Gurkensalat
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Zitat von Wirdschon:Warum bestehst Du aber einerseits drauf, mehr verletzt worden zu sein, weil Hoffnungen gewebt wurden? Sind diese mitsamt Eheversprechen nicht auch dem Stammpartner zu Teil geworden?
Sie war sich anfangs unsicher und später wollte sie unbedingt eine Chance. Unbedingt. Und ich habe daran gearbeitet und musste auch selbst einige Ängste überwinden. Dazu kam noch Stress außerhalb. Sie hat mich dann irgendwann nicht richtig eingebunden in ihre Planungen. Fährt in den Urlaub ohne mit mir zu sprechen, ob es ok ist. Vorher war ich schon bei Ausflügen nicht glücklich. Sie wusste das im Grunde. Sie wollte auch etwas ändern, aber im Grunde zog sie sich auch mehr zurück, hatte weniger Zeit. Sie kam da nur raus, wenn sie endlich die Trennung vollzog. Aber sie hatte Angst. Von der Angst wusste ich aber erst sehr spät. Vorher war ich quasi das Problem, wollte in Vorleistung gehen, damit ich als Mann ihr zeige, dass ich es ernst meine und sie nicht nur wegen dem Sex genommen habe. Eigentlich ist diese ganze Geschichte extrem kompliziert. Am Ende gab es Vorwürfe, wie, als hätte ich noch etwas mit der Ex. Das war einfach verrückt und absolut bescheuert. Ich wollte da nicht mehr sein.
Am schlimmsten war einfach der Kontaktabbruch und die Art wie er vollzogen wurde. Alles nebenbei und dann kurz und eiskalt. Wirklich gekämpft hat sie nicht. Sie hat sich am Ende im Grunde die Probleme zusammengesucht, was nicht passte, um ihren Rückzug zu begründen. Aber eifersüchtig war sie am Ende dennoch und wollte nicht, dass ich eine andere habe, bis sie das mit ihrem Freund klärt.
Zitat von Wirdschon:Warum bestehst Du aber einerseits drauf, mehr verletzt worden zu sein, weil Hoffnungen gewebt wurden? Sind diese mitsamt Eheversprechen nicht auch dem Stammpartner zu Teil geworden?
Mehr verletzt worden? Es geht nicht um mehr oder weniger als irgendjemand, sondern dass es unnötig war, mich zusätzlich zu ihrem Freund zu verletzen. Wir hatten eine wirklich schöne Zeit und die schlechte Kommunikation (Missverständnisse über Textkommunikation auf die man gezwungenermaßen angewiesen war) und dann das zunehmend beschädigte Vertrauen, haben alles eskalieren lassen. Ich glaube, sie wusste sich einfach nicht zu helfen. Wollte niemanden verletzen, hat damit aber umso größere Verletzungen angerichtet. Es war einfach unreif, nicht irgendwann die Konsequenz zu ziehen. Ich hab ihr monatelang auf den Zahn gefühlt, ob sie sich wirklich trennen will und ob sie wirklich versucht hat in der Beziehung etwas zu retten. Nein, man musste warten bis ich ausgezogen bin, um sich dann zunehmend zurückzuziehen und mir dann von ihrem Urlaub vom Freund nichts zu erzählen, um mich dann damit zu überraschen. Ich habe einfach keine Tätigkeit gesehen, die auch nur ansatzweise darauf hindeutet, dass sie sich um einen Auszug bemüht. Und das hat mich so tief getroffen. Und ab da wurde auch ich misstrauisch und habe vieles wohl schlechter ausgelegt. Mein Körper hat auch "zugemacht". Ich hab nichts mehr gefühlt. Sie war wie fremd. Das ging einige Wochen so. Habe mich getrennt, weil ich es nicht ausgehalten habe mit diesem hin- und her. Nebenbei der Tod meines Opas und andere Dinge. Sie musste einfach endlich was tun. Dann sagte sie auch, dass sie etwas tun will und muss. Aber es war dann schon so spät, dass der Streit immer häufiger wurde. Kurze Zeit später, wollte sie dann wieder zurück.
Eine Affäre ist eine Katastrophe für alle. Wer da reingerät, sollte beizeiten reinen Tisch machen.