Zitat von andersgut: Und dass Affären keine Lösung sind, sondern die Problematik an vielen Stellen verschärfen, ist doch wohl klar, oder nicht?
So klar ist das nicht. Durch Affären kommt viel in Bewegung, vor allem wenn der betrogene Partner bisher völlig borniert gewesen ist. Ob das aber nachhaltig ist? Was die Affäre noch so auslöst an Verletzungen, steht auf einem anderen Blatt.
Zitat von BernhardQXY: Insofern kann ich damit langsam auch meinen Frieden schließen.
Wir wären ohne die Affäre nicht dort wo wir sind. Ich fühle mich frei und voller Leben. Wir haben uns neu erfunden und auch meine Frau hat riesen Sprünge in ihrer Entwicklung gemacht.
Das alles überwiegt die ganze schaisse.
Ich sehe nicht, dass Du Deinen Frieden machst. Du projizierst Deine Wut auf Deine Frau hier ins Forum, obwohl Du vor zig Seiten angekündigt hast, Dich aus dem Thread zu entfernen. Das immer noch nach geschlagenen 5 Jahren! Anderen mangelnde Impulskontrolle vorwerfen, aber selbst nicht besser sein. Auch wenn niemand es verdient hat, betrogen zu werden, so solltest Du doch mal tief in Dich gehen, ob nicht mangelndes Reflektionsvermögen daran schuld war und ob es nicht damals schon deutliche Anzeichen gab. Ich finde es jedenfalls nicht normal, noch nach 5 Jahren so sehr daran herumzuknaubeln. Vielleicht bist Du auch noch unzufrieden mit dem jetzigen Zustand der Beziehung oder einfach nicht ehrlich zu Dir selbst. Vielleicht hättest Du gern auch eine andere Frau, ohne diesen Makel.
Zitat von Admaro: Es ist schlichtweg unrichtig zu behaupten, dass Affären erst der Grund für eine Schieflage in der Beziehung sind. Sie sind ein Symptom, was bei den einen zur Stabilisierung der Beziehung führt und bei anderen die Ursachen mit dem Brennglas hervorbringen.
Ist es auch nicht. Aber hier verwechselt man gerne die notorischen Affärengänger mit jenen, wo es bisher nur einmalig vorkam. Die Unterscheidung wird aus Missgunst und Wut nicht vorgenommen. Man errrichtet sich selbst ein Trugbild, eine Art Strohpuppe auf die man einschlägt, damit man sich selbst darüber erheben kann, denn man könnte ja selbst den Partner in Versuchung einer Affäre getrieben haben. Und solange die Empörten nicht unterscheiden wollen, werden sie auch nicht verstehen.
Zitat von Seneca22: Erstaunlich, dass die Affärenführer von einer selbstverständlichen Treueleistung ausgehen, wohingegen sie sich nicht dran halten. Finde ich doch sehr chauvinistisch und machoid.
So gut wie niemand teilt gern den Sexualpartner. Blöd nur, wenn sie die Situation aufrecht erhalten und dann Ansprüche stellen. Das muss man ja nicht mitmachen. Für andere ist eine Affäre eine vorübergehende Sondersituation, aber scheinbar gibt es doch öfter diese Affären, wo man sich eingerichtet hat. Letztlich macht man es doch nur mit, weil man denkt, dass die Situation ohne den AP schlechter ist.