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Von Nah zu Fern - Erfahrungsaustausch gesucht

Kummerkasten007

Kummerkasten007


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Kann es sein, dass Du schon mal unter einem anderen Nick hier warst?

freund-verbreitet-chaos-bin-ich-zu-hart-oder-t63822.html

06.06.2021 13:23 • x 1 #16


bardon


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Zitat von Kummerkasten007:
Kann es sein, dass Du schon mal unter einem anderen Nick hier warst?


Dieses Phänomen liest man hier mindestens 2x die Woche, ist immer wieder nach gleichem Schema.

06.06.2021 13:27 • #17



Von Nah zu Fern - Erfahrungsaustausch gesucht

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papcu


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Hmm. Klingt ähnlich. Ist aber nicht meine Story. Ich hab es als sehr angenehm empfunden, zusammen zu wohnen und mein anfangs komisches Gefühl hat sich recht schnell gelegt.

Zu der Zeit waren wir auch schon in einer Fernbeziehung. Allerdings sehe ich parallelen insbesondere darin, dass ich keine Zukunft sehe und irgendwie das Gefühl nicht los werden kann, dass ich hingehalten werden könnte. Das Problem, dass er halt vor Ort natürlich viel Chaos hat und auch nicht ständig Zeit und Möglichkeit zu schreiben. Aber das führt bei mir zu einem komischen Gefühl, das sich erst wieder legt, wenn wir telefonieren oder zusammen.

Weshalb ich das überhaupt mit mache denke ich ist einfach seine Art, die ich mag und auch die Pläne, die er macht. Allerdings ist für mich im Laufe des Lebens entscheidender geworden was er tut und viele Pläne sind so weit für mich entfernt, dass ich keine Lust habe mit ihm sie weiter auszuschmieden. Daher gehe ich darauf entweder nicht ein oder würge sie ab, weil er erstmal sehen soll, dass er mit sich ins Reine kommt mit dem was er will und wo er überhaupt dauerhaft bleiben will.

06.06.2021 14:18 • #18


bardon


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Du kannst sowieso nichts ändern an der Situation, nur er kann das und ich denke nicht, dass er das so schnell tun wird. Ich würde mich nicht verlieren und hereinsteigern, auch wenn hier häufig die "Ratschläge" auftauchen "Zieh doch hin" und "Du musst jetzt dies und das..." ich bin weiterhin der Auffassung, wer unnötig für diesen Umstand sorgt, muss sich mehr bemühen und nicht alle anderen um ihn herum. Jeder hat heute seinen Alltag und keiner kann vom anderen erwarten, jetzt hier Bäume zu versetzen nur weil er, der die Wahl hatte, meint, er müsse sich verändern und alle andere mit ihm mit.

Ich habe das so oft erlebt, dass Träume, Visionen, Wünsche da waren wo man noch zusammen war, Kaum war dann die Situation wie sie ist, war plötzlich alles anders, die Realität holt einen oft ein, für Fernbeziehungen ist nicht jeder gemacht und es muss Perspektive geben und die sehe ich bei euch nicht. Wenn man weiß, ok - es ist ein Projekt von X Jahren kann man eine Entscheidung treffen, wenn man weiß, es sind nun mal vier Studienjahre und dann kommt eine gemeinsame Zukunft, aber so ein dahin gewabere, sorry, da würde ich nicht mal Zeit für Skype investieren, sei denn mir wäre sehr langweilig.

06.06.2021 17:08 • #19


Bumich

Bumich


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Zitat von papcu:
irgendwann muss man sich für irgendwas und gegen irgendwas anderes entscheiden


Danke für diesen Satz. Der kam bei mir gerade richtig.

Zitat von papcu:
ich bin schon jemand, der genervt ist, wenn ich weiß, ok, Donnerstag oder Freitag Abend muss ich Koffer packen, stehe dann wieder im typischen Pendlerstau an den klassischen Kreuzen und seit Corona abschwächt, merke ich die Verkehrszunahme deutlich, gerade an den Grenzbereichen und das nervt mich schon extrem. Ich muss immer wieder aufpassen, beim Telefonieren meinen Unmut nicht kund zu tun.

Verstehe ich total. Ging mir damals auch so. Für Fernbeziehungen muss man halt der Typ für sein. Ich bin es auch nicht.
Die Konsequenz war : Ciao Bella.

Zitat von papcu:
Und ich denke auch, ob ich es zu rosarot sehe, und einfach Zeit verschwende.

Das kannst nur du selbst beantworten.

06.06.2021 17:29 • x 1 #20


Bumich

Bumich


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Zitat von papcu:

Ich fahre etwa 4-5 Stunden mit dem Auto, je nach Verkehrslage.

Ich erkenne mich da so wieder, in deiner Story. Nur, bei mir waren es nur 120 km. 1,5 h Fahrzeit und mir war das nichts. Da lachst du bestimmt nur müde drüber, mit deinen 5 h.

06.06.2021 17:43 • x 1 #21


papcu


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Obgleich ich "Angebote" hätte, auch andere potentielle Typen kennenzulernen, bin ich mit fast 40 aber auch in einem Alter, wo ich zu schätzen weiß, was mir wichtig ist und er bringt bzw. brachte soooooooviele dieser mir wichtigen Eigenheiten mit, wäre er hier geblieben, wäre ich sicher, hätten wir eine wunderschöne Zeit, wären tolle Partner geworden, ich hab dieses Gefühl der Vertrautheit nie zuvor gespürt und hatte schon einige Beziehungen.

Ich weiß aber auch, dass er mich brauchte, die Umstände brachten es mit sich, dass er jemanden brauchte, sei es zum Organisieren, Packen, Umzug, Verladen und ich hab das gern gemacht, aber im Nachinein weiß ich nicht, ob er mich "gebraucht" hat und mir daher soviel Liebe gegeben hat oder ob das ehrlich war, ich bin mir unsicher, obwohl ich ihm total glaube, je länger er aber weg ist und je weniger intensiv wir Kontakt haben, da wir uns so oft halt nicht sehen, desto weniger weiß ich welches Gefühl stimmt und was ich mir einbilde.

Ich sage mir halt, er würde den Aufwand, zu mir zu kommen und überhaupt ständig anzurufen - er ruft mich an, nicht ich ihn - doch nicht machen, wenn er mich nur gebraucht hätte, denn jetzt braucht er mich definitiv (faktisch) nicht mehr, aber er hält den Kontakt.

Und andererseits denke ich mir trotzdem, mir fehlt einfach das "Ok, in 1 Jahr.....oder in 2 Jahren" und immer wieder mal, wenn ich im Stress bin denke ich mir: Wieso tu ich mir das an, genieß doch das Wochenende daheim im Garten, statt dessen eierst du jetzt hier stundenlang über die Autobahnen. Ich hab mir extra ein Navi zugelegt, was ich nicht brauche und denke mir jedesmal: Würde er das auch für mich machen? Oder bin ich hier wirklich der Hafen, wenns vor Ort kracht.

Es ist im Grund egal ob das 1 oder 4 Stunden sind, denn die Tatsache, dass man alles stehen und liegen lässt und ich auch jemand bin, der nicht zwingend den Kirchturm, aber die räumliche Nähe zu Familie, Freunden und auch Job braucht, und noch nie bereit war, alles für jemanden aufzugeben,.

Immer wieder kommen auch so Momente in dem Fall, wo ich mir denke, warum hab ich das nicht früher gekappt und wieso h ab ich nicht früher gesagt: Das führt doch zu nichts. Teilweise - grad am Anfang - hatte ich auch das Gefühl, er überfährt mich und nutzt mich aus, im Nachinein kommt mir das so. War ich nur gute Freundin oder was genau war ich.

06.06.2021 17:52 • #22


Bumich

Bumich


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Zitat von papcu:
ch sage mir halt, er würde den Aufwand, zu mir zu kommen und überhaupt ständig anzurufen - er ruft mich an, nicht ich ihn - doch nicht machen, wenn er mich nur gebraucht hätte, denn jetzt braucht er mich definitiv (faktisch) nicht mehr, aber er hält den Kontakt.

Vielleicht braucht er dich doch noch auf eine andere Art? Ich fürchte, viel Auswahl hast du da nicht. Entweder du machst das so mit oder beendest das. Oder du Kidnappst ihn und sperrst in Zuhause ins Kellerloch.

06.06.2021 18:21 • #23


bardon


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Zitat von Bumich:
Vielleicht braucht er dich doch noch auf eine andere Art? Ich fürchte, viel Auswahl hast du da nicht. Entweder du machst das so mit oder beendest das. Oder du Kidnappst ihn und sperrst in Zuhause ins Kellerloch.


Viele Auswanderer denken, dort wo ich hingehe, ist alles besser, ich kenn das Spielchen zu gut, egal ob innerhalb von Deutschland oder gar ins Ausland, häufig bleibt sogar der Arbeitgeber oder die Branche gleich. Da wird viel getrommelt und ein Hype gemacht, alles dort ist besser. Und wenn man insbesondere auch noch allein dort strandet, merkt man sehr schnell, wenn man nicht ein ausgebuffter Partylöwe ist, was zu diesen Zeiten auch noch zusätzlich schwer sein dürfte, dass dort niemand auf einen gewartet hat, die Probleme holen einen in den allermeisten Fällen ein, vor denen man geflohen ist, egal vor was und meist gibt es sogar neue Probleme.

Was das zu tun hat mit dem "er braucht mich noch?" Ganz einfach, wenn man einen sicheren Hafen hat, wo man im Notfall bei Sturm auf hoher See zurückkehren kann, fühlt sich das gut an und es geht in vielen Fällen ums Gefühl, jemanden zu haben, das reicht vielen schon aus. Also man muss ihn nicht in der eigenen Nähe haben, sondern nur das Gefühl haben, er ist im Zweifel da, wenn ich ihn brauch, auch wenn er physisch garnicht da wäre. Egal. Es reicht.

Man kann das Experiment auf die Ferne doch einfach führen, einfach mal 1-2 Tage den Kontakt zurück drehen, du wirst recht schnell sehen, dass der Anker zum Heimathafen schnell gestreckt wird und die Fühler ausgestreckt werden, wenn nicht, vergiss es sowieso, wenn ja, weißt du zumindest, der Hafen ist noch ansteuerbar. Was man selber draus macht, bleibt einem überlassen.

Ich selber würde niemals in eine Aktie investieren, wo ich keinen Plan hab, was da überhaupt hintersteckt und ich würde die Aktie allenfalls aus sicherer Entfernung beobachten, ich würde aber niemals so viel Geld, Zeit und Gefühl investieren in jemanden, der mir nicht sagen kann, wann er heim kommt, ob er heim kommt und was er im Leben überhaupt vor hat.

Spinnen wir das Spiel mal weiter, er bricht ab und zieht zu dir. Gut. Und jetzt lebst du in der Unsicherheit, dass ihn nicht doch wieder das Fernweh packt und er sich auf Reisen macht? Ich bin der Ansicht, wer bis in ein gewisses Alter kein Nest gebaut hat, womit ich nicht meine ein Haus bauen, sondern sich "niedergelassen" hat mit einer Wohnung oder einem Zuhause, der kommt nicht an und der hat nie gelernt anzukommen, der ist und bleibt rastlos und sucht irgendwas, was er nie findet.

Es ist im Grunde egal, es wird sich verlaufen, wenn du nichts investierst. Somit kannst du es sich auch verlaufen und laufen lassenn

06.06.2021 23:00 • #24


Bumich

Bumich


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Zitat von bardon:
Viele Auswanderer denken, dort wo ich hingehe, ist alles besser, ich kenn das Spielchen zu gut, egal ob innerhalb von Deutschland oder gar ins Ausland, häufig bleibt sogar der Arbeitgeber oder die Branche gleich. Da wird viel getrommelt und ein Hype gemacht, alles dort ist besser. Und wenn man insbesondere auch noch allein dort strandet, merkt man sehr schnell, wenn man nicht ein ausgebuffter Partylöwe ist, was zu diesen Zeiten auch noch zusätzlich schwer sein dürfte, dass dort niemand auf einen gewartet hat, die Probleme holen einen in den allermeisten Fällen ein, vor denen man geflohen ist, egal vor was und meist gibt es sogar neue Probleme.

Das ist doch meist so. Viel Geschrei um nichts. Das Gras bein Nachbar ist immer grüner. Dont belive the Hype. Ich will ja auch gerade mein Leben unkrämpeln, weg ziehen und neu anfangen. Mein Zweifel, ob ich nicht vor mir selbst und meinen Problemen weg laufe?
Ich kann mich nicht entscheiden was ich tun soll. Also tu ich nix und alles bleibt beim alten.

Zitat von bardon:
Was das zu tun hat mit dem "er braucht mich noch?" Ganz einfach, wenn man einen sicheren Hafen hat, wo man im Notfall bei Sturm auf hoher See zurückkehren kann, fühlt sich das gut an und es geht in vielen Fällen ums Gefühl, jemanden zu haben, das reicht vielen schon aus. Also man muss ihn nicht in der eigenen Nähe haben, sondern nur das Gefühl haben, er ist im Zweifel da, wenn ich ihn brauch, auch wenn er physisch garnicht da wäre. Egal. Es reicht.

Ja. In der Tat. Sollte das nicht eigentlich die Familie sein? Eltern, Großeltern, Geschwister usw? Und selig sind die, die für sich allein stehen können. Hat Jesus angeblich mal gesagt. Nichts ist schwerer als dieses. So schwer, dass die Menschen sich in die ungesundesten, verrücktesten Abhängigkeiten und Beziehungen stürzen.

Zitat von bardon:
ich würde aber niemals so viel Geld, Zeit und Gefühl investieren in jemanden, der mir nicht sagen kann, wann er heim kommt, ob er heim kommt und was er im Leben überhaupt vor hat.


Geld und Zeit, okay, dass kann man steuern. Gefühle kann man nicht steuern. Wieviel Gefühle da sind hat niemand in der Hand.
Unterdrücken und dem deine Aufmerksamkeit entziehen ja, aber steuern. Unmöglich. Das Herz ist zwar leiser und subtiler als der Kopf, aber immer stärker. Der Verstand hat gegen das Herz keine Chance. Das Herz hat alle Zeit der Welt. Das kann geduldig warten. Wenns sein muss bis in alle Ewigkeit. Der Verstand hat nur ein Leben lang Zeit. Daher wohl die rastlose Eile.
Ganze 700 jahre hat ein Pflanzensamen auf den richtigen Zeitpunkt zum Keimen gewartet. Welche Geduld. 700 Jahre lag er in der Erde und wartete. Und er wartet noch Heute ganz geduldig, auf die für ihn günstigen Umstände, damit er Keimen kann.
Faszinierend. Was ich damit sagen will, frag mich nicht. Ich habe keine Ahnung.

Zitat von bardon:

Spinnen wir das Spiel mal weiter, er bricht ab und zieht zu dir. Gut. Und jetzt lebst du in der Unsicherheit, dass ihn nicht doch wieder das Fernweh packt und er sich auf Reisen macht? Ich bin der Ansicht, wer bis in ein gewisses Alter kein Nest gebaut hat, womit ich nicht meine ein Haus bauen, sondern sich "niedergelassen" hat mit einer Wohnung oder einem Zuhause, der kommt nicht an und der hat nie gelernt anzukommen, der ist und bleibt rastlos und sucht irgendwas, was er nie findet.

Hmm. ich sehe das so. wenn du angekommen bist, bist du Tod. Im leben iwo ankommen zu wollen halte ich für eine Illusion.
Wir sind nur sehr kurz hier auf der Erde. Auf enen Sprung zu Besuch. Was willst du dich da groß häuslich niederlassen?
Ankommen ist für mich kein geographischer Ort. Ankommen ist innen. Egal wo auf der Welt man sich niederlässt. Und man findet es schon. Nur nicht im Außen. Sondern im Inneren. Man sucht nur an der falschen Stelle. Im Außen. Und man findet nichts. Daher die Rastlosigkeit. Iwo muss es doch zu finden sein? Ja. innen. Das hat aber nichts mit ankommen zu tun.
Ankommen zu müssen ist für mich nur eine Illusion.

Zitat von bardon:
Es ist im Grunde egal, es wird sich verlaufen, wenn du nichts investierst. Somit kannst du es sich auch verlaufen und laufen lassenn

Ja, das stimmt. Nur mit dem laufen lassen ist das ja immer so ein Ding. Erzähl das mal dem verrückten Ego. Erzähl mal einem irren was von Logik. Mit Wissen und guten Worten kommt man da nicht weiter. Da hilft nur die harte Tour um aufzuwachen.

07.06.2021 13:46 • #25



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