Zitat von kata_smiles: Auch wenn manche das nicht anerkennen wollen. Sprache erzeugt Bilder im Kopf. Viele Bilder sind traditionell bestimmt. Wie Chirurg, Physiker, Arzt, Sekretärin, Krankenschwester, ...
Ja natürlich. Das stimmt. Wenn ich Sekretärin oder Krankenschwester höre, hab ich spontan eine Frau im Kopf.
Wenn ich Chirurg oder Physiker höre, fällt mir spontan ein Mann ein.
Das sind archaische Bilder, da historsich gesehen, Chirurgen eher männlich und Krankenschwestern eher weiblich waren.
Die Frage ist doch, ob es Auswirkungen hat? Ich meine nicht Auswirkung auf Kinder, sondern Auswirkung auf erwachsene Menschen.
Die Mehrheit der Medizinstudenten sind weiblich. Die Mehrheit der Apoteker sind weiblich. Frauen gehen ihren Weg, den Weg den sie wollen. Das Verwenden des generischen Maskulin hat sie anscheinend nicht davon abgehalten.
Gibt es heutzutage in unserer westlichen Welt junge Frauen, die aufgrund der Sprache sich nicht für gewisse Berufsgruppen bzw. für bestimmte Bildungswege entscheiden? Oder spielen persönliche Preferenzen da eher eine Rolle?
In den skandinavischen Ländern zum Beispiel, wählen die Frauen vermehrt tradidionell weibliche Berufe und die Männer eher traditionell männliche Berufe obwohl den Ländern die größtmögliche Geschlechterneutralität in der Erziehung nachgesagt wird.
Zitat von kata_smiles: Das anzusehen tut gar nicht weh. Reaktanz ist nicht nötig.
In dem Zusammenhang verweise ich auch auf das Video, welches ich nach deinem Link reingestellt habe.
Das tut auch nicht weh, kostest allerdings ein wenig Zeit.