Zitat von E-Claire: Weil es Dir nicht passiert ist. Und weil das ja automatisch heißt, was Dir nicht passiert ist, bedeutet, daß es keinem anderen passieren darf.
Du willst mir also erzählen, dass Leute aufgrund ihrer Emotionen plötzlich nicht mehr in der Lage sind sich zu kontrollieren?! Affektives Verhalten, meinetwegen, geschenkt. Das wäre ein Kuss. Meinetwegen sogar ein One Night Stand. Und selbst dann wäre das eine Entscheidung und nichts wo Du marionettenhaft geführt wirst, ABER eine Affäre ist ein längerfristiger Akt. Und so zu tun, als würde man daran nicht aktiv teilnehmen, ist doch KIllefitz. Das kannst Du nicht Ernst meinen.
Zitat von E-Claire: Schau, an der Stelle agieren wir unterschiedlich. Meine Dankbarkeit, daß mir Sachen nicht passiert sind, daß ich mich hin und wieder für das Bessere oder Richtige entschieden habe, bedeuten eben nicht, daß ich nicht verstehe, wie schnell und wie leicht sich nicht für das andere entscheiden lässt. Ich muß nicht ständig andere verurteilen, ziehe ich diese in die Verantwortung? Absolut, aber ich gehe nicht hin und sage, weil mir das oder jenes passiert ist, habe ich kein Verständnis oder Mitgefühl und vor allem weiß nicht, wie schwer es ist, sich für etwas anderes zu entscheiden.
Das interpretierst Du auch nur. Wo habe ich je gesagt, ich hätte kein Verständnis dafür? Ich habe lediglich gesagt, dass dieses "Oh, da bin ich irgendwie hineingerutscht" Blödsinn ist. Natürlich verstehe ich die Sehnsüchte dahinter. Willst Du mich da bewusst missverstehen? Es geht darum, dass es eine Ausrede ist für seinen Kram keine Verantwortung übernehmen zu müssen und das muss man aber. Ich habe keine Ahnung wie Du auf die anderen Aussagen kommst. Die entstehen doch in Deinem Kopf, nicht in meinem Text.
Zitat von E-Claire: Deine Antwort ist voller Selbstgerechtigkeit. Meine Antwort ist voller Dankbarkeit. Ich bin froh und dankbar, an bestimmten Stellen anders entschieden zu haben. Du bist schlicht selbstgerecht, weil Du noch immer Dir nicht selbst verzeihst. My two cents.
EDIT: ach und Du behauptest ja ständig, daß es Dir passiert ist, deswegen hast Du Deutungshoheit. Sagen wir so, damit wäre ich wirklich vorsichtig.
Ich habe zumindest die Erfahrung tatsächlich gemacht. Warum bin ich denn bitte selbstgerecht?! Weil ich Verantwortung dafür übernehme und sage: "Ja, ich war damals in meiner Beziehung unzufrieden und deshalb habe ich die Affäre begangen" anstatt zu sagen: "Oh, irgendwie bin ich da so reingerutscht, aber... meine Partnerin war halt auch Schuld. Eigentlich hat sie mich dazu gedrängt. Es ist 'irgendwie so' passiert - am Besten noch über Monate hinweg". Meine two cents könnten dann auch sein, dass Du ein großes Problem mit Schuldeingeständnis hast. Ich habe das halt nicht. Ich war ja Schuld. Und das war's dann auch. Deshalb habe ich kein schlechtes Gewissen mehr, denn ich habe mich dafür bei meiner (mittlerweile Ex-)Freundin entschudligt und meine Konsequenzen daraus gezogen. Also ja, da ich in der Tat daraus gelernt habe, gab es da auch eine Entwicklung. Keine Ahnung was Dich daran so stört.