Zitat von Hühnchen130596:Daraufhin schrieb er mir etliche Nachrichten in denen er mir klarmachte, dass auch er dann Bilder und Videos von mir veröffentlichen würde. Und ob mir denn nicht aufgefallen sei, dass auf seinem Regal im Wohnzimmer eine kleine Kamera deponiert sei bzw. hinter der Couch ein Mikro. Und er könne sich ja in der Firma "verklicken" und diese Bilder u Videos an einen bestimmten Verteiler senden.
Auch das ist eine Straftat: Erpressung - oder vorgetäuschte Erpressung(sfähigkeit), falls er geblufft haben sollte.
Hast Du diese Nachrichten noch?
Heb sie Dir gut auf, damit Du Belege dafür vorweisen kannst, falls die Sache nun doch noch eskaliert.
Zitat von Hühnchen130596:Ich will nicht jammern, ich hatte mir die Suppe selbst eingebrockt.
Daß Du Dir eine
Affaire mit ihm selbst eingebrockt hast, ist korrekt.
Aber selbst Deine Drohung, der Ex mehr über Euch zu berichten rechtfertigt keinesfalls eine dermaßen massive
Erpressung.
Nimm Dich und Dein Recht bitte wichtiger als bisher.
Zitat von Hühnchen130596:Ich hatte ihn auch gestern beim Heimgehen gesehen, da ging er gute 10m hinter mir. Gegrüßt hatte ich dann aber absichtlich nicht mehr. Und er mich auch nicht. Wenn es so bleibt, ist das Problem für mich erledigt solang er mich in Ruhe lässt.
Hier hast Du Dich richtig verhalten.
Du schriebst in einem früheren Beitrag, daß Du nach seiner beleidigenden Begrüßung zuvor wortlos weiter in Dein Büro (oder wohin auch immer) gegangen warst.
Ich denke, hier ist jetzt eine Situation eingetreten, in der Du wirklich mal einen
Schnitt ziehen und ihm ab sofort nur noch kalte Ablehnung entgegenbringen kannst und solltest. Grüß ihn auch weiterhin nicht mehr und ja: Sollte er Dich ab sofort in Ruhe lassen und dienstlich weiter ordentlich kooperieren, dann laß gut sein.
Aber wenn er Dich jetzt noch ein einziges Mal in irgendeiner Form mies angeht, dann setz ihm bitte
sofort insofern eine Grenze, daß Du ihm per Email mitteilst, sein Verhalten - das mit der "Hallo Schl." am Datum x. ebenso wie das nun am Datum x. erfolgte - sei unprofessionell, säxistisch und insofern geneigt, den Betriebsfrieden zu stören. Fordere ihn auf, dies unverzüglich einzustellen und zu einem dienstlich-sachlich-höflichen Umgang mit Dir zurückzukehren, ansonsten behalte Dir weitere Schritte (schreib nicht: welche!) vor. Gruß, Name, Punkt. (Bitte nicht: "Mit
freundlichen Grüßen", sondern bloß
Gruß, Name).
Bleib so klar, aber auch knapp wie möglich.
Solle er danach Rabatz machen, wende Dich
sofort an den Betriebsrat, damit Du so rasch wie möglich Unterstützung findest.
Solltet Ihr keinen Betriebsrat haben (etwa weil Euer Unternehmen zu klein dafür ist), dann wende Dich
sofort an Deinen Vorgesetzten.
Sollte der auch nichts unternehmen wollen (wozu er aber wie gesagt gesetzlich verpflichtet ist), dann laß Dich von einem Anwalt beraten, inwieweit es Sinn macht, seine Erpressungsmails und den bisher erfolgten Schriftwechsel in Sachen Beleidigung am Arbeitsplatz herzunehmen und damit Strafanzeige wegen versuchter Erpressung sowie des Verdachts auf Nötigung / Mobbing bei der nächsten Polizeidienststelle zu erstatten. Ggfs. kann der Jurist Dir dabei auch helfen oder Dich begleiten, etc.
Selbst wenn Du keine Rechtsschutzversicherung dafür haben solltest: Scheu bitte die Ausgaben nicht. A) gibt es Prozesskostenbeihilfe und b) sei Dir selbst das bitte wert.
Nochmal: Niemand muß sich in dieser Weise behandeln lassen.
Dienst ist Dienst und Bettgeschichte ist Bettgeschichte. Und
Erpressung ist und bleibt nichts anderes als
das, Punkt.