Zitat von SchnauzeVoll: Wann ist Partner verlassen moralisch legitim?
Mögliche Gründe gibt es einige, etwa wenn der Partner
- fremdgeht
- sich ohne äußerlich erkennbare Gründe plötzlich dauerhaft im Bett verweigert und jegliche Therapie (Gynäkologe/Urologe, Endoktrinologe, Psychologe) ablehnt
- entgegen vorheriger Absprache plötzlich keine Familie mehr gründen will oder umgekehrt
- eine bestehende Unfruchtbarkeit bewußt verschwiegen hat
- straffällig geworden ist
- seine Weltanschauung und damit den partnerschaftlichen Lebens- sowie den Erziehungsstil für die gemeinsamen Kinder nachträglich fundamental ändert
- heimlich die gemeinsamen Konten plündert oder nicht länger bereit ist, seinen finanziellen Beitrag fürs gemeinsame Leben zu leisten, sondern zum Schmarotzer mutiert
- unabgesprochen aus- und in eine andere Wohnung oder gar ins Ausland zieht (etwa um eine andere Stelle anzunehmen)
- null Respekt, Liebe, Fürsorge, Vertrauen mehr zeigt und vor allem nicht bereit ist, darin ein Problem auch nur zu sehen, geschweige denn es gemeinsam aufzuarbeiten
- etc pp
Kurz gesagt:
Wenn die Beziehung zuvor (!) klar formulierte Erwartungen nicht mehr erfüllt, eine Rückkehr dazu auch nicht mehr real erscheint, nachdem entsprechende Bemühungen restlos erschöpft wurden und gescheitert sind, und wenn durch Verbleib in der Beziehung gesundheitliche oder (vom Partner grob fahrlässig oder gar bösartig verursachte) existentielle Dauerschäden drohen, dann ist es IMO ok, die Reißleine zu ziehen.
Entscheidend ist für meine Begriffe, daß man vor und während der Beziehung keinen Zweifel daran läßt, wo der Hammer im Zweifel hängen wird... dann braucht sich auch keiner "überrascht" zu fühlen, wenn er tatsächlich fallen sollte. Und tut er es doch, würde ich mich damit nicht emotional erpressen lassen.