Zu Eurer Unterhaltung ein Schwank aus meinem Leben: ich habe meinen Ex-Mann verlassen bevor ich eine Beziehung mit einem anderen anfing. d.h. die Trennung stand eh schon fest und eigentlich wollte ich erstmal alleine leben. Der andere hatte aber nichts besseres zu tun, als seine bereits marode Ehe zu beenden, um mit mir zusammen sein zu können. dann hatte ich noch was mit einem anderen verheirateten mann

(ONS, Urlaub, ich 18J.) der mir erzählt hatte, er sei geschieden. Nach dem ONS hat er sich dann aber tatsächlich getrennt. Auch hat er sich bei mir entschuldigt, dass er mir nicht die Wahrheit gesagt hatte. Seine Ex wurde übrigens meine beste Freundin damals.
Nun, man könnte mir vorwerfen, ich hätte zwei Ehen zerstört. Aber das stimmt nicht. In beiden Fällen haben ich nicht mit einer Beziehung gerechnet oder anvisiert. Die Entscheidung sich zu trennen haben beide ohne mich getroffen. Gewiss kann man sagen, dass ich irgendwie der Auslöser war, aber nicht der Grund. Es gab auch auf keiner Seite eine Affäre, sondern die Fronten wurden sofort geklärt.
Es ist nicht so, dass ich die Unwegsamkeiten der Menschen nicht kenne, war ja selber mitten drin. Aber sobald man merkt, dass man sich zu einem anderen hingezogen fühlt und die bestehende Partnerschaft schon zu ende ist, dann sollte man sofort Farbe bekennen. Ich hätte mich mit keinem Mann eingelassen, der sich nicht entscheiden kann. Wobei ich, wie gesagt, überhaupt keine Beziehung zu beiden im Auge und es daher für mich überhaupt keine Handlungsnotwendigkeit gab (außer halt bei mir mich von meinem Mann zu trennen).
Und auch wenn ich jetzt sagen könnte, dass ich einen "Freifahrschein" meinem Mann gegenüber hätte, so würde ich es ihm auch sofort sagen, wenn sich was anbahnen würde. Denn nicht das Verlieben in eine andere Person ist das Problem (tragisch, gewiss) sondern das Lügen. Und da mach ich nicht mit.
Mein Mann weiß auch, dass ich im Forum schreibe und intensiven Kontakt mit manchen (auch Männern) zu dem Thema habe/hatte. Vielleicht liest er auch mit. Aber ich bin nicht gut im Verschweigen von relevanten Sachen. Hoffnungslos.