Zitat von blauauge:Liebe Vegetari,
meine AF Dame (Kollegin) hat es vor 14 Monaten beendet. Sie ist trotzdem fast jede Minute bei mir.
Im Herzen sowieso. Wenn wir uns sehen knistert es und sie ist bedacht keinen „Fehler“ zu machen. Manchmal schaffen wir es nicht und müssen uns berühren oder kurz drücken. Für meine Ehe konnte ich nichts Positives draus nehmen. Nach dem A. Ende kommt man an den Anfangspunkt zurück = Defizit nur kommt jetzt zum Defizit noch die Erfahrung mit wie es sich anfühlt wieder Nähe, Gefühle, Leidenschaft zu spüren. Mir ist es ein Rätsel wie man aus solch einer Erfahrung etwas Positives für die Ehe nehmen kann.
Meine Frau hat eingewilligt eine Paar- Therapie zu machen. Nein, sie weiß es nicht!
Wo die Reise hingeht weiß ich auch nicht. Mir ist aber klar, dass ich es nicht mehr fühlen oder finden werde in der Beziehung.
Ich denke vergehen wird die Sehnsucht nie nach der Dame, vor allem wenn Gefühle im Spiel waren und man sich jeden Tag sieht!
Vergleiche das immer mit einem Alk. der in einer Brauerei arbeiten muss!
Es ist hart……
Bitte verschont mich mit Moral und Tipps verlasse doch deine Familie….OK, DANKE!
Nur so, ich könnte alleine leben….das ist es nicht ….
Grüße
Blauauge
Wenn man eine Affäre mit der Arbeitskollegin hatte, diese aber trotzdem fast täglich durch die Arbeit sieht, kann sich zuhause ja nicht's verbessern! Wie denn?! Ich kann mir vorstellen, wie deine Frau leidet - grausam, denke ich!
Meine musste sofort kündigen, um überhaupt irgendwie FÜR UNS davon loszukommen, auch als Beweis für mich, dass sie es mit mir Ernst meint!
Das ist ja logisch, dass es so nicht funktioniert, wie ihr es erlebt.
Und ganz wichtig ist auch, dass dieser Schock beim Ehepartner was bewirkt hat. Dass er erkennt, obwohl er sich die ganzen Jahre mit teilweise Nebeneinanderherleben nie Gedanken machen musste/gemacht hatte, warum das passieren konnte!
Wenn das so ist, wie bei uns z.B., dann ist wirklich auch ein Zurückverlieben möglich!
Ich hatte das auch immer angezweifelt, fühlte mich als 2. Wahl, weil sie eben mit dem Herzen weg war.
Entscheidend für mich war der komplette Kontaktabbruch, was für sie nicht leicht war (logisch) und auch nicht sofort so erfolgt war - zog sich 3 Monate - was ja auch verständlich ist. Auch das musste sie erstmal aufarbeiten - dann war Schluss und erst dann konnte sie erkennen, dass ihr bisheriges Leben nicht sooo schlecht war.
Diese Erkenntnis erlangen viele, haben aber am Ende nur eine WG mit Schadensbegrenzung - es ändert sich nicht viel.
Warum das so ist, müssen sich die fragen, die zusammenbleiben - miteinander reden eben!
All das, was meine Frau vermisst hatte, findet sie nun doch bei mir wieder. Und ich glaube, dass sie mich wirklich wieder lieben kann, weil ich mich etwas verändert habe, aber vor allem, weil sie mich aus der Schublade raus hat, in die sie mich gesteckt hatte! Ein häufiges Phänomen nach langen Beziehungen, glaube ich. Man entfremdet sich irgendwie. Wenn es Probleme gibt, sind beide Partner gefordert, sollten reden.
Meistens tun sie es nicht oder wenn, kommt beim anderen nicht an, wie schlimm für den Partner die Situation zwischenmenschlich wirklich ist.
Ein Schock kann heilsam sein, wenn man evtl. dadurch plötzlich wieder Liebe verspürt für seinen Partner, aufwacht, wenn man seine Mitschuld erkennt! Wenn es nur ein Zurück gibt, weil die Umstände es erfordern, endet es wohl in einer unzufriedenen WG für alle Beteilligten! Dann lieber Trennung - was soll das bringen? Irgendwann ist es wieder soweit, dass der Betrüger oder sogar der Betrogene sowas wieder macht/macht!
Auch eine Therapie bringt da wohl wenig, wenn man den AP täglich sieht. Das kostet nur Zeit und Geld - der alte Partner wird wohl auch nicht interessanter wieder dadurch! Aber das wird wohlauch rauskommen bei der Therapie, wenn der Betrüger ehrlich ist!