Zitat von kata_smiles: Es ist aber genauso so, nicht bei allen. Aber es geht um Tendenzen.
das glaube ich nicht eine Minute. dass Sprache im Kopf Bilder erzeugt ist völlig logisch und bedarf keiner Diskussion. allerdings wird fast jeder, der das generische maskulin einsetzt, an genau dieser Stelle aufs Glatteis geführt. Mit der Einzahl "Chirurg" wird ein Mann benannt. Dies ist nicht von der Tatsache, dass Chirurgen eher männlich sind zu tun. Mann könnte die Geschichte auch so erzählen:
Vater und Sohn sind unterwegs, da sagt die Vater: Mit dieser Matte musst du aber dringend zum Friseur. Sie gehen zu einem Friseögeschäft und der Frisör sagt : Ich kann das nicht tun, das gibt zu Hause nur Stress.
Auch hier stutzen die allermeisten und würden eher ein gleichgeschlechtliches Paar vermuten. Denn auch hier wird das generische Maskulin falsch verwendet. Während der erste"Frisör" tatsächlich das generisch Maskulin ist, ist es beim zweiten ganz eindeutig ein Mann, auch wenn es deutlich mehr Frisösen als Frisöre gibt.
das Lustige an dieser Diskussion ist, dass ich mich gegen ein gut umzusetzendes gendern nicht wehren würde und weil es das derzeit nicht gibt so weit wie möglich auf neutrale Begriffe ausweiche. Nur man sollte seine Energie nicht in so hanebüchenen Beispielen verschwenden- die Autoren haben ganz offensichtlich nicht den generischen Maskulin genommen. Und aufgrund der Tatsache dass in Deutschland je nach Schultyp mindestens 2/3 Frauen zum Lehrpersonal gehören, wird niemand mit Sinn und Verstand bei dem kontextlosen Satz, die Schule hat 100 Lehrer vermuten, dass das alles Männer sind.