Zitat von Anaria:genau das wollte ich gerade auch schreiben. Der Papa schnappt sich Sohnemann und macht und macht, sie bleibt aussen vor und lernt, wenn ich Zeit, Aufmerksamkeit etc von Papa haben will, dann muss ich was dafür tun und sie mir verdienen.
So ganz stimmt das nicht.
Er macht auch mit ihr Dinge, die ihr wichtig sind wie vorlesen, turnen,
kuscheln, erzählen, schwimmen etc.
Nur hängt die Kleine halt so an mir, dass er sie mir dann öfter überlassen hat
als den Sohn.
Wie gesagt er nimmt sich viel Zeit für BEIDE Kinder.
Und er liebt ganz offensichtlich auch BEIDE.
Ich denke eher, die Kleine hat an der Mutter gesehen, deren Job es ja war, sich um
Haus, Hof, Küche und Kinder und die Familienorga zu kümmern, dass dies Aufgabe der
Frau sein muss. Und das internalisiert. Bei Oma sieht sie s auch, gleiches Muster.
Der Sohn ist auch nett und ein recht liebes Kind.
Aber ich erkenne halt..gerade wenn es darum geht, sich um Verantwortung zu drücken,
oder was hier jemand "passiver Widerstand" genannt hat, inzwischen sehr den Vater.
Er trödelt zB auch oft ewig beim Essen, und geniesst dann, dass die anderen auf ihn warten
müssen, bevor sie aufstehen "dürfen". Er selber wartet aber nicht, wenn ich oder der Vater
noch in der Küche stand und aß bereits, als wir noch kochten oder bedienten.
Da bin ich auch einmal ausgeflippt, weil ich dieses Prinzen Ding nicht unterstützen wollte.
Oder wie gesagt im Urlaub massiv, da hat er keinen Finger gerührt, während wir drei
kochen, Tisch decken, aufräumen etc gemacht haben.
Also diesen doppelten Massstab, ihr Frauen für mich bitte, aber ich nicht für Euch, sehe ich
ihn imitieren. Dabei ist es ein lieber Kerl. Aber er hat halt dieselben Gene und das Vorbild
😜Aber was solls ich bin nicht die Mutter.
Ich finde nur spannend, dass es wirklich egal ist, was man den Kids erzählt.
Sie ahmen halt soziales Verhalten nach. Es ist wie die Muttersprache, die sie
am Anfang lernen. Im Guten wie im Schlechten.