QueenA
Mentorin
- Beiträge:
- 8577
- Themen:
- 16
- Danke erhalten:
- 19196
- Mitglied seit:
Danke dir für deinen Beitrag und die Klarheit, mit der du dich positionierst. Das habe ich als sehr reflektiert und wohltuend empfunden.
Vieles von dem, was du beschreibst, deckt sich stark mit meinen eigenen beruflichen Erfahrungen. Ich komme ebenfalls aus dem sozialen Bereich und arbeite im Kontext von Integration. Dort erlebe ich tagtäglich, wie engagiert, motiviert und belastbar viele Menschen sind, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind, gerade auch in Bereichen, ohne die unsere Systeme längst nicht mehr funktionieren würden.
Auch im Beratungskontext mit Familien sehe ich sehr deutlich: Herausforderungen mit Kindern, Beziehungen, Überforderung oder Konflikten ziehen sich durch alle sozialen Schichten und Herkunftsbiografien. Das ist kein migrationsspezifisches Thema, sondern ein gesellschaftliches.
Deinem Punkt zum politischen Versagen stimme ich ebenfalls zu. Die Probleme sind seit Jahren bekannt, in Pflege, Rente, Bildung, Verwaltung, aber es fehlt an klaren Konzepten und konsequenter Umsetzung. Migration wird dabei oft zum Projektionsfeld für Versäumnisse, die strukturell und politisch verursacht sind.
Gerade deshalb finde ich es wichtig, das Thema differenziert zu betrachten: Probleme klar benennen, aber ohne pauschale Schuldzuweisungen. „Alle raus“-Parolen lösen nichts, sie verdecken eher, wie abhängig viele Bereiche längst von Zuwanderung sind.
Danke, dass du deine Perspektive geteilt hast. 🙂
@Femira, dein geteilte Beitrag von Andrea Messerschmidt (BELTZ) spiegelt für mich auf wissenschaftlicher Ebene genau das wider, was viele von uns hier aus der Praxis schildern. Passt gut! 🙂