Zitat von So-What: Aber natürlich gibt es auch die, die aufblühen würden, wenn sie nur erfahren würden, wie es auch anders sein kann.
Aber nur durch Worte und Beobachtungen des Umgangs nach außen würde ich mich nicht auf ein subjektives, abschließendes Urteil verlassen wollen. Ich kann mich aber auch nicht frei davon sprechen, das gebe ich zu.
Ich denke auch, es gibt genug Paare, die eigentlich nicht auf Paarebene zusammenpassen. Wenn man dann noch Kinder hat, sind diese der Kitt, der das Konstrukt zusammenhält. Sind die Kinder ausgezogen, muss man es schaffen, die Paarebene wieder zu aktivieren, so dass man zu zweit wieder glücklich ist und nicht nur das Thema Kinder zusammen hält. Oder man stellt fest, einen wirlich gemeinsamen Nenner auf Paarebene hatte man noch nie. Oder die baldigen Enkelkinder führen die vorherige Elternebene fort und man muss sich nicht mit sich und dem Partner auseinandersetzen. Natürlich kommt es auch vor, das einer der Partner sich anders/weiter entwickelt hat.
Glücklichsein stellt sich nicht von alleine ein, man muss es wollen und manchmal auch einsehen, dass man sich geiirt hat.
Den Mut zur Trennung in einer Phase, in dem der Alltag zwar funktioniert, die Annehmlichkeiten gefestigt sind, man jedoch sprachlos nebeneinder herlebt, haben dann nicht viele. Denn es gilt immer noch: das ist ja eine Trennung "ohne Not".
Ob die Trennung dann die Zukunft glücklicher gestaltet, weiß man möglicherweise vorher nicht. Aber wenn man es nicht probiert, ebenso nicht.