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Was denkst du gerade?

Besserwisser60
Zitat von HeavyDreamy:
Der Arzt verdächtigt Krebs, weiss es aber eben nicht 100% und der Patient bekommt Todesangst, trotz vielleicht noch mit Zuspruch Heilungschancen gut, und bringt sich um.
Dieser Arzt möchte ich dann nicht sein.

Es gibt das Mammographie Screening für Frauen, alle 2 Jahre, welches ich regelmäßig mitmache.

Die Bildgebung ist hier maßgeblich und ich gehe hin, weil ich wissen möchte, wie hier mein Status ist und betrachte es als sinnvoll.
Ja, mir ist klar, dass es in der Kritik steht, aber es gibt überall Kritiker, die mit ihrem Halbwissen gerne Panik schüren.

Wie ist denn deine Meinung dazu?

Zu deinem Beispiel: Das erscheint mir nicht schlüssig und logisch, warum man sich umbringen sollte, wenn man so und so Todesangst hat. Ist es nicht ein Teil des Lebens, sich damit zu befassen, dass man sterben könnte und unsere Mediziner sind doch Teil des Systems und dazu da uns aufzuklären und zu heilen und eine Verdachtsdiagnose vorher ist doch normal und kann nur mit Diagnostik, Labor usw.bewiesen werden. Anders geht es doch gar nicht Am Kopf kratzender Smiley

x 2 #18796


C
Zitat von HeavyDreamy:
Der Arzt verdächtigt Krebs, weiss es aber eben nicht 100% und der Patient bekommt Todesangst, trotz vielleicht noch mit Zuspruch Heilungschancen gut, und bringt sich um.
Dieser Arzt möchte ich dann nicht sein.


Ich glaube, es liegt an Unwissenheit, was ein Arzt zu tun hat.
Er muss aufklären. Er muss den Verdacht äußern.

Nicht vergessen, alles wird dokumentiert und er muss Rechenschaft gegenüber der KV ablegen.
Dazu gehört natürlich auch die Patientenaufklärung.

Diese Empfindlichkeit, das ist Patientensache bzw. deren oft überhöhten Ansprüche.

Der Arzt wird jetzt nicht erst ein Psychogramm erstellen können. Das ist auch nicht sein Aufgabe.

Dein Fall klingt jetzt sehr konstruiert und ein Patient mit solch schwachen Nerven war sicher schon vorweg in psychotherapeutsicher Behandlung. Wenn nicht, sein Problem und nicht dem Arzt anzulasten.

x 3 #18797


A


Was denkst du gerade?

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Hedwig11
Bei dem erwähnten Tumor im Bauch holte ich mir eine Zweitmeinung. Diese Ärztin bemerkte meine Angst und beruhigte mich mit vielen Argumenten, machte mir Hoffnung usw. und hatte letztlich auch recht.

Der erste Arzt hatte mir einfach nur das Wort Tumor an den Kopf geknallt. Ich war damals erst Anfang 20 und verließ die Praxis mit dem Gefühl, einen Vorschlaghammer gegen die Stirn bekommen zu haben.

Der neuen Ärztin blieb ich über 20 Jahre treu, weil sie menschlich und einfühlsam war.

x 4 #18798


Besserwisser60
Zitat von Hedwig11:
Der erste Arzt hatte mir einfach nur das Wort Tumor an den Kopf geknallt. Ich war damals erst Anfang 20 und verließ die Praxis mit dem Gefühl, einen Vorschlaghammer gegen die Stirn bekommen zu haben.

Hast du auch bekommen....unsensibler, als dieser Arzt, geht wohl nicht mehr. Aber auch Ärzte sind verschieden und nicht jeder hat hier das nötige Fingerspitzengefühl. Ich habe da auch so einiges erlebt.

x 3 #18799


HeavyDreamy
Zitat von Besserwisser60:
Es gibt das Mammographie Screening für Frauen, alle 2 Jahre, welches ich regelmäßig mitmache.

Die Bildgebung ist hier maßgeblich und ich gehe hin, weil ich wissen möchte, wie hier mein Status ist und betrachte es als sinnvoll.
Ja, mir ist klar, dass es in der Kritik steht, aber es gibt überall Kritiker, die mit ihrem Halbwissen gerne Panik schüren.

Wie ist denn deine Meinung dazu?

Ich finde es gut, dass es sowas gibt. Da hat jeder selber die Wahl hinzugehen, um zu schauen, ob alles oke ist.
Allerdings sieht man bei der Mammo auch andere Dinge, zb Geschwülstungen.
Meine Schwester hatte ne Mammo, man sah da dann was, die Frau dort meinte dann, oha was gefunden, sie müssen es abklären lassen, meine Schwester Angst bekommen ohne Ende - und zum Schluss wars einfach nur ein Lipom Lachendes Gesicht

Ich selber gehe zu keiner Mammographie Lachendes Gesicht

Es gibt ja auch die Darmspiegelung, ob alles oke ist. Auch die mache ich nicht.
Aber ja, das ist so meine Entscheidung.
Jeder wie er/sie möchte Lachendes Gesicht


Zitat von Besserwisser60:
Verdachtsdiagnose vorher ist doch normal und kann nur mit Diagnostik, Labor usw.bewiesen werden. Anders geht es doch gar nicht

Er kann sagen: Wir haben einen Verdacht, möchten uns aber erst vergewissern, ob es auch stimmig ist.

Wenn der Patient dann fragt, was für einen Verdacht, oke, kann sich der Arzt dann auch zu äussern dann.

Aber einfach so auf den Kopf hauen - ja, finde ich einfach mies.


Zitat von Casey:
Der Arzt wird jetz nicht erst ein Psychogramm erstellen können. Das ist auch nicht sein Aufgabe.

Natürlich nicht, aber einen schlimmen Verdacht äussern finde ich persönlich einfach daneben.
Ausser der Patient möchte ausdrücklich einen Verdacht hören - gut, dann sollte man damit auch dann leben können.



Zitat von Hedwig11:
Der erste Arzt hatte mir einfach nur das Wort Tumor an den Kopf geknallt. Ich war damals erst Anfang 20 und verließ die Praxis mit dem Gefühl, einen Vorschlaghammer gegen die Stirn bekommen zu haben.


Genau das ist, was is meine.

So einen Verdacht äussern, ohne Fakten - einfach nur schlimm. Ich kann dich voll verstehen.
Wirst du sicherlich nie vergessen.

x 3 #18800


HeavyDreamy
So, ich hab Programm mit Bad, Büroarbeiten, Änderungsschneiderei und dann das schönste: Friseur 😍

Toll dass ich mit euch jetzt so gut diskutieren konnte Lachendes Gesicht Gefällt mir. Einer Meinung muss man nie sein.
Aber ne tolle Diskussionsrunde - find ich immer mega Lachendes Gesicht

x 2 #18801


C
Zitat von HeavyDreamy:
Natürlich nicht, aber einen schlimmen Verdacht äussern finde ich persönlich einfach daneben.


Er muss es sagen. Das ist seine Pflicht. Er muss zudem begründen können, warum er weitere Untersuchungen veranlasst. Es ist seine Aufklärungspflicht.

Wer das nicht hören will, sollte nicht zum Arzt gehen.

Das Leben ist hart, aber herzlos. 😉

Sicher sind viele unsensibel. Das ist aber mehr unserem System geschuldet. Wenn 5 Min. Gespräch nur abzurechnen sind, wird der Arzt, der auch Unternehmer ist, einen Teufel tun und aus lauter Gutherzigkeit bei jedem Patienten eine Ausnahme machen. So fasst er sich kurz und knapp, da er auch wirtschaftlich denken muss.

Wer es anders haben will, nimmt etwas Geld in die Hand und dann gibt es beim MRT sogar ein Extra Wartezimmer mit Keksen und einer netten Mitarbeiterin, die Händchen hält.

Wer es sich nicht leisten kann, kann froh sein, in einem so tollen Land zu wohnen, wo es das überhaupt noch gibt. Für lau, solche kostspieligen Untersuchungen.

Und dann wird sich aufgeregt, dass der Arzt nicht auch noch dies oder das ist.

Dieses Anspruchsdenken werde ich nie verstehen.

x 2 #18802


Blindfisch
Zitat von HeavyDreamy:
Ein ganz krasses Beispiel jetzt:

Ich hab da Beispiel. Ich hatte vor über 10 Jahren Bauchschmerzen. Hab mich ein paar Tage "gequält" bin aber dennoch auf Arbeit gefahren. Dann ging es nicht mehr und bin nach Feierabend direkt ins Krankenhaus in die Notaufnahme. Es war schon nach 19 Uhr und der Hausarzt hatte eh schon zu. Dort wurde ein Ultraschall gemacht. Diagnose: Ich habe mehrere Divertikel im Simga und die haben sich entzündet. Ergebnis: Ich wurde gleich stationär aufgenommen, auf 0-Diat gesetzt und Antibiotika verabreicht. Die Entzündung musste erst einmal abklingen. Als Kassenpatient lag ich in der Gastroenterologie-Abteilung mit 2 älteren Herren auf ein Zimmer. Beide nach einer Darm-Op mit künstlichen Ausgang. Da kann man erahnen, was ein einem zukommen kann.
Nach ein paar Tagen ging es mir wieder gut - da kam der Chefarzt zu mir und hat mich beraten: Die Divertikel werden immer wieder "Probleme" machen, es wird sich immer wieder entzünden und es kann im schlimmsten Fall zum Durchbruch kommen. Die "Lösung": Ein Stück des Darmes soll entnommen werden. In meinem Alter (ich war 33 oder 34) wäre so eine OP "leicht" zu überstehen, jedenfalls leichter als wenn ich älter wäre. Er war überzeugend. Ich habe ein Termin zur OP gemacht - sollte ca. 3 Monate später erfolgen. Alles Vorbereitet - auf Arbeit dafür gesorgt, das die Arbeit nicht liegen bleibt, Termine umgeplant, Familie bescheid gegeben. Ca. 2 Wochen vor der OP war zur "Vorbereitung" eine Darmspiegelung angesetzt. Im gleichen Krankenhaus. Ich hatte niemanden, der mich unter der Woche am Vormittag dort hinfahren hätte können bzw. ich wollte nicht, das meine Freundin sich extra Urlaub nehmen muss um mich zu fahren.
Also: Darmspiegelung ohne Vollnarkose - sodas ich danach selbst Auto fahren konnte.
Kein schönes Erlebnis - kann ich euch sagen - aber es hat mich vor einem Fehler bewahrt.
Der Arzt der bei mir die Spiegelung durchgeführt hat, hat die ganze Zeit mit mir gesprochen, alles erklärt. Ein sehr netter Arzt.
Meine Frage als er "fertig" mit mir war: "Und, wie schlimm ist es mit den Divertikeln?"
Er: "Welche Divertikel? Ich habe nur einen gefunden und der ist unauffällig."
Ich: "Aber der Chefarzt Dr. XX hat doch gesagt....ich habe in 2 Wochen mein OP-Termin...."
Er: "Wenn der Dr. XX das so sagt, dann wird es wohl so sein. Ich werden ihn nicht wiedersprechen."
Mir ist die Kinnlade runtergefallen.
Ich bin von der Liege direkt zur Verwaltung marschiert und habe den OP-Termin abgesagt. Mich beschleichte das Gefühl, das hier eine sinnfreie OP durchgeführt werden sollte, die wenig Risiko mit sich bringt, aber viel Geld in die Kassen gespült hätte.
Seit dem war ich noch 2 x zur Darmspiegelung - dieses mal mit Narkose - alles ohne Befund. Ich habe auch nie wieder Probleme mit dem Darm gehabt. Also Augen auf und lieber einmal mehr kritisch nachgefragt als einmal zu wenig.

x 6 #18803


Hummelbee8
Was denke ich mir gerade

Ich werde echt müde,das immer wieder jeder seine Meinung durchsetzten muss,das es keine fast keine Diskussionen mehr gibt wo nicht gleich gehässig ,gebissen wird...

Echt mühselig..... Man sollte echt Mal sich in den Spiegel schauen und mit sich selbst diskutieren ,bevor man auf andere herab sieht und meint meine Meinung ist höher als deine..

Echt ermüdend.....

x 2 #18804


Besserwisser60
Zitat von Blindfisch:
Also Augen auf und lieber einmal mehr kritisch nachgefragt als einmal zu wenig.

Absolut, ich habe gleich die Stirn gerunzelt, schon bei deinen ersten Sätzen.

Merke- wenn sich etwas nicht stimmig anfühlt, immer erstmal abwarten, bzw. eine 2. Meinung einholen.

Ein Chirurg wollte bei meiner pubertierenden Tocher (12) damals eine Knie Op durchführen, weil beide dick waren.Er zeigte mir ein Röntgenbild (das schon hat mich kritisch gemacht, denn es war nichts zu sehen) und meinte: "Das da muss weg"

Ich bin dann nur rückwärts mit ihr aus der Praxis raus und später ins Krankenhaus, wo ein guter Kniespeziallist war. Er meinte dann nur, ich habe es völlig richtig gemacht, das ist wachstumsbedingt und geht von alleine weg.

Und so war es auch.
Unmöglich der Chirurg, bin ich nie wieder hin gegangen.

Btw. deine Divertikel, habe ich auch, allerdings ohneProbleme, oft hilft es, wenn man dafür sorgt, dass der Stuhlgang immer gut "flutscht". Ich nutze dafür gerne Magnesium, auch teils überdosiert, der Rest wird so und so ausgeschieden.

x 3 #18805


B
Zitat von Casey:
Ohne Verdachtsdiagnose gibt es kein MRT. Wäre doch sinnlos, wenn der Arzt mir das nicht sagen würde und auf der Überweisung steht es sowieso drauf.

Genau this zusammen mit der Dokumentationspglicht und der sowieso existierenden aufkläungspflicht gibt es wenig andere Möglichkeiten.
Idealerweise einfühlsam. Da gibt es glaube ich sehr viele abgestumpfte Personen immer der Medizin.
Im übrigen:
Eine Mammographie dient doch der Übersicht, findet man was, muss halt abgeklärt werden.
Und genau das gehört auch kommuniziert.
Andererseits kann man auf Mammographie verzichten und im Zweifelsfall bemerkt man das mamakarzinom erst wenn es zu spät ist.
Jeder nach seiner Facon

x 1 #18806


Blindfisch

Ist da was dran?

x 2 #18807


Blindfisch
Zitat von Besserwisser60:
Btw. deine Divertikel, habe ich auch, allerdings ohneProbleme, oft hilft es, wenn man dafür sorgt, dass der Stuhlgang immer gut "flutscht". Ich nutze dafür gerne Magnesium, auch teils überdosiert, der Rest wird so und so ausgeschieden.

Divertikel entstehen über die Jahre bei sehr vielen Menschen. Eine gute Ernährung und wenig Alk. helfen dabei, das sich keine Entzündungen bilden.

x 2 #18808


Arella
Zitat von Besserwisser60:
Hast du auch bekommen....unsensibler, als dieser Arzt, geht wohl nicht mehr. Aber auch Ärzte sind verschieden und nicht jeder hat hier das nötige Fingerspitzengefühl. Ich habe da auch so einiges erlebt.

Deshalb ist es so unglaublich wichtig, dass wir die freie Arztwahl behalten dürfen. Da wird ja jetzt immer versucht irgendwo dran zu sparen, weil wir viel zu viele sind. Und das System uneffektiv teilweise. Ich hoffe nicht, dass man einem Arzt zugeordnet wird, so wie es bei bei den Schulen mit dem Sprengel ist.

x 2 #18809


T
Zitat von Casey:
Wer es anders haben will, nimmt etwas Geld in die Hand und dann gibt es beim MRT sogar ein Extra Wartezimmer mit Keksen und einer netten Mitarbeiterin, die Händchen hält.

Name, Adresse Körbchengröße, ich werde dann sofort anrufen 😇

x 1 #18810


A


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