Pinie
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Zitat von fengaraki:So sehe ich das auch. Mein Mann hat jahrelang in der Komfortzone gelebt, dass ich ihm in allem den Rücken frei gehalten hab und alle seine Fehlentscheidungen nicht als Strick gedreht habe. Nun muss ER aus dieser Komfortzone raus und ER muss den ersten Schritt machen. Und dabei meine ich nicht nur seine Tat betreuen und rumwinseln wie ein getretenes Hündchen. Schon traurig zu sehen, dass er einfach die Komfortzone "gewechselt" hat, denn seine Affäre hat ihn ja quasi vergöttert und sooo toll gefunden.
Auf das Spielchen "Ich musste mich ja anderen zuwenden, weil du. " würde ich mich keinen Zentimeter einlassen.
Schon reichlich dreist, aus dem eigenen Fehlverhalten noch Kapital schlagen zu wollen bei der Partnerin/dem Partner.
Es ist tatsächlich so, nach vielen Jahren fällt es zunehmend schwieriger, den anderen mit anhimmelndem Blick zu sehen, für seine Männlichkeit und Leistungen (für Fraulichkeit, Schönheit, Leistungen).
Wer das erreichen möchte, der muss zunächst seine Hausaufgaben gemacht haben.
Für einen Mann bedeutet das, dass man als Frau tatsächlich stolz sein kann, einen so tollen Kerl als Partner zu haben.
Und genau das würde ich kontern. Steigst du ein mit, "Aber ich habe dich doch immer geliebt, wie konntest du mir das nur antun" oder ähnlichem Blödsinn, zementierst du deine abhängige Rolle und wirst zunehmend unleidlich. Ende vom Lied wäre, du marodierst in deiner Freizeit durch ein Forum wie dieses und attestierst deinem Mann vorübergehende "Wahrnehmungsstörungen" und lobpreist Paartherapien, die zumeist ganz genauso in die Irre führen, wie du das gerade beschrieben hast.
"Ich glaube es könnte ganz natürliche Gründe geben, dass du bei mir einiges an Federn gelassen hast in punkto Attraktivität" ist die adäquate Antwort auf einen Betrüger.
"Dieses opferartige Gejammer, wie du passiv in eine Affäre gerutscht sein willst, tötet in mir sämtliche Gefühle ab".
Dann fröhlich pfeifend einen Mädelsabend nach dem anderen anleiern.
Entweder _er_ kriegt dann die Kurve, dich als Frau entsprechend wahrzunehmen und zu würdigen, das heisst dir wieder gehörig den Hof zu machen. Dich zu überzeugen, dass er "el hombre" ist, den du auch wirklich willst.
Oder, er geht wieder den einfachen Weg und lacht sich eine andere Frau an, die von seinen substanzlosen Spielchen noch keine Ahnung hat.
Das musst du einmal riskieren, wenn du das -berechtigte!- Gefühl los werden willst, du wirst gerade über den Tisch gezogen und die dabei entstehende Reibungsenergie soll dir (sogar mit therapeutischer Hilfe!) als Nestwärme verhökert werden.
