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sian
Zitat von Plague:
durch die Deutschlandkarte im Diercke Weltatlas ging noch eine fette rote Linie.


Ich habe eine Faltbare Karte vom geteilten Berlin. Ost-Berlin hat Straßen und West- Berlin hat keine Straßen usw.

x 1 #20941


Blindfisch
Zitat von kata_smiles:
Auch wenn manche das nicht anerkennen wollen. Sprache erzeugt Bilder im Kopf. Viele Bilder sind traditionell bestimmt. Wie Chirurg, Physiker, Arzt, Sekretärin, Krankenschwester, ...

Ja natürlich. Das stimmt. Wenn ich Sekretärin oder Krankenschwester höre, hab ich spontan eine Frau im Kopf.
Wenn ich Chirurg oder Physiker höre, fällt mir spontan ein Mann ein.
Das sind archaische Bilder, da historsich gesehen, Chirurgen eher männlich und Krankenschwestern eher weiblich waren.

Die Frage ist doch, ob es Auswirkungen hat? Ich meine nicht Auswirkung auf Kinder, sondern Auswirkung auf erwachsene Menschen.
Die Mehrheit der Medizinstudenten sind weiblich. Die Mehrheit der Apoteker sind weiblich. Frauen gehen ihren Weg, den Weg den sie wollen. Das Verwenden des generischen Maskulin hat sie anscheinend nicht davon abgehalten.
Gibt es heutzutage in unserer westlichen Welt junge Frauen, die aufgrund der Sprache sich nicht für gewisse Berufsgruppen bzw. für bestimmte Bildungswege entscheiden? Oder spielen persönliche Preferenzen da eher eine Rolle?
In den skandinavischen Ländern zum Beispiel, wählen die Frauen vermehrt tradidionell weibliche Berufe und die Männer eher traditionell männliche Berufe obwohl den Ländern die größtmögliche Geschlechterneutralität in der Erziehung nachgesagt wird.

Zitat von kata_smiles:
Das anzusehen tut gar nicht weh. Reaktanz ist nicht nötig.

In dem Zusammenhang verweise ich auch auf das Video, welches ich nach deinem Link reingestellt habe.
Das tut auch nicht weh, kostest allerdings ein wenig Zeit.

x 4 #20942


A


Was denkst du gerade?

x 3


K
[url=/post4123171.html#p4123171]Zitat von BernhardQXY[/url]
Was? Dass der Satz 100 Lehrer arbeiten an meiner Schule bedeutet, dass es 100 Männer sind? Will sehen.


Dass Worte wie Lehrer, Mathematiker oder Chirurg oder Pilot tendenziell häufiger Bilder von Männern im Kopf erzeugen.
Und Sekretärin, Krankenschwester, Kindergärtnerin, Putzfrau etc eher die Männer mit diesen Berufen unsichtbarer machen.
Und dass Gendern das ausgleicht. Und warum das gut ist. Das ist alles gutbelegt.

Wenn wir heute das Vorwissen haben, dass heute in den meisten Schulen viele Frauen arbeiten, wirkt das weniger.

Ist aber kein Gegenbeispiel oder Gegenargumen. 🤷‍♀

#20943


Lukrethia
Die Sache ist doch sehr einfach: wenn nur Männer gemeint sind, sind es die Lehrer. Wenn nur Frauen gemeint sind, sind es die Lehrerinnen. Wenn es aber gemischt ist, heißt es auch "die Lehrer", da sollen sich Frauen dann automatisch mitgemeint sehen. Immer korrekt: Lehrerinnen und Lehrer. Ich verwende immer beides, wenn beide angesprochen sind. Gelingt mir ehrlicherweise nicht lückenlos, aber fast. Und es macht einen Text nicht weniger verständlich.

Ich weine nicht, wenn jemand nicht beide Geschlechter erwähnt, ich kann gut damit leben, wenn manche es nicht umsetzen wollen. Ich lebe auch damit, dass viele ihren Müll nicht trennen oder Öl ins Klo schütten. Ich mache das alles nicht, weil es mir richtig und vernünftig erscheint und ebenso finde ich es gut, wenn Frauen nicht nur mitgemeint, sondern auch genannt werden. Es gibt viele Dinge, die man nicht machen oder ändern muss, und man selbst und andere leben trotzdem weiter. Wenn der Mensch aber nie Dinge geändert hätte, wäre heute das Rad noch nicht erfunden.

Ich belehre und missioniere andere auch nicht. Muss jeder selber wissen. "Sprache uns Sein" habe ich übrigens auch gelesen, und es hat mir sehr gut gefallen.

Natürlich kann man auch über Sternchen und Doppelpunkt sprechen. Verwende ich auch häufig in meinen Texten. Ich akzeptiere, dass manche das alles nicht wollen, aber es regt mich auf, wie links und rechts geifernd übereinander herfallen, weil sie den jeweils anderen Standpunkt schwachsinnig finden. Auf beiden Seiten finden sich vernünftige und nachvollziehbare Argumente, und irgendwo in der Mitte sollte man sich treffen - aber stattdessen kommt man halt nicht auf eine (leicht) umsetzbare Lösung, die für jeden Abstriche bedeutet, weil jeder stur auf seiner Sichtweise beharrt.

x 6 #20944


Plague
Zitat von sian:
Ich habe eine Faltbare Karte vom geteilten Berlin. Ost-Berlin hat Straßen und West- Berlin hat keine Straßen usw.

"Frank, wir sollten uns mehr mit dem Osten beschäftigen!"
(Detlef Buck zu Christian Ulmen in "Herr Lehmann")

... spielt übrigens auch in den späten 80ern in Berlin. 😉

#20945


B
@kata_smiles
Verstehe. Ich würde Deiner Grundaussage zum Teil nicht widersprechen. Die von dir geschriebene Geschichte allerdings ist nach wie vor kein Beleg oder ein Beispiel ob das Gendern an dieser Stelle geholfen hätte.
Und selbstverständlich kommt es immer auf den Kontext an, um klar zu verstehen was der Autor sagen will

#20946


S
"Liebe Kolleginnen und Kollegen und alle, die sich dazwischen oder daneben fühlen..." oder

Der Genderdoppelpunkt (Schüler:innen) wird manchmal als "das Komma für Fortgeschrittene" beschrieben – elegant, aber auch ein bisschen snobistisch.

Irgendwie ein bisschen wie bei den Schildbürgern... Zwinkerndes Gesicht obwohl alles mal gut gemeint war.

Perfekt ist selten....

x 3 #20947


S
Zitat von Arella:
Du diskutierst. Weil dir die Zeitung nicht gefällt. Du möchtest das Niveau der NZZ herunter schreiben. ? Was hältst du davon, wenn wir bei der ...

Ich lese sehr gerne Medienkritik vom Profis...
...ich zum Beispiel "uebermedien.de", oder den dildblog.de von Stefan Niggemeier.

#20948


T
Zitat von HeavyDreamy:
Das wurde geändert, inzwischen benennt man die Täter meistens wegen Nationalität.

Lol
Und die Täter:Innen?

#20949


A


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