Hallo ihr Lieben,
danke für eure zahlreichen Beiträge. Ich werde versuchen auf alles einzugehen und hoffe, nichts wichtiges zu vergessen.
Zitat von E-Claire: Aller Wahrscheinlichkeit ist es nicht die Ruhe, die Du nicht aushältst, sondern es bildet sich in Dir eine irgendwann nicht aushaltbare innere Spannung, die Du dann im Außen versuchst abzubauen über das Austragen realer und nun ja realitätsverschobener Konflikte
ja, das kann ich gut nachempfinden. Ich würde nur gerne verstehen, woher das kommt. Wieso ich die Ruhe nicht einfach annehmen kann. Denn ich hätte auch gerne so eine vertraute Sicherheit und Ruhe in meinem Leben. Und ich weiß, rein rational, auch, dass ich ihm vertrauen kann und dass er mir nichts schlechtes wollte. Warum das in mir Zweifel auslöst, ich weiß es nicht. Ich habe mich in solchen Phasen häufig rückversichert, ob denn alles in Ordnung sei oder habe für Unruhe gesorgt (unbewusst).
Zitat von Scheol: Ein nicht zugewandter / nicht verfügbarer Elternteil , da fühlt sich das Kind nicht gesehen. Bekommt keine Aufmerksamkeit ….. man sagt das ein Kind was geschlagen / sanktioniert wird , mehr Aufmerksamkeit bekommt von den Eltern als wie ein Kind was nicht beachtet wird.
Ich selbst wurde nicht geschlagen. Die Gewalt zu Hause richtete sich gegen meine Mama. Trotzdem war mein Vater für mich nicht emotional verfügbar und ja trotzdem bedrohlich. Meine Mama war immer für mich da.
Zitat von E-Claire: Anders herum gefragt, warum ist es dir so wichtig, an dem Gedanken, Du wärst alleine an der Trennung schuld, weil Du nicht schnell genug eine Verhaltensänderung zusammengebracht hast, festzuhalten? Welchen Benefit ziehst Du aus dieser Haltung?
Zitat von E-Claire: Warum ist es unter keinen Umständen möglich, daß er vielleicht auch Anteile am Scheitern hat?
Das weiß ich auch nicht. Vielleicht weil so der kleine Fitzel Hoffnung bleibt, dass ich „nur“ mich ändern brauche und es dann nochmal funktioniert.
Damit erhalte ich mir ein bisschen Kontrolle. Was natürlich alles überhaupt nicht der Fall ist…
Ich habe ihm auch schon oft gesagt, dass ich gerne mehr wie er wäre. Ob ich ihn damit idealisiere, keine Ahnung. Aber ich finde wirklich keine Fehler an ihm; zumindest nicht solche, die eine Beziehung hätten scheitern lassen können.
Zitat von Catalina: Ich finde nicht, dass du schuld am Scheitern eurer Beziehung bist. Du hast dir deine Traumata nicht ausgesucht und hast es zu dem Zeitpunkt eben nicht besser gekonnt. Er anscheinend auch nicht. Daran hat aber niemand "Schuld", außer vielleicht der oder die Menschen, die dich traumatisiert haben
Danke.

das hat mich sehr berührt.
Zitat von GarstigeGräte: als jemand, der seinen Partner ebenfalls "weggeekelt" hat, kann ich deinen Schmerz sehr gut nachempfinden.
Das tut mir sehr leid und danke dir.
Zitat von GarstigeGräte: Dementsprechend viel Druck habe ich mir selber gemacht, um möglichst schnell wieder zu "funktionieren".
den Druck mache ich mir auch. Auch, weil ich mich selbst so nicht ertrage. Jeden Tag aufs Neue scheitere ich an simplen sozialerwünschten Fähigkeiten. Ich dachte mal von mir, dass ich ein guter Mensch bin. Momentan sehe ich nur das Unglück, das ich über alle bringe.
Zitat von bebee: warum keine paartherapieapie versucht?
ist es ganz sicher, daß das scheitern nur deinem verhaltenlten zuzuordnen ist?
Er wollte keine. Weil er in meinem Verhalten die Probleme sieht.