Zitat von blaublond: Hatte mich total verliebt, ihm das gebeichtet weil er mir auch sehr zugewandt zu sein schien (obwohl verheiratet). Dies mündete in eine kurze Affäre, die vor 5 Monten
Nochmal: ich erwarte mir hier im Forum keine Antwort auf die nachstehenden Fragen, sie sollen Dir nur (vielleicht) helfen, Dich und Deine Motivation schärfer einschätzen zu können:
Was konkret hattest Du Dir innerlich erhofft, als Du ihm das gebeichtet hast?
Wolltest Du nur ein bisschen Spaß mit ihm erleben, oder keimte nicht schon damals tief in Dir drin die heimliche Erwartung, daß er sich trennt und mit Dir ein neues Leben beginnt?
Spielte Konkurrenzdenken eine Rolle dabei, oder das Gefühl, im Leben zu kurz gekommen zu sein? Oder womöglich eine stille Begeisterung daran, auszubrechen, Konventionen zu brechen und wegzukommen damit?
Wäre er Dich nur ein Affairenspielzeug gewesen, hattest Du die Sache relativ locker ad acta legen und Dir ein neues Objekt der Begierde ausgucken können - Thema erledigt.
Offenbar war dem nicht so, sonst wäre Dein Leidensdruck deutlich niedriger. Deine Erwartungen gingen also schon damals bei dieser ersten Beichte vermutlich über eine Affaire hinaus.
Wie wäre es, das Ganze nachträglich in eine andere Richtung zu denken und Dir vorzustellen, alles habe sich entwickelt wie von Dir erhofft?
Das würde ggfs. beispielsweise bedeuten, dass jetzt Du und nicht seine EF mit diesem toxischen Mann zusammenlebst, am Wochenende die Patchwork-Next gegenüber seinen Kindern gibst, Dich damit abfinden müsstest, daß er noch jahrelang diversen Verpflichtungen für seine Altbeziehung nachkommen muß - Mittel, die beispielsweise für Eure eigenen Urlaube etc nicht mehr übrig bleiben. Vor allem aber wüsstest Du jemand an Deiner Seite, der keine Hemmungen hat, seine Bedürfnisse kurzerhand auswärts bedienen zu lassen, wenn's ihm daheim nicht länger genügen sollte.
Wie würdest Du unter solchen Voraussetzungen eine Beziehung auf Augenhöhe führen wollen? Also mit jemand, der ernste Probleme womöglich einfach weglächelt, so tut als sei alles OK und dann seelenruhig zu seiner Schattenfrau geht, um dort von Dir zu entspannen zu können, statt Probleme gemeinsam = nachhaltig mit Dir zu lösen?
Manchmal hilft es, Wünsche im Kopf tatsächlich wahr werden zu lassen, sie dann aber auch konsequent zuende zu denken. Mitunter kommt man dann ganz von selbst darauf, daß das zunächst Mal als schrecklich erlebte Ende vielleicht nicht das Schlechteste war; bringt es einen doch wieder auf einen Kurs, mit dem man sich selbst was Besseres tut, als auf so einem Schaukelboot zu bleiben.