VictoriaSiempre
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Zitat von Sternenfischerin:
Für mich hat das nichts mit Schuld zu tun, sondern mit Respekt und Vertrauen,
was er/sie bei einem Betrug gegenüber seinem Ehe-Partner nicht (mehr) hat.
Für mich hat es schon mit "Schuld" seitens des Betrügers zu tun: Er hintergeht eine Person, die ihm vertraut. Meistens hintergeht er sogar zwei Personen
Verantwortung übernehmen finde ich wichtig. Jeder in so einer Dreier-Konstellation ist zunächst mal für sich selber verantwortlich.
Der Betrüger, der ach herrjeh so zerrissen ist zwischen Pflicht und Kür. Man kann den Kuchen nun mal nicht essen UND behalten. Da muss man eine Entscheidung treffen und jemanden verletzen, womöglich auch sich selber. Oder man entscheidet, es laufen zu lassen (so lange es irgendwie gut geht) -> seine Verantwortung, er kann sich auch deutlich positionieren und muss das nicht mitmachen
Die Affäre, die weiß, dass das OdB offiziell "besetzt" (Klospruch auf meiner früheren Stammkneipe "Männer sind wie Toiletten - entweder besetzt oder beschissen" und neee, stimmt nicht! Jedenfalls nicht immer
Die Ehefrau, die merkt, dass irgendwas nicht mehr rund läuft (und nein, es ist oft nicht der 6, der nicht mehr funktioniert), sich nicht mehr gut und vertraut in der Ehe fühlt, die nach evtl. Auffliegen einer Affäre sich abstrampelt mit waswasich und Paartherapie und trotzdem hadert -> ihre Verantwortung, sie muss das nicht mitmachen
(Bitte in genderneutral selber übersetzen, trifft für mich alles auch für Betrügerinnen, Gleichgeschlechtliche, Transgender und Rotkarierte zu)
Eigenverantwortung ist für mich das A&O. "Ich hab alles für ihn getan...", "Ich hab alles für sie aufgegeben..." - ja und? Freiwillig oder wäre man sonst gevierteilt worden? Egal, welche Position man in dieser Konstellation inne hat. Es waren eigene Entscheidungen.
Als betrogene Ehefrau kann ich die Affärenfrau/jetzige Lebensgefährtin meines Gattens auch ungerechterweise (ich kenne sie nicht) erst mal nicht leiden, womöglich oder sogar wahrscheinlich ist sie ne ganz Nette. Aber Ihr die Schuld oder sie in den Dreck gezogen hab ich nie. Sie hat sich in den gleichen Kerl verliebt wie ich seinerzeit - spricht doch für mich und meine Partnerwahl
Ich bin übrigens aus der Gemengelage freiwillig raus und habe für mich entschieden, dass ich den ganzen Sch.eiß nicht mehr will. Ich denke, dass ich am wenigsten von uns Dreien damit hadere, auch wenn ich natürlich traurig bin, dass meine Ehe nicht funktioniert hat.
vielleicht verdrängen manche diese Zweifel, die einem ja warnen können... Bei einigen funktioniert diese innere Alarmglocke, bei anderen wohl nicht