Zitat von Sincerite: Der Bericht dauert ein halbe Stunde. Könntest du es vielleicht einfach zusammen fassen?
Sie beleuchtet das Thema sehr koplex und gibt einen Einblick woher bzw. von Wem der Wunsch zum Gendern kommt, erklärt, das es so wie es zur Zeit gemacht wird, nicht nur kompliziert sondern auch teilweise falsch ist und gibt einen groben Überblick über die Deutsche Grammatik und die Enstehung dieser. Dabei geht sie auf die 3 Geschlechter der deutschen Grammatik ein: Femininum, Neutrum und Maskulinum. Diese sind relativ gleichmäßig in der Sprache verteilt und hat mit dem realen Geschlecht von Menschen nichts zu tun.
Beispiel aus dem Video:
Femininum: die Lehrkraft / Gabel
Maskulinum: der Lehrkörper / Löffel
Neutrum: das Lehrpersonal / Messer
alles "gleichmäßig" verteilt. Das sind "neutrale" Personen/Sachenbezeichnungen die man nicht gendern kann.
Dann gibt es noch das generische Maskulin, welches deshalb so heist, weil es eine weibliche Form dazu gibt.
Beispiel: das Werb lehren wird zur Bezeichnung Lehrer - welches aber nichts mit dem Geschlecht des Lehrers zu tun hat. Dazu gibt es dann eine weibliche Form Lehrerin - ergo es gibt praktisch keine männliche Form des Wortes.
Das gibt es laut Video auch anders herum: aus dem Wort Witwe wird die männliche Form Witwer oder aus die Braut - der Bräutigam.
Wie gesagt, es ist, wenn man nicht gerade Germanistik studiert hat, interessant ihr zuzuhören.
Ein Vorschlag zur gendergerechten Sprache: Das Verwenden des generischen Maskulins. Da sind alle Menschen mit gemeint (da es mit dem männlichen realen Geschlechts nichts zu tun hat) und die "Gewöhnung" daran sei nicht so schwer.
Als Beispiel wurde Dr. Angela Merkel genannt - Dr. - also Doktor ind nicht Doktorin und jeder wusste was gemeint ist.
Um noch einmal dazu zu kommen, das Realität die Sprache formt und nicht anders herum:
Wenn ich und auch ihr "die Lehrer" hört oder lest, kann ich mir nicht vorstellen, das man nur an männliche Lehrer denkt bzw. weibliche Lehrer gedanklich ausschließt. Im Gegenteil: In unserer Schulzeit hatten wir (ich zumindest) mehrheitlich weibliche Lehrer. Die Frauen wurden durch das vermeintlich männliche Wort Lehrer nicht abgeschreckt, auf Lehramt zu studieren.
Bei Apotekern und Ärzten sieht es genauso aus. "Fragen Sie ihren Arzt oder Apoteker" - die meisten Apoteker und Ärzte sind weiblich und haben sich durch die Sprache nicht abschrecken lassen. Im Gegenteil, wenn ich an Ärzte und Apotheker denke, schließe ich weibliche Personen immer ein, das diese in der Realität nun mal vorhanden und in "Überzahl" sind.