Jane_1
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Zitat von PapaEmeritus:Und je länger das Erlebte her ist, umso mehr mache ich das. Ich weiß auch nicht, warum das ein Problem sein sollte.
Naja, weil schwarz/weiß denken eine starke Vereinfachung ist. Hier gut, da böse. So ist die Welt aber eher nicht.
Sowohl deine Ex als auch andere Menschen, die hier als "die" bezeichnet werden, sind seltenst nur widerlich und böse. Sonst wäre man ja mit diesen nicht zusammen gekommen. (Ich weiß, "sie" verstellen sich am Anfang etc). Dennoch glaube ich, dass man sich selber der Möglichkeit beraubt, zu reflektieren und zu lernen, wenn man keine Grautöne zulässt.
Das bedeutet nicht, dass es gut war, dass man all das erlebt hat. Der erlebte Schmerz wäre aber noch unnötiger, wenn man aus dem Erlebten nichts lernt und in Verbitterung und schwarz/weiß Denken endet.
Zitat von PapaEmeritus:Warum muss man immer in allem was Gutes sehen, manche Erfahrungen sind nun einfach mal Schrott.
Ja, sind sie. Es gibt unglaublich viel, dass kein Mensch im Leben braucht. Erkrankungen zB.
Man kann trotzdem verschieden darauf reagieren.
Zitat von PapaEmeritus:Warum kann Grandiosität nicht einfach Grandiosität sein? Warum kann es nicht einfach die absolute Überzeugung sein, besser als andere zu sein? Weil das unser humanistisches Weltbild angreift, dass jeder Mensch, der sich mies verhält, eine Wunde haben muss?
Ich glaube, dass es wirklich so ist. Der Mensch ist ein soziales Wesen und einigermaßen "gut" zu sein, steckt in uns drin. Fürsorgliches Verhalten gibt es ja auch bei anderen Tieren.
Es gibt "böse" Menschen, die Anzahl ist glücklicherweise klein. Sehr groß ist aber die Anzahl der Menschen, die aus Verletzungen heraus andere verletzen.
Was verzeihen angeht, gehe ich übrigens mit dir mit: es muss nicht alles verziehen werden.