redhead1
Gast
Zitat von Ortrere:Mir tut das wirklich gut, mir diese abstrusen Sachen ins Gedächtnis zu holen und mich zu fragen, wieso ich trotz des jahrelangen! Misstrauens dennoch immer weiter gemacht habe.
Mir reicht es nicht, zu sagen "Abhängigkeit".
Ich glaube doch sonst auch nicht jeden Mist und wenn ich begründete Zweifel habe, greife ich durch. Zum Beispiel, bei meinem Kind und da bin ich mir meiner Liebe sicher. Da gibt es keine (ungesunde) Abhängigkeit. Da mache ich ein Fass auf, bringe meine Enttäuschung und die entgegengebrachte Respektlosigkeit zur Sprache und es gibt Konsequenzen.
Warum zum Teufel habe ich einem Mann, der mir nicht viel mehr als zugegeben grandiosen Säggs und ein bisschen Aufmerksamkeit gegeben hat, all diese Lügen, all das Versetztwerden, all die nicht gehaltenen Zusagen durchgehen lassen? Warum fehlt mir genau dieser empathiefreie, verletzende Mensch so sehr?
Was genau IST diese Abhängigkeit?
Das ist die Preisfrage.
Ich sehe, wie er sein perfide Sch... spiel an der Nächsten anwendet. Ich habe ihn wohl einmal zu oft verlassen, als dass er wieder angekrochen käme, lach.
Es versetzt mir einen Stich. Sie ist ein unschuldiges Naivchen, wohl auf dem "Licht-und-Liebe" - Trip, und ich, intelligent, gutaussehend, zugewandt, freundlich, komme mir vor wie eine frustrierte alte Kuh.
Ich bin erst 44 und will wieder leben.
Und er ist ein ganzes Eck älter, und als wir uns zuletzt gesehen haben, sind mir die tiefen Falten um seine Augen aufgefallen.
Warum freue ich mich nicht einfach, den los zu sein? An mir klebt immer noch seine bescheuerte Sicht auf mich.
Irgendwie bin ich, so wie ich gerade bin, immer noch die, die er aus mir gemacht hat. Ganz schlimm.