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Was denkst du gerade?

Lukrethia
Rücksichtnahme erfordert manchmal einen gewissen Aufwand, den viele nicht mehr bereit sind zu betreiben. Seh ich jeden Tag in der Arbeit. Es geht nur um eines: ICH will! MIR schreibt keiner was vor, ICH entscheide allein, was ich sage/mache." Ich, ich, ich. Gesellschaft funktioniert so aber nicht, wir sehen ja, wohin es führt, wenn jeder seinen Weg verfolgt ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten aller anderen.

Was Rücksichtnahme und sich erhaben fühlen gemeinsam haben, erschließt sich mir übrigens nicht. Vielleicht spreche ich da nur für mich, aber ich klopfe mir nicht auf die Schulter, fühle mich besser als andere oder tanze durch den Raum, wenn ich irgendwo Rücksicht nehme...

x 3 #20701


K
Das mit der Hemmung des Sprachflusses kommt als Glottisschlag sowieso dauernd vor, nur fällt es uns meist nicht auf. Nur beim Gendern ist es dann ein Contra-Argument. :


Ich postete das Video schon einmal, ich finde es eben gut erklärend.

Es gibt bestimmte Ausdrücke wie Jedem das Seine, die häufiger im normalen Kontext gebraucht werden, und nicht eindeutig besetzt sind. Die Aufschrift in Aus schwitz ist da schon wieder etwas anders. Viel besetzter..und wird ja auch kaum sondt in Sätze im Alltag eingebaut...

Generell ist der Kontext doch wichtig bei solchen Ausdrücken wie Jedem das S., wohingegen Worte wie Ne..und Co tatsächlich generell heute nicht mehr verwendet werfen sollten.

Das Wort Leibesertüchtigungen...jo mei...imho Gratwanderung. Je nachdem, wer es wann sagt. Für mich waren Leibesübungen in meiner Schulzeit das normale Wort für Sportunterricht/ Turnen. Daraus schließe ich noch gar nichts. Schon gar nicht ohne Kontext.

Ausdrücke wie Gutmenschen, woke und Co...gern in einem Satz zusammen, sind da doch deutlichere Marker für bestimmte Denkweisen.

x 2 #20702


A


Was denkst du gerade?

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Blindfisch
Sprache entwickelt sich und das ist auch gut so. Die Richtung ist entscheidend. Wird sie von "oben" oktoyiert oder entwickelt sich die Sprache aus dem Volk, aus dem Alltag? Schafft Sprache die Realität oder schafft Realität die Sprache?
Für mich persönlich liegt es auf der Hand: Realität schafft Sprache.
Ein allseits beliebtes Beispiel: Vor 20 Jahren, in der Schule, als der Direktor seine Durchsage machte: Es gibt Hitzefrei für die Schüler, da sind natürlich nur die Jungen aufgestanden, während die Mädchen bleiben mussten... 🤔
Es war kein Problem, es gab keine Stimme die sagte, ich fühle mich nicht angesprochen...
Auch das generische Maskulin hat nichts mit Geschlecht zu tun und es hat niemanden gestört.
Es werden Probleme geschaffen, wo es keine Probleme gibt. Es wird ein "Opferkult" betrieben, ein Wettbewerb, wer am meisten unter Unterdrückung und Feindlichkeit zu leiden hat, der erhält die meiste Aufmerksamkeit. Es kommt darauf an, wo man in der Opferpyramide steht.
Genug OT, weiter im Text. Entspannter Smiley

x 3 #20703


K
Nö, Sprache schafft Denken und Denken schafft Sprache.
Es ist eine Wechselwirkung

#20704


Plague
Zitat von BernhardQXY:
Welche Sprache sollte es sein? Solange es keine universelle Sprache gibt

Was ist eigentlich aus Esperanto geworden?
Fand ich als junger Mensch ziemlich cool. 🤔

#20705


Malea-
Kein Anruf aus dem KH bisher ....bin erleichtert.

x 5 #20706


PapaEmeritus
@Sincerite

Und weißt du, was für mich fast noch schlimmer war, als die emotionale Enttäuschung? Die menschliche. Verlieben kann ich mich wieder, aber das war ein Vertrauensbruch auf einer ganz tiefen Ebene. Deswegen ist so eine Erfahrung auch keine „normale“ Verletzung, sondern was viel schwerwiegenderes.

x 1 #20707


S
@PapaEmeritus
Ja genau, das war ein schwerwiegender tiefer Vertrauensbruch. Sie hat dir 2 Jahre etwas vorgemacht und dich in falschem Glauben gebracht und gelassen und plötzlich kommen die Abwertung und die Behandlung, als ob man ein Handlanger zum des Gegenübers sei. Wenn ich 2 Jahre vertraut und mich angenommen gefühlt hätte und plötzlich bin ich, so wie ich bin, nichts mehr wert. Das hätte mir die Füße weggezogen. Ich wüßte gar nicht, wie ich so etwas verarbeiten sollte. Es würde mein Vertrauen, meine Selbstsicherheit, meine Wahrnehmung u.a. in Frage stellen. So etwas ist eine massive Verletzung.

#20708


Plague
Zitat von Sincerite:
So etwas ist eine massive Verletzung.

Kann mitunter bis zur Posttraumatischen Verbitterung gehen.

Und bevor gleich wieder einer losnölt: Ist keine offizielle, aber eine sehr sinnvolle Diagnose, die sich Michael Linden ausgedacht hat. 😉

x 2 #20709


PapaEmeritus
@Sincerite

Ich weiß, dass ich das überstehe, ich bin grundsätzlich gut in solchen Dingen, aber das ist schon ne Hausnummer gewesen. Als ich schon am Boden lag, wurde nochmal richtig nachgetreten.
Verbittert bin ich zum Glück nicht. Ich kann da schon unterscheiden und weiß, dass nicht alle Menschen so sind. Aber in dem Fall hätte ich es nie erwartet. Die hatte ja am Ende nicht mal den Ar. in der Hose, sich zu trennen. War wahrscheinlich immer noch was rauszuquetschen. Selbst das musste ich noch übernehmen.

x 2 #20710


Worrior
@PapaEmeritus
Ja, Du magst mit allem Recht haben.
Du bist tiefer gefallen als Du es Dir je vorstellen konntest.
Doch in dieser Hölle und derem Feuer wurde Dein Mindset geschmiedet.
Das ist eine mentale Stärke und Resilenz die Dir niemand mehr nehmen wird.
Ein Teil von Dir wurde da unten verbrannt, doch es ist etwas viel Besseres nachgekommen.
Bald wirst Du es fühlen, Lebensfreude.
Niemand kann Dich je wieder so weit nach unten fallen lassen, niemand wird Dir nochmals so weh tun, weil Du stark bist.

x 3 #20711


B
Zitat von kata_smiles:
Das mit der Hemmung des Sprachflusses kommt als Glottisschlag sowieso dauernd vor, nur fällt es uns meist nicht auf. Nur beim Gendern ist es dann ein Contra-Argument. :

Ist dem so? Ich kann ja nur für mich sprechen und da sind die genderpausen für das Sternchen oder den Doppelpunkt einfach unschön.
Ergänzend: im Grundsatz habe ich nichts gegen das gendern an sich, nur finde ich, sind die bestehenden Lösungen in meinen Augen unpraktisch und kompliziert.
Es gibt nicht umsonst in vielen Dokumenten den disclaimer man würde aus Gründen der besseren Lesbarkeit auf sich auf den generischen Maskulin beschränken. Heißt für mich im umkehrschluss: würde man konsequent gendern würde das Dokument unleserlich.
Und somit schließt sich für mich der Kreis: ich werde weiterhin den generischen maskulin überall dort verwenden, wo es mir nicht gelingt, einen neutralen Ausdruck zu finden.

x 1 #20712


PapaEmeritus
@Worrior

Weißt du, was mich auch so erschrocken hat? Wie man so in einem Wahn stecken kann, sich für was absolut besonderes zu halten, um dann irgendwann jeglichen Sinn für normales menschliches Verhalten zu verlieren. Ich hab mich nicht nur ein mal gefragt, ob die das jetzt wirklich ernst meint. Und das ärgert mich auch sehr, dass jemand, der menschlich so „unterbelichtet“ ist (ich hoffe, es stört sich niemand an dem Wort), so viel Lärm machen kann.

x 2 #20713


B
Zitat von PapaEmeritus:
menschlich so „unterbelichtet“ ist (ich hoffe, es stört sich niemand an dem Wort)


Naja, Du könntest schreiben der so wenig Empathie zeigt. Aber das war mehr scherzhaft gemeint. Es gibt einfach dumme Menschen. Die einen sind geistig als Hilfsarbeiter ausgelastet und andere dumme Menschen sind empathielose vollidioten.

x 1 #20714


Fenjal
Wenn man die eigene Identität mit der Beziehung verknüpft, ist es so, dass man bei Enttäuschung oder dem Ende der Partnerschaft orientierungslos ist oder sich abgelehnt, oder bewusst getäuscht sieht.
Daher, immer seinen eigenen Plan nicht vergessen, egal was der andere so meint, nicht auf sowas wie , - wir 2 gegen den Rest - , eingehen, immer eigenes Auskommen und Wohnraum besitzen, dann läuft das.
Dann wird Wut oder Ziellosigkeit gar nicht erst eintreten und Therapiestuben können schließen.

x 2 #20715


A


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