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Was denkst du gerade?

PapaEmeritus
@HeavyDreamy

Das ist deine Meinung, und das ist vollkommen okay. Ich sehe es eben anders. Ich fühle mich sogar freier bei dem Gedanken, Nix verzeihen zu müssen.

x 1 #20401


Ameise_78
@PapaEmeritus ich differenziere da etwas, vergeben = mache ich für mich selbst. Für meinen Frieden. Dabei betrachte ich Vergebung als eine Form von Akzeptanz... in dem Sinne, das ist passiert und nicht mehr zu ändern. Was aber nicht bedeutet, dass mir etwas egal wäre, wenn ein Mensch sich mir gegenüber etwas richtig übles geleistet hat, kommt er dann einfach nicht mehr an mich ran... fertig. Mir persönlich tun solche Menschen, wie du deine Ex beschreibst, eher leid. Ich bin gerne mit mir alleine, weil ich mit mir im Reinen bin, aber Menschen, die solche Probleme haben, können nirgendwohin flüchten, sie nehmen sich selbst immer mit. --> in meinen Augen die größte Strafe und ich würde um nichts in der Welt tauschen wollen. Lachendes Gesicht
Allein beim Gedanken daran, selbst so drauf zu sein und nicht entkommen zu können, verspüre ich Panik.😅

x 2 #20402


A


Was denkst du gerade?

x 3


S
Zitat von PapaEmeritus:
st nicht böse gemeint, aber woher willst du das denn so genau wissen?

Was denn? Ich habe hier eben viele vermeintliche Klugheiten dagelassen Zwinkerndes Gesicht

#20403


HeavyDreamy
Zitat von PapaEmeritus:
Das ist deine Meinung, und das ist vollkommen okay. Ich sehe es eben anders. Ich fühle mich sogar freier bei dem Gedanken, Nix verzeihen zu müssen.

Gut, wenn du es anders siehst, ist das auch so oke.
Aber ja, deine Gedanken bestimmen dein Leben und wenn du nicht verzeihst, geistert in deinem Kopf eben viel negatives umher.

Dabei bist du ein absolut cooler Typ!

x 1 #20404


S
Zitat von HeavyDreamy:
Solange du nicht vergeben kannst, wirst du immer an ihr "festhalten".

Nicht falsch verstehen, aber das sehe ich tatsächlich anders und habe es auch so gelesen, dass Vergebung nicht für Loslassen notwendig ist.

x 2 #20405


PapaEmeritus
@Jane_1

Tatsächlich bin ich absolut kein Mensch der schwarz/weiß denkt. Aber bei diesem Menschen mache ich das. Und je länger das Erlebte her ist, umso mehr mache ich das. Ich weiß auch nicht, warum das ein Problem sein sollte. Warum muss man immer in allem was Gutes sehen, manche Erfahrungen sind nun einfach mal Schrott.

@Sincerite

Dass das immer irgendwelche verletzten inneren Kinder sind. Ich verstehe aber deinen Gedankengang. Man geht eben davon aus, dass jedes miese Verhalten eine Ursache hat, weil man eben davon ausgeht, dass positives Verhalten die Normalität ist. Und dann MUSS jedes Verhalten, was davon abweicht, eben eine Ursache haben. Das sehe ich eben nicht so. Vielleicht ist für diese Menschen ihr Verhalten ja die Normalität, genauso wie für dich und mich eben ein empathischer Umgang mit anderen Menschen ein Stück weit Normalität ist.

x 1 #20406


Ameise_78
Zitat von Sincerite:
Nicht falsch verstehen, aber das sehe ich tatsächlich anders und habe es auch so gelesen, dass Vergebung nicht für Loslassen notwendig ist.

Ich bin da tatsächlich eher bei @HeavyDreamy, für mich ist Vergeben ein Annehmen der Situation und zugleich Loslassen... indem ich akzeptiere, dass etwas so war (nicht, dass sich etwas wiederholen wird!) erlaube ich mir selbst, nicht weiter darüber zu grübeln = loszulassen.
Aber da hat sicher jeder eine eigene Philosophie.

x 2 #20407


HeavyDreamy
Zitat von Sincerite:
Nicht falsch verstehen, aber das sehe ich tatsächlich anders und habe es auch so gelesen, dass Vergebung nicht für Loslassen notwendig ist.

Kann jeder seine Meinung haben und äussern - kein Problem Lachendes Gesicht Und jeder kanns auch anders sehen oder spüren Lachendes Gesicht

x 3 #20408


PapaEmeritus
@HeavyDreamy

Natürlich. Es soll jeder seine Meinung dazu haben, und den für ihn besten Weg finden. Ich hab nur manchmal das Gefühl, dass einige nicht damit klar kommen, wenn man eben nicht den weichgespülten Weg geht, und in jedem und allem irgendetwas Gutes sieht. Und ich bin selbst erstaunt, dass ich so etwas sage, weil das eigentlich nicht meine Art ist. Du kennst mich etwas und weißt, dass ich niemand bin, der in schwarz/ weiß denkt. Überleg mal, wie lange ich noch versucht hab, die Frau zu verteidigen und irgendetwas Gutes zu sehen. Irgendwann hab ich eben damit aufgehört.

x 1 #20409


S
Zitat von PapaEmeritus:
Vielleicht ist für diese Menschen ihr Verhalten ja die Normalität, genauso wie für dich und mich eben ein empathischer Umgang mit anderen Menschen ein Stück weit Normalität ist.

Für diese Menschen ist es Normalität. Die Ursache für alles ist tief im Inneren vergraben. Diese Ursache wieder anzusehen, würde bei ihnen wieder massive existentielle Ängste auslösen. Das ist ihnen aber nicht bewusst.

x 1 #20410


HeavyDreamy
Zitat von PapaEmeritus:
Und je länger das Erlebte her ist, umso mehr mache ich das. Ich weiß auch nicht, warum das ein Problem sein sollte. Warum muss man immer in allem was Gutes sehen, manche Erfahrungen sind nun einfach mal Schrott.

Auch was Gutes sehen, nicht, was Gutes sehen.

Dass das absolut schlimm war alles, keine Frage. Aber das Gute ist eben auch: Du hast daraus gelernt, einen ähnlichen Menschen nicht mehr an dich komplett ranzulassen. Oder?


Zitat von PapaEmeritus:
dass einige nicht damit klar kommen, wenn man eben nicht den weichgespülten Weg geht, und in jedem und allem irgendetwas Gutes sieht. Und ich bin selbst erstaunt, dass ich so etwas sage, weil das eigentlich nicht meine Art ist


Genau, es ist nicht deine Art!

Ich kann dir nicht mehr schreiben, als dass du ein cooler Typ bist und du das Potenzial hast, aus dir herauszuwachsen, Zufriedenheit in deinem Leben zu spüren.

Und eins is sicher: Du bist eine emotionale Intelligenz!
Und das solltest du dir auf deinen weiteren Lebensweg nicht kaputt machen lassen, wegen Menschen, die toxisch waren Lachendes Gesicht

x 1 #20411


PapaEmeritus
@Sincerite

Und genau das sehe ich eben anders. Was diese Menschen antreibt, ist nix, was tief im inneren vergraben ist, sondern Grandiosität und die absolute Überzeugung, besser als andere und anderen überlegen zu sein.

x 1 #20412


Ameise_78
@PapaEmeritus
Wie lange ist deine Trennung denn her..? Ich denke es ist einfach sehr unterschiedlich wie lange jeder Mensch verletzt/wütend ist. Was absolut legitim ist...
Wenn es dir irgendwann völlig egal geworden ist, wird dir jede Emotion zu schade für das Thema sein.

Ich verstehe dich aber vollkommen: wenn man zB (nur als Beispiel!) gerade betrogen wurde, muss man nicht sofort einen Stuhlkreis bilden, Kerzen anzünden, Karten für Ex + Next schreiben und den gemeinsamen Urlaub als große Patchworkfamilie planen. Man hat das Recht dazu, erstmal verletzt und sauer zu sein und das raus zu lassen. Und überhaupt einfach sch... zu finden, dass so etwas überhaupt passiert ist.

Wenn es einem irgendwann egal ist und man wieder glücklich und zufrieden mit seinem Leben ist, muss man sich nicht mehr verbiegen, wenn man großzügiger über die Situation spricht. Man darf die Person, die einem das angetan hat, auch dennoch daneben finden. Denke nur, man wird nicht mehr besonders viel Energie darauf verwenden.

x 1 #20413


S
Zitat von PapaEmeritus:
Was diese Menschen antreibt, ist nix, was tief im inneren vergraben ist, sondern Grandiosität und die absolute Überzeugung, besser als andere und anderen überlegen zu sein.

Ja genau, ihr Selbstwertgefühl ist tief im Keller oder gar nicht vorhanden. Stattdessen sind Minderwertigkeitsgefühle vorhanden, die ein Dauerschmerz sind. So etwas entwickelt sich bei Kindern nicht in einem liebevollen und achtsamen Umfeld. Diese Grandiosität und besser als andere zu sein, ist ein Schutzmechanismus um den Schmerz der Minderwertigkeit nicht zu fühlen. Das ist nicht bewusst.
Aber das ist nur meine Meinung. Ich will dir deine Meinung nicht wegreden.

x 1 #20414


Ameise_78
@Sincerite
Ich sage es nicht gerne, weil es heute absolut in ist, in allem und jedem ein Opfer zu sehen... aber viele Menschen sind heute dermaßen verzogen und egoistisch, dass es ganz aus ist. 🙄
Und das ist leider auch mit ein Grund dafür, warum manche sich so verhalten und sich selbst nicht realistisch wahrnehmen.
Das Opfer Narrativ passt aber meist gut, und die Gesellschaft ist super anfällig dafür, selbsternannte Opfer zu hofieren, die gar keine sind.

Schwerverletzte leiden meistens still und werden eher als stark wahrgenommen.

x 2 #20415


A


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