trauerweide83
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Ja konfliktscheu war meiner auch - immer. Er hat immer gleich alles furchtbar persönlich genommen und man könnte nicht mit ihm reden. Ich habe immer dafür plädiert, dass Diskussionen und Streit zu einer Beziehung dazugehören, aber er wollte das nicht verstehen.
Angeblich ist er ja schon seit Monaten unzufrieden. Das meine ich mit dem Miteinanderreden. Als Gründe nannte er mir aber auch eher Maues: Routine, Langeweile und eben meine angeblichen Lebenswünsche, die er sich allerdings aus der Nase zog. Ich denke, die Initialzündung war in Wirklichkeit die Begegnung mit der anderen Frau.
Das mit der Routine stimmt natürlich zum Teil, klar sitzt man auch zusammen auf dem Sofa. Aber einer unserer Stärken war immer, dass wir auch viel unternommen haben. Auf Konzerte gingen, oder Ausflüge machten. Auf ein Wochenende wegführen. Jetzt sagt er, wir hätten gelebt "wie ein altes Ehepaar".
Ja, ich sprach vom Heiraten. Aber ich habe immer gesagt, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, seine Angelegenheiten zu regeln. Es ging mir darum, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Er hat zu mir gesagt, dass es das in ihm ausgelöst hätte...wenn ich nicht davon angefangen hätte, wäre er nicht ins Grübeln gekommen...also soll es jetzt meine Schuld sein?
Das Gemeine ist, dass ich ihn all die Jahre unterstützt habe. Er war immer unzufrieden im Job und ich habe ihn bestärkt, einen anderen Weg zu gehen. Habe ihn immer gegen jede Kritik verteidigt. Bin zuversichtlich gewesen wenn er es nicht könnte. Und jetzt hat's geklappt. Er hat seinen Traumjob. Alles könnte gut sein. Und ich werde beiseite gestellt wie ein alter Fernseher.