Zitat von Tempest:Wieso, es gab schon immer alte vertrocknete Jungfern
Noch ein Grund, der Emanzipation dankbar zu sein: man kann heutzutage alleinstehend UND entjungfert sein. Halleluja!
Zitat von Zugaste:In deinem Klassiker ist der Kerl natürlich bedürftig nach S. und anstatt ehrlich zu kommunizieren nutzt er die Gefühle und Hoffnungen der Frau aus.
Oder, wie @NurBen es geschildert hat, er ist einfach scharf auf die Frau und schwärmt von ihr, ohne zu kapieren dass er damit Verliebtheit signalisiert.
Ich möchte noch einmal Bezug darauf nehmen dass zuvor Thema war, dass Männer und Frauen in gleichem Maße se*uell freizügig agieren können.
Das mag rein faktisch stimmen, es gibt niemanden der das verbietet und die moderne Haltung dazu ist ja auch eindeutig (vor allem Frauen, aber auch Männer schreiben hier ja inbrünstig überzeugt, dass Frauen sich wie Männer nehmen können, wollen und sollen wonach ihnen der Sinn steht). Auch ich finde diese Haltung
richtig.
Sie ist aber meiner Erfahrung nach nicht
realistisch. Hand aufs Herz, Frauen: wurdet ihr schon mal nach der Zahl eurer Bettgeschichten befragt und habt abgerundet? Hand aufs Herz, Männer: würdet ihr eine Frau zur festen Partnerin wählen, die bei euch den Eindruck hinterlassen hat, sie sei leicht zu haben?
Ich glaube, trotz aller moderner Denke und veränderter Rollenbilder sind wir unbewusst von den tradierten Vorstellungen geprägt. Ein toller Hecht ist eben auch heutzutage immer noch was anderes als die Dorfmatratze.
Zitat von Zugaste:Sind eurer Meinung nach die größten Unterschiede zwischen Mann und Frau die körperliche Überlegenheit?
Ein offensichtlicher Unterschied. Aber Menschen sind auf vielfältigste Weise verschieden, ich denke der Fokus muss daher auf der Frage liegen, wie Gerechtigkeit und Gleichberechtigung funktionieren können in einer Welt, in der extreme Unterschiede und auch extrem unterschiedliche Bedingungen herrschen.
Wäre doch zu schön, wenn nicht-gleiches trotzdem gleich-wert wäre.
Zitat von NichtLustig:wenn ich mir die Liste so anschaue und bedenke, dass man den Frauen lange Zeit keine ausreichende Bildung gestattet und das Gremium lange Zeit ausschließlich männlich war, haben sich die Frauen wirklich tapfer geschlagen
Kurioserweise haben meiner Erfahrung nach meistens diejenigen Herren, die gern süffisant auf die überragende männliche Intelligenz hinweisen, besondere Mühe damit solche vielfältigen soziokulturellen Aspekte zu erfassen, die womöglich zu den von ihnen beobachteten Effekten beigetragen haben könnten.