Zitat von Jetti: Ich denke gerade, dass ich immer und immer wieder zuviel nachdenke.
Glückwunsch zur Geburt dieses gesunden Overthinkings
Zitat von Jetti: Ich denke gerade, dass ich meinen Entscheidungen und meinem Handeln unter Stress nicht vertrauen kann. Ich hätte es wissen müssen.
Joah, hinterher ist man halt immer noch klüger, nicht wahr?
Doch wenn Du in Deiner Selbstkritik schon bis zu dem Punkt vorgedrungen bist? Dann wäre es doch jetzt an der Zeit Dich zu fragen: Was hat mich in solchen Stress versetzt? Kann ich dem vorbeugen? Die Situation anders bewerten, sie mich nicht unter Druck setzen lassen? Oder ist das was, dem ich ausgeliefert bin? Und wenn Du dem ausgeliefert bist - was hat Dich dazu gebraucht so und nicht anders zu reagieren? Kannst Du das bearbeiten? Verzögern? Durch eine Pause, ein Vertagen? Durch Durchatmen?
Und wenn das alles nix ist?
Wir haben alle unsere "Trigger" Unsere schwachen Punkte. Dinge, auf die wir steil gehen. Manchmal ist das so. Kannst Du Dir das zugestehen? Dass Du ein emotionaler, fehlerhafter, unperfekter, einmaliger und liebenswerter Mensch bist, der auch mal falsch reagiert. Trotz besseren Wissens - was vielleicht aber gar nicht gut genug gewusst war? Nicht genug kapiert war?
Mach Dich doch nicht selbst dafür fertig, dass Du mal blöde oder unklug reagiert hast. Du bist Mensch, keine Sortiermaschine. Die sich übrigens auch gerne verheddern, wenn ein Format nicht passt. Du bist kein allwissend, allmächtig, allgütig. Du bist Du. Mit allen Ecken, Fehlern, Kanten, Narben und Vorzügen. Wie zum Bespiel dass Du Deine "Fehler" hinterfragst.
Der kritischste Blick dem Du je ausgesetzt bist? Ist der eigene. Neben dem der Eltern, denen man es sowieso nie recht genug machen kann. Sei nicht zu streng mit Dir.