×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

47667

Was denkst du gerade?

Gast555
Ich denke gerade dass ich jetzt besser etwas zur Ruhe komme. Gute Nacht

x 4 #21871


PapaEmeritus
@Gast555

Du bist da nicht alleine, es ist ein langer Kampf. Aber ich bin absolut überzeugt, dass man auch das verarbeiten kann.

x 2 #21872


A


Was denkst du gerade?

x 3


QueenA
@Gast555 schlaf gut

x 2 #21873


Clumsy
@Gast555

Ich will Dir nicht zu nahe treten, wenn ich Dir sage, dass ich denke und hoffe, dass dieses Gefühl der Offenheit und des Vertrauens ganz genau so zu Dir zurückkommt wie Du es einst in Dir hattest. Und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das so passieren wird. Es wäre gut, wenn Du es zuließest - zulassen könntest.

Denn letztlich sind Trennungen, vor allem die schmerzhaften, immer auch eine Chance, etwas über uns selbst zu lernen. Das klingt in Situationen, in denen man innerlich noch taumelt, total unnütz und ist vielleicht nicht unbedingt greifbar. Aber Fragen wie: "Warum habe ich es soweit kommen lassen?", "Warum habe ich das mit mir machen lassen?", helfen manchmal enorm weiter. Dabei geht es nicht darum, dass man sich verbiegen soll, ganz im Gegenteil. Es geht eher darum, sich selbst zu sehen, Selbstmitgefühl zu entwickeln und zu verstehen, wo die eigenen Grenzen liegen und dass man sie beim nächsten Mal vielleicht früher wahrnimmt und verteidigt.

Dann darf man auch Vertrauen schenken, ohne Angst haben zu müssen, dass es dem Falschen zukommt.

x 6 #21874


Herbstmonat
Lieber @PapaEmeritus,

ich freue mich, dass Du Dich angesprochen fühltest. Ab von den weltpolitischen Themen entspricht es meiner subjektiven Erfahrung, dass mit zeitlichem und damit emotionalem Abstand vieles relativ wird.

Für jede meiner X (bis auf die letzte, vielleicht noch zu kurz her) würde ich mich engagieren. Tue das an einer Stelle auch. Da sind Dinge schlecht gelaufen, aber eben vor xzich Jahren. Ich helfe beim Aufräumen. Es ist die zeitliche Entfernung da. Die kann - je nach Verletzungsgrad - auch sachlich wieder alles ins Lot bringen.

Da fühlt jeder für sich.

x 3 #21875


H
Ich wurde auch verletzt, entwertet, verlassen. Um danach noch mit Erstaunen die Schuldumkehr wahrzunehmen, die mir völlig verdrehte Sichtweise der Dinge, das verstörende Verhalten etc. Ich hatte immer die Naivität, dass mir doch keiner wehtun würde, weil wer und warum auch. (kindlich, ich weiß).

Es wurde mir aber weh getan, sehr! Und die Art und Weise ist für mich unverzeihlich.

Aber nein, ich spüre keine Verbitterung, auch wenn mir durch ihn das mir Wertvollste genommen wurde. Trotz aller Zerstörung konnte er eins nicht zerstören: das grundsätzlich bestehende Heile, Warme, Liebende in mir.

Es ist uns passiert, ja, Aber lasst nicht zu, dass Härte, Verbitterung, Angst (eher meins) uns in einen Krieg gegen uns selbst ziehen lassen. Freunden wir uns mit unserem neuen „Ich“ an, mit unserem neuen, anderen Leben, dem Leben ohne diese Person. Die Vergangenheit können wir nicht ändern, die Zukunft aber mitgestalten bei allen äußeren Zwängen. Eine andere Chance haben wir nicht.

Und vielleicht können wir dann noch einmal lieben und uns lieben lassen, zulassen…

x 8 #21876


Gast555
"Ein Skorpion kommt an einen Fluss, den er überqueren möchte. Der Skorpion bittet den Frosch, er möge ihn auf seinem Rücken über den Fluss tragen. Der Frosch lehnt dies ab, weil er befürchtet, vom Skorpion getötet zu werden. Der Skorpion überzeugt den Frosch mit dem Hinweis, dass er selbst kein Interesse habe zu sterben, weil er nicht schwimmen könne. Der Frosch willigt ein. Der Skorpion sticht trotzdem mitten im Fluss zu. Sterbend sucht der Frosch nach einer Erklärung. Der Skorpion verweist auf seinen Charakter, der ihm keine andere Wahl lasse, als zu stechen"
(Quelle: WIkipedia)

x 6 #21877


Clumsy
Zitat von Himmelssonne:
Die Vergangenheit können wir nicht ändern, die Zukunft aber mitgestalten bei allen äußeren Zwängen.

Und vor allem können wir andere Menschen nicht ändern.

Es geht hier auch nicht im Umkehrschluss darum, sich selbst zu verändern, sondern eher, sich selbst zu verstehen und neu einzuordnen, was passiert und warum.

Ein Leben ohne Zuversicht, ohne Vertrauen und ohne Hingabe ist nun auch nicht gerade verlockend. Da wäre es doch schön(er), wenn man im Laufe der Zeit Dinge über sich selbst erkennt und dort ansetzen kann, wo man selbst künftig nicht mehr so einfach verletzt werden kann. Reflexion kann so etwas bewirken.

x 5 #21878


Herbstmonat
Liebe @Gast555,

Zitat von Gast555:
Ja. Ich trauere meiner verloren gegangenen Naivität nach.


Ich habe hier eine Naivität rumliegen. Keine Ahnung, wie die zu mir gekommen ist, Vielleicht ist es Deine? Ich schaue nicht rein, gebe sie Dir aber gerne. Lost and Found.

Wusstest Du eigentlich, dass Du stärker bist, als Du denkst?

x 1 #21879


Gast555
...
Das nimmt hier eine grenzüberschreitende Wendung...

#21880


Herbstmonat
Liebe @Gast555,

dann relativiere ich meine Aussage von oben gerne:

Wusstest Du eigentlich, dass ich denke, dass Du stärker bist, als Du denkst?

Die Schärfe in Deinem Tonfall verstehe ich nicht. Ich mag Dich.

x 1 #21881


Gast555
@Herbstmonat
Ich weiss und ich mag Dich auch, sehr sogar. Dennoch kannst Du nicht wissen für wie stark oder schwach ich mich halte....ich erlebe das als grenzüberschreitend...und ja ich bin diesbezüglich gerade sehr empfindlich...über nichts anderes schrieb ich...denn ich musste lernen dass ich meine Grenzen auch vor denen die ich mag (sogar liebte) schützen muss...
Und ich meinte auch nicht alleine Dich...aber das war dann hiermit auch meine Antwort auf die Aufforderung bei mir selbst zu schauen warum mir diese Verletzungen passiert sind.....

x 1 #21882


Clumsy
Okay, dann bin wohl ich gemeint.

Wie gesagt, ich wollte Dir nicht zu nah treten. Es ging mir darum, Dir Mut zuzusprechen.

Es tut mir leid, dass das für Dich grenzüberschreitend war.

x 3 #21883


Gast555
@Clumsy
Ich weiss. Und ich will nicht damit verletzen indem ich auf meine (aktuelle) Grenze aufmerksam mache. ..

x 1 #21884


S
Zitat von PapaEmeritus:
Das wollte ich nicht erreichen.

Alles gut. Wen jemand meine Wahrnehmung bestätigt, dann verstärken sich meine Gefühle. Das ist für mich gut und normal. Danke dafür.

x 1 #21885


A


x 4