Brausestäbchen
Gast
ja das Vermissen. Es geht mir auch so, er ist immer noch jeden Morgen mein erster Gedanke.
Ich vermisse ihn schon auch als Menschen … wobei mir klar ist dass ich nicht alle Facetten kenne, der einzige Alltag den wir zusammen hatten war eben der in der Reha was ja eine Sondersituation ist.
Ich vermisse die Gefühle die er in mir ausgelöst hat, ich bin monatelang nur geschwebt.
Genau die richtigen Knöpfe wurden bedient durch ihn.
Ich vermisse die Frau die ich war mit ihm und von der ich gar nicht wusste dass es sie gibt.
Dann diese emotionale Affäre übers Handy… allein das hat hohes Suchtpotenzial. Man schreibt sich von morgens bis abends und ist in jeder freien Sekunde am schauen ob der andere geantwortet hat und was. Und er kann toll schreiben. Dazu der Hormonrausch.
Allein nicht mehr alle halbe Stunde in den Chat zu schauen war schon ein Kampf.
Ich vermisse ihn auch als Freund, 5 Monate war er immer da wenn es mir schlecht ging - und das ging es. Dann am Point of no return war er für mich überraschend auf einmal nicht mehr erreichbar für mich. Trotz dem Wissen (irgendwie… unter dem ganzen Hormonnebel) dass das Ganze nicht real war hatte ich ihm doch vertraut und damit nicht gerechnet, nicht zu dem Zeitpunkt. Das hat mich eiskalt getroffen.
Ich vermisse seine Worte, die Romantik und auch den Nervenkitzel, zugegeben.
Es ist also eine Kombination aus so vielem, das ist es wahrscheinlich immer.