wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.
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Worrior Mitglied
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@Error Ich finde auch dass das "warum?" hier gar keine Rolle spielt. Das sind Menschen die andere Menschen verletzen und schlecht behandeln, das wars schon. Vor diesen gilt es sich zu schützen, wer sich berufen fühlt diese zu heilen möge dies tun. Aber bitte nicht auf Kosten derer die unter ihnen gelitten haben.
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x 3#20626
PapaEmeritus Mitglied
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@Error
Danke. Wobei sich die Wut nicht mal unbedingt gegen diesen Menschen richtet, eher dagegen, dass oft versucht wird, das Erlebte irgendwie umzudeuten. Ich weiß, was ich erlebt hab, und wie sich das angefühlt hat. Und wenn man mir dann erzählen will, das Verhalten ist genau das Gegenteil von dem, nach was es aussieht, macht mich das einfach wütend. Es soll doch jeder den Weg finden, den er möchte, solange es ihm gut damit geht. Aber es kommt mir immer so vor, als würde man versuchen, die Wahrnehmung zu verdrehen und das hab ich schon mal erlebt. Von daher bin ich da vielleicht auch bisl kurz angebunden. Ich möchte ja auch nienamdem zu Nahe treten.
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x 3#20627
A
Was denkst du gerade?
x 3
Ameise_78 Mitglied
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@Worrior abgesehen davon hat die Psychologie/Therapie auch ihre Grenzen... man kann nicht alles heilen. Das dachte man früher mal, inzwischen gibt's genug wissenschaftliche Evidenz, die etwas anderes sagt. Die Vorstellung, jeden heilen und alles kurieren zu können gehört ins Reich der Märchen.
Das macht Selbstschutz nur umso wichtiger...
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x 1#20628
Worrior Mitglied
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@PapaEmeritus Durchaus verständlich, die Auswirkungen, des Handelns dieser Menschen, auf die Betroffenen werden ausgeblendet und abgesprochen. Dies mitunter durch Unbeteiligte die sich selbst als empathisch, psychologisch informiert, tolerant oder zum therapieren berufen fühlen. Auch von diesen wird dann Schuldumkehr betrieben um Dich indirekt in einen Täterstatus zu drängen. Du zählst nicht, Du bist überempfindlich, unempathisch, intolerant, egoistisch, hast kein Verständnis für diesen vermeintlich armen Menschen der Ja gar nichts dafür kann dass er Dir dies angetan hat. Besonderes Augenmerk wird auf ein vorverurteilendes, eigenes Verschulden gelegt dessen Du Dich angeblich schuldig gemacht haben sollst. Das Kranke, antisoziale und entmenschelnde wird gefeiert und gehypt, hilfst Du dem/der Täterin wirst Du gefeiert, ächtest Du die Tat bist Du angriffswürdig. Egal, ich sag nur so viel "nicht mehr mit mir."
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x 3#20629
HeavyDreamy Mitglied
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Zitat von Ameise_78:
abgesehen davon hat die Psychologie/Therapie auch ihre Grenzen... man kann nicht alles heilen
Eine Therapie ist immer Unterstützung, im Leben besser zurechtzukommen. Heilen kann ein Psychologe alleine nicht. Es liegt immer an den Menschen selber, sich aus gewissen "Sümpfen" herauszuziehen.
Wenn man in einer Therapie ist, muss man mitarbeiten, an sich selber zuhause weiterarbeiten, damit es besser wird.
Psychologie zeigt den Weg, gehen muss man ihn selber
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x 2#20630
S
Schnuddel74 Mitglied
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Zitat von Ameise_78:
Die Vorstellung, jeden heilen und alles kurieren zu können gehört ins Reich der Märchen.
Das hat man auch nicht früher geglaubt. Es gibt Persönlichkeitsstörungen, die sind nicht oder nur schlecht austherapierbar. Oft hilft aber schon eine Verhaltenstherapie, um die eigene Lebensqualität zu verbessern. So wie beim Autismus zum Beispiel.
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x 3#20631
HeavyDreamy Mitglied
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Zitat von Schnuddel74:
Oft hilft aber schon eine Verhaltenstherapie
Genau
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#20632
PapaEmeritus Mitglied
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@Worrior
Wobei das eine für mich das andere nicht ausschließt. Man kann diesen Menschen helfen wollen, und trotzdem diejenigen, die an diese Menschen geraten sind, ernst nehmen. Da dreht sich mMn aber immer irgendwie alles um die Verursacher. Wahrscheinlich würde eine „opferzentrierte“ Herangehensweise besser funktionieren. Vor allem für diejenigen, die sich nicht alleine aus dem Zirkus befreien können. Wenn denen dann aber erzählt wird, man müsse erstmal auf die eigenen Verfehlungen blicken, was man für Probleme und nicht aufgearbeitete Traumata hat, dann wird’s Mist. Das kann man immer noch machen, wenn man raus ist, und ist mMn nach sogar notwendig. Diese Menschen docken ja aber nicht an Problemen, sondern an positiven Eigenschaften, die andere Menschen eher zu schätzen wüssten, von diesen Menschen aber ausgenutzt werden.
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x 3#20633
Ameise_78 Mitglied
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@PapaEmeritus Kann ich dir nur absolut zustimmen. Sehe ich genauso.
Zitat von PapaEmeritus:
Diese Menschen docken ja aber nicht an Problemen, sondern an positiven Eigenschaften, die andere Menschen eher zu schätzen wüssten, von diesen Menschen aber ausgenutzt werden.
Exakt. Die Probleme des Opfers sind tatsächlich eher der Grund, warum diese Menschen überhaupt andocken können. Nicht das, was sie anzieht/was sie am Opfer interessiert.
Für einen selbst nur tatsächlich eben auch ein Hinweis darauf, wo man selbst ansetzen könnte, um sich besser zu schützen.
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x 1#20634
PapaEmeritus Mitglied
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@Ameise_78
Da würde ich sogar differenzieren. Für mich sind diese Menschen wie Gebrauchtwagenhändler. Die gucken wahrscheinlich erstmal bei jedem, ob er ihren Mist macht. Und wer ne gewisse Resilienz hat, der checkt vielleicht schnell was abläuft, und sagt nach der ersten Abwertung tschüss. Menschen, die diese Resilienz nicht haben, bleiben dann eben hängen. Und was für mich auch noch ne Rolle spielt, ist dass diese Menschen erstmal ne gewisse Zeit normal sind. Und nach 6 Monaten oder einem Jahr trennt es sich viel schwerer, als nach dem 3. Date. Ich würde deswegen nicht mal unbedingt sagen, dass Opfer unbedingt Probleme haben müssen, um in so eine Geschichte zu geraten, wenn diese aber existieren, machen die es natürlich noch schlimmer, ohne Frage.
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x 3#20635
QueenA Mentorin
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Zitat von Worrior:
Mag sein, wie so viele Ausdrücke welche in dieser Zeit gebraucht wurden und trotzdem noch im Umlauf sind. Ist nichts gegen Dich das weißt Du auch ...
@Worrior
Für mich gehört zu einer guten Diskussion, gerade im Forum, wo nur Text steht, ein bewusster Umgang mit Sprache dazu. Sprache hat Wirkung, und bestimmte Begriffe transportieren mehr als nur eine Meinung.
Das Andere sich im Ton vergreifen, ist für mich kein Maßstab. Im Gegenteil: Gerade dann wäre es sinnvoll, das kritisch zu hinterfragen, statt sich daran zu orientieren. Unterschiedliche Meinungen sind völlig in Ordnung, aber die Art, wie man sie äußert, gehört für mich genauso dazu. Für mich ist das einfach Teil eines respektvollen Austauschs.
Insofern kann ich @ma24 zustimmen.
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x 2#20636
Ameise_78 Mitglied
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@PapaEmeritus Das stimmt. Da hast du Recht. 👍 Wobei einen manches eben auch empfänglicher für manches macht... Denke da gerade an gewisse Persönlichkeitsstörungen, bei denen das Gegenüber am Anfang stark überhöht wird. Menschen, die seelisch einsam oder ausgehungert sind, werden darauf einfach schneller oder leichter anspringen als andere, bei denen diesbezüglich alles im Lot ist. Die werden das auch eher hinterfragen oder schneller bemerken... (das trifft natürlich auch auf Menschen zu, die diesbezüglich zwar bedürftig sind, sich aber auskennen und wissen, sich zu schützen.)
Aber natürlich hast du Recht, dass sich viele anfangs auch normal geben bis die Fassade fällt.
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x 1#20637
PapaEmeritus Mitglied
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@Ameise_78
Wenn ich mich zB anschaue, ich bin definitiv nicht perfekt und hab genug Ecken und Kanten, aber ich kann nicht sagen, dass ich extreme Selbstwertprobleme habe. Vielleicht nehmen mich manche Dinge zu sehr mit, aber ich war weder bedürftig, noch krass abhängig, vielleicht bisl naiv und gutgläubig, das geb ich zu. Und ich hab auch irgendwann Konsequenzen gezogen. Vielleicht etwas zu spät, da musste ich mich hinterfragen, aber hätte ich überhaupt keine Ahnung gehabt, was abläuft, wäre ich wahrscheinlich heute noch drin. Es ist definitiv möglich, dass „Opfer“ selbst Probleme haben, und es ist immer gut, wenn man sich hinterfragt, würde es aber ungern pauschalisieren. Ich hatte/habe zb mehr mit dem Fakt zu kämpfen, dass dieser Mensch so ist, als mit dem Fakt, dass mir das passiert ist, und was ich zB falsch gemacht habe.
@PapaEmeritus Ja, das verstehe ich. Sollte auch nicht auf dich bezogen sein, man kann definitiv auch als Mensch ohne größere Selbstwertprobleme auf so etwas hereinfallen. Denke, wenn einem so etwas zB in fortgeschrittenem Alter (ü30/40/50) passiert und man sich selbst sagen kann "so etwas habe ich noch nie erlebt!"/"so etwas ist mir noch nie passiert!" ist das schon ein guter Indikator dafür, dass man da nicht lebenslang schon dasselbe Muster bedient und sich da etwas ständig wiederholt hätte... nur als Beispiel.
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x 1#20639
S
Sincerite Mitglied
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Zitat von Worrior:
Du zählst nicht, Du bist überempfindlich, unempathisch, intolerant, egoistisch, hast kein Verständnis für diesen vermeintlich armen Menschen der Ja gar nichts dafür kann dass er Dir dies angetan hat.
Zitat von PapaEmeritus:
n, dass oft versucht wird, das Erlebte irgendwie umzudeuten. Ich weiß, was ich erlebt hab, und wie sich das angefühlt hat. Und wenn man mir dann erzählen will, das Verhalten ist genau das Gegenteil von dem, nach was es aussieht, macht mich das einfach wütend. Es soll doch jeder den Weg finden, den er möchte, solange es ihm gut damit geht. Aber es kommt mir immer so vor, als würde man versuchen, die Wahrnehmung zu verdrehen und das hab ich schon mal erlebt.
Falls sich das auf den gestrigen Austausch bezieht, möchte ich nur rückmelden, dass ich das nirgendwo rausgelesen habe. Auch wenn die Ursache schlimme Kindheitserfahrungen sein sollten, tragen N. die Verantwortung für ihr Verhalten, wie jeder andere auch. und auch wie N`n, bei denen es angeboren ist. Egal welche Ursache dieses Verhalten hat, es ist für ein Gegenüber nicht lebbar. Ich persönlich habe kein Mitgefühl für einen N., der es ungeniert auslebt, aber für das damalige Kind, wenn die Ursache hier liegen sollte. Jeder erwachsene N. hat die verdammte Verantwortung sich um sich so zu kümmern, dass er wenigstens respektvoll mit anderen Menschen umgehen kann. Narzisstisches Verhalten reißt tiefe Wunden beim Gegenüber und natürlich braucht der Betroffene unbedingt Unterstützung und muss weg da. Aber das war gestern m.E. gar nicht das Thema. Falls es falsch rüber gekommen sein sollte, ich wollte niemandem seine Wahrnehmung ausreden und den Täter schützen.