert werden, ploppen immer "neue” Affären auf. Die (vormalig geheimen) Affährenführer wissen durch die Diskussionen im Freundeskreis um die Auswirkungen, ja sie kennen die betroffenen Mädels und Burschen und dennoch führen sie offenkundig Affären. Daraus ist mMn ganz klar ersichtlich, dass sie ihre Bedürfnisse im vollen Wissen um die Auswirkungen auf ihre Kinder deren Leid und Schmerz voranstellen.
Das ist für mich ein völlig inakzeptables Verhalten, das sich bei uns im Bekanntenkreis momentan abspielt. Und wenn dann Sager kommen, wie "Familie sei ein Irrtum" (nach 30 Jahren gut gehender Ehe (soweit wir das beobachten konnten) und zwei tollen, gesunden Kindern (in deren Gegenwart der Affärenführer das sagte), dann sehe ich den Zorn/die Wut auf den Affärenführer als völlig berechtigt an. Der Betreffende hat aber ohnehin mittlerweile alles verloren, neben seiner Familie und uns Freunden (keiner will mehr Kontakt zu ihm, nicht einmal sein bester Freund aus der Schulzeit), hat er auch seinen Job verloren, und findet seit längerem keinen mehr.