Zitat von Schlaubi009:
Du könntest es auch aus einfacher Logik betrachten:
Was nicht da ist, kann nicht gefährlich werden. Wo nichts ist, kommt auch nichts her.
Wenn ich z.B. ein Minenfeld betrete, nehme ich bewusst Gefahr für mein Leben auf, mein Überlebensinstinkt, sofern gesund und munter, würde mich sehr wahrscheinlich bzw. sicher davon abhalten, hineinzugehen.
Wenn ich es aber erst gar nicht betrete, unabhängig davon, ob ich lebensmüde oder geistig gesund bin, dann kann defacto nichts bei mir passieren. Ergo: Keine äußere Gefahr, keine Gefahr für innen.
Einfache Logik, im übertragenen Sinne. So meinte ich das.
Da hast du recht, das bestreite ich gar nicht. Risiken bestehen immer, am Ende eben alle beteiligten selbst entscheiden, wieviel Risiko sie einzugehn bereit sind.
Und, deine Vergleiche/Beispiele sind durchaus in wichtigren Punkten treffend, hinken an anderen Stellen aber,wie jeder andere Vergleich auch, ein wenig

Ich möchte das an deinem Gleichnis Hammer <-> Stein einmal verdeutlichen:
Ja, irgendwann wir der Stein brechen, das ist sicher. Aber ein wichtiger Punkt ist doch auch das der Stein den Schlägen nicht aktiv ausweichen kann. Und das ist der entscheidende Punkt:
Die betroffen Frau oder der betroffene Mann (also in meinem Fall die Schulfreundin), kann dem doch auch aktiv ausweichen, sofern sie das nicht möchte.
Und deswegen stimme ich dir zwar im Grunde zu, keine Frage, aber ich gewichte das anders.
Menschen sind sehr verschieden.
Es gibt Menschen, die sind leicht manipulierbar, beinflussbar, haben nur einen schwachen oder gar keinen eigenen Willen (gutes Beispiel ist meine Ex). Wäre meine Schulfreundin in dieser Kategorie einzuordnen, dann ja, dann könnte ich von aussen wahrscheinlich problemlos ihre Ehe zerstören. Würde ich auch dann nicht wollen, aber das Risiko, das das unabsichtlich passiert wäre groß, zugegeben.
Es gibt aber auch Menschen die genau wissen was sie wollen, ihren eigenen, starken Willen haben und sich nicht so einfach gegen ihren Willen zu etwas bringen lassen, das sie eigentlich gar nicht wollen. Und als eine solchen Menschen schätze ich diese Freundin ein. Da ist sie, glaube ich zumindest, stärker und konsequenter als ich. Sie kann jederzeit, und das ist ihre (und nur ihre) eigene Entscheidung, den Kontakt jederzeit beenden, sobald sie sieht das es in eine unerwünschte Richtung geht, so wie Anders das weiter vorn beschrieben hat. Das würde mich zwar schwer treffen, ich würde es aber akzeptieren und mich schweren Herzens zurückziehen. Ich denke auch, das weiß Sie und würde da nicht unüberlegt handeln.
Und dam Rande: Wenn sie nicht diese selbstbewusste, starke und zugleich einfühlsame Frau wäre, als die ich sie immer erlebt/empfunden habe, dann hätte ich mich sicher nicht in sie verliebt und die Frage würde sich gar nicht stellen.
Also, wie gesagt, ich teile deine Ansicht auch in großen Teilen, sehe nur die Gewichtung etwas anders. Es gibt eben beides.
Es gibt definitv Beziehungen, die gehen nur durch externe Einflüsse kaputt. Es gibt aber auch sicher viele bei denen der externe Einfluss nur ein Trigger ist, der eine schon latente Schwäche der Beziehung einfach endgültig zerbricht. Es kommt eben drauf an, ob derjenge sich mehr oder weniger passiv verhält, wie der beispielhafte Stein oder aktiv gegensteuert wenn es bedenklich wird, wie von Anders beschrieben.