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Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

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H
Zitat von Lukrethia:
Aber es ist wirklich so, dass sie dich stundenlang warten lassen mit Schmerzen, ohne dass dich überhaupt ein Arzt anschaut. Mein Papa ist in einem sehr schlechten, gesundheitlichen Zustand und ich weiß, dass die alle viel zu tun haben - aber wenn man ihnen eine Stunde lang beim Scherzen im Pflegerzimmer zuschaut, dann verliert man irgendwann das Verständnis, wenn man mit jemandem da ist, der vor Schmerzen nur mehr wimmert. Zumal das Problem nach Vorstellung beim Arzt in 3 min gelöst war - da hört es dann bei mir auf. Also ja, manchmal braucht es dann eben Übertreibung, damit man überhaupt dran kommt - vor allem weil außer uns sonst niemand da war. Würde auch beinhart in die Notaufnahme fahren und dort sagen, dass es eben nicht mehr geht.

Guten Morgen, ich war auch sehr irritiert über den Umgang einiger Pflegekräfte auf der Intensivstation. Mit der Erfahrung verschiedener Kulturen und meiner eigenen inneren Haltung, konnte ich die Schwestern und Pfleger inzwischen gewinnen. Ich bin äußerst freundlich, strahle sie an, lobe sie für ihren Job, bin dabei aber auch klar und direkt. Es hat funktioniert. Mein Vater bestätigt nun die zunehmende Freundlichkeit und dass sich um ihn gekümmert wird. Ich bin allerdings auch jeden Tag mehrere Stunden dort. Unterstütze somit ja auch, in dem ich mich kümmere, fütter, präsent bin.

Manche Menschen haben ihre Berufung verfehlt.

x 6 #19321


H
Arella: diese Problematik sehe ich auch. Ist in meinem Arbeitsbereich ähnlich. Hier ist dann gute Führung mit Haltung gefragt - es liegt nicht nur am Personalmangel. Ich bin auch für junge KollegenInnen zuständig und erwarte ganz klar eine Haltung, schaue auch drauf, spreche es an, wenn hier Defizite, Entwertung, fehlende Professionalität entsteht. Und ich bilde fort, bespreche Handlungsstrategien, und biete persönliche Gespräche an, um Überforderung, Unsicherheit zu vermeiden und Sicherheit anzubieten.

x 4 #19322


A


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S
Zitat von Plague:
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch entsteht da so schnell keine Abhängigkeit.

Unter den "richtigen" Vorrausetzungen schon.

#19323


Plague
Zitat von So-isses:
Unter den "richtigen" Vorrausetzungen schon.

Dann bleibt nur die Umstellung auf Metamizol.
Nicht ganz unumstritten, aber das stärkste nicht-opioidbasierte Schmerzmittel.
Besonders gut in Tropfenform oder direkt i.v. bei Koliken oder Spasmen.

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B
@So-isses
Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch ist die Gefahr einer Sucht klein. Natürlich nicht ausgeschlossen, aber durch Formulierung von dir bedeutet dass jede schmerzbehandlung in den Abgrund führt. Und das ist nicht wahr.
Für die Verzögerung mag es organisatorische Gründe geben. Dad ist nicht schön, aber andererseits herrscht auch keine akute Gefahr. Und ich weiß wovon ich spreche, hatte das Vergnügen auch schon. Kombin mit Krücken keine angenehme Zeit

#19325


ma24
@Himmelssonne
Ja, das können wir bestätigen. Wir haben in Bezug auf unsere Tochter immer wieder die Erfahrung machen müssen, dass Schwestern, aber auch Ärzte häufig nicht aktenkundig waren und v.a. beim Schichtwechsel deshalb z.B. Medikamente falsch oder gar nicht gegeben haben. Gott sei Dank hatte meine Frau aufgepasst und hat Schlimmeres verhindern können.
Schuldfrage? Unklar. Das wenige Personal ist häufig überfordert oder hat seinen Job nicht verstanden. Haben wir in mehreren, auch großen Häusern, feststellen müssen.

x 2 #19326


S
Zitat von Plague:
Dann bleibt nur die Umstellung auf Metamizol. Nicht ganz unumstritten, aber das stärkste nicht-opioidbasierte Schmerzmittel. Besonders gut in ...

Das bekam er davor schon. Und soll es jetzt noch zusätzlich nehmen.
Bin hellauf begeistert.

x 2 #19327


Hedwig11
@Plague Ich habe leider reichlich Erfahrungen mit Tilidin und Co machen müssen. Und das Absetzen war für mich jedes Mal sehr unschön. Es gab deutliche Entzugserscheinungen. Ich wollte die Medikamente irgendwann nicht mehr nehmen. Aber abruptes bzw zu schnelles Absetzen ist besser zu vermeiden. Langsam herunterdosieren!

x 2 #19328


B
Jedes Medikament hat Nebenwirkungen. Ungefährliche Medikamente kann es nicht geben. Von daher gilt es sich zu informieren, und vor allem selbst zu beobachten, was so passiert. Im Grundsatz kann man schon davon ausgehen, dass zugelassene Medikamente in erster Näherung wirken.

#19329


Fenjal
Zitat von Himmelssonne:
Ich bin allerdings auch jeden Tag mehrere Stunden dort.

Die Besuchszeiten sind begrenzt, 30 Minuten jeweils morgens und abends.
Ausnahmen präfinale Patienten.
Diagnostik und Therapie lassen keine stundenlange Anwesenheit Aussenstehender zu.

Zitat von Plague:
Metamizol.

Peripheres Analgetikum, das zusätzlich vasodilatativ wirkt und die Hämodynamik, vor allem bei älteren Patienten beeinflussen kann... Optiate wirken zentral und werden in aller Regel gut vertragen, wobei sie zusätzlich anxiolytisch wirken.

Wissen, Technik und schnelle Entscheidungsfähigkeit, bestimmen das Profil, weniger die Gunst der Angehörigen, die nur eigene Bedürfnisse im Fokus haben.

x 1 #19330


Plague
Zitat von Fenjal:
Peripheres Analgetikum, das zusätzlich vasodilatativ wirkt und die Hämodynamik, vor allem bei älteren Patienten beeinflussen kann

Du hast das Agranulozytoserisiko vergessen. 😇

x 1 #19331


S
Zitat von BernhardQXY:
@So-isses Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch ist die Gefahr einer Sucht klein. Natürlich nicht ausgeschlossen, aber durch Formulierung von dir ...

Bei einem sonst gesunden, stabilen Menschen ist die Gefahr klein.
Bei einem vorerkrankten, suchtgefährdeten Menschen aber eher nicht. Da wird es zur reellen Gefahr. Ich bin Krankenschwester, ich weiß leider bestens Bescheid.

x 1 #19332


Fenjal
Zitat von Plague:
Du hast das Agranulozytoserisiko vergessen. 😇

Akutsituationen, die Metamizol auslösen kann, sollte man händeln können.
Tägliche Laborkontrollen könnten dann BB veränderungen aufweisen, das ist richtig.
Oft auch viel später nach Verabreichung.

x 1 #19333


Plague
Zitat von So-isses:
Da wird es zur reellen Gefahr.

Ist halt wie so oft eine Nutzen-Risiko-Abwägung.
Oder gar keine Frage, wenn keinerlei vernünftige Alternativen zur Verfügung stehen.

x 1 #19334


H
Zitat von Fenjal:
Die Besuchszeiten sind begrenzt, 30 Minuten jeweils morgens und abends.
Ausnahmen präfinale Patienten.
Diagnostik und Therapie lassen keine stundenlange Anwesenheit Aussenstehender zu.

Hier schon. Ich sitze hier und wache über ihn…

#19335


A


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