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Was denkst du gerade?

Laetitia2024
Ich denke gerade, dass Liebe viele Gesichter hat. Ich liebe meine Familie, meine Freunde, meine Hobbys, neue Kontakte und Erfahrungen, die mich weiterbringen. Es gibt so vieles, das mich glücklich macht und dafür bin ich sehr dankbar.

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QueenA
Zitat von Gast555:
Der Frosch willigt ein.

Und hier passiert das Unglück! Entgegen besseren Wissens sich umstimmen lassen - aus Gründen. Auf Zwischenmenschliche Beziehungen bezogen: zu sich selbst stehen, für sich selbst einstehen und wenn man am Anfang entscheidet, dass es nicht passt, dann ist das so! Und noch viel wichtiger, der arme Frosch verliert sogar sein Leben. Man selbst ist lebendig aus einer Beziehung raus: das ist wahrlich eine Chance! Einen sogenannten Fehler zu wiederholen-> lieber nicht. Also alles was danach Käme, wenn man allein und lebendig den Fluss überquert hat, seiner eigenen Wahrnehmung 100% trauen! Lieber allein & glücklich als zu zweit und unglücklich 🙂

x 2 #21887


A


Was denkst du gerade?

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PapaEmeritus
@Gast555

Manche Dinge passieren einfach, ohne dass es ein Warum gibt. Ist für viele schwer vorstellbar, war es für mich lange auch. Alles hat angeblich einen tieferen Grund, man hat an allem seinen Anteil. Nee, hat man nicht. Es gibt einfach Erfahrungen, die sind von Grund auf Mist, ohne dass man irgendwas dazu beigetragen hat. Vielleicht war man zu naiv, zu gutgläubig, hatte zu lange Hoffnung. Aber das ist keine wirkliche Schuld, sondern bis zu einem gewissen Maß menschlich. Man kann natürlich was lernen, ohne Frage. Aber dieses „frag dich doch mal, warum dir das passiert ist“ ist einfach nur eine höfliche Schuldverschiebung.

x 3 #21888


Clumsy
Da ich hier nun aufmerksam mitlese, damit nicht wieder etwas passiert wie gestern, bin ich nicht sicher, ob ich mit dem Teil der Schuldumkehr gemeint bin, möchte dazu aber etwas loswerden:

Zitat von PapaEmeritus:
Aber dieses „frag dich doch mal, warum dir das passiert ist“ ist einfach nur eine höfliche Schuldverschiebung.


Für den Fall, dass das also an mich adressiert ist, darf ich sagen, dass ich genau das nicht gesagt habe. Und das zu sagen, war auch nicht meine Intention.

Ich denke übrigens, das hat hier niemand gesagt. Und auch nicht gemeint.

x 2 #21889


QueenA
Zitat von PapaEmeritus:
frag dich doch mal, warum dir das passiert ist

Ich sehe das ähnlich. Diese Frage wirkt auf mich auch eher wie eine subtile Schuldverschiebung. Beziehungen entwickeln oft Dynamiken, die man am Anfang gar nicht erkennen kann und Menschen verändern sich. Nicht alles hat einen persönlichen Anteil im Sinne von Verantwortung.

x 2 #21890


PapaEmeritus
@Clumsy

War nicht an dich adressiert, es war eine allgemeine Feststellung. Ich wollte damit niemanden angreifen, das sind aber genau die Worte, die man häufiger liest.

@QueenA

Eine gewisse Verantwortung hat trotzdem jeder, und zwar für sich selbst. Und der muss man irgendwann nachkommen. Das hat für mich aber nichts mit Schuld zu tun, sondern mit reflektierten, erkennen usw.

x 3 #21891


QueenA
@Clumsy also ich meinte das zu 100% nicht auf dich oder sonst jmd. hier bezogen sondern allgemein auf den Punkt bezogen. Ich finde selbst finde es gut, dass man hier im Forum was zwischenmenschliche Themen angeht unterschiedliche Ansichten erhält, so dass man selbst für sich das Brainstorming nutzen kann, wie es für einen selbst passt. Am Ende lebt jede/r sein eigenes Leben. Maximal eine Bereicherung sollte der Austausch sein und gerade in den letzten Beiträgen hier war der Austausch mMn reflektiert und respektvoll.

x 2 #21892


QueenA
Zitat von PapaEmeritus:
Eine gewisse Verantwortung hat trotzdem jeder, und zwar für sich selbst.


Stimme ich zu und falls es Kinder gäbe, für die mit.

#21893


Clumsy
Zitat von PapaEmeritus:
Eine gewisse Verantwortung hat trotzdem jeder, und zwar für sich selbst. Und der muss ma irgendwann nachkommen. Das hat für mich aber nichts mit Schuld zu tun, sondern mit reflektierten, erkennen usw.


Damit sagst Du in meinen Augen das Entscheidende. Ziel dahinter ist nicht, sich selbst als Verursacher "zu erkennen", sondern sich wirkungsvoll zu schützen, ohne sich gleichzeitig damit den Lebenssinn zu nehmen, Beziehungen und Verbindungen einzugehen.

Allerdings würde ich das Wort "Verantwortung" hier vielleicht entschärfen, denn das klingt beinahe nach Verpflichtung. Die Entscheidung, wie er vorgehen möchte, obliegt natürlich jedem Menschen selbst. Wenn man sich dafür entscheidet, sich wirkungsvoller schützen zu wollen, sich nicht mehr einer solchen Schädigung zugänglich zu machen, hilft es aber enorm, wenn man für sich einige Dinge verändert. Nicht das eigene Wesen, sondern den Umgang mit schädigenden Einflüssen vielleicht.

Zitat von Clumsy:
Dabei geht es nicht darum, dass man sich verbiegen soll, ganz im Gegenteil. Es geht eher darum, sich selbst zu sehen, Selbstmitgefühl zu entwickeln und zu verstehen, wo die eigenen Grenzen liegen und dass man sie beim nächsten Mal vielleicht früher wahrnimmt und verteidigt.

x 3 #21894


PapaEmeritus
@Clumsy

Selbstverständlich obliegt es jedem selbst, wie und ob er sich schützt. Und hier differenziere ich gern: Es ist nicht meine Schuld, wenn mir etwas bestimmtes passiert. Man hat oft keinen Anteil etc. Aber: wenn ich nicht drauf reagiere, und es mir wieder passiert, dann liegt das definitiv bis zu einem gewissen Grad in meiner Verantwortung. Das hat nicht unbedingt mit Schuld im herkömmlichen Sinn zu tun, aber eben mit Verantwortung für sich selbst. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer das ist. Dass es Dynamiken gibt, in denen man auf eine gewisse Art und Weise biochemisch „gekidnappt“ wird und lange keine rationalen Entscheidungen treffen kann. Trotzdem muss man sich dem Ganzen stellen, auch ohne einen Anteil zu haben.

x 2 #21895


Worrior
Man vertraut, man hofft auf Veränderung, man relativiert schlechtes Verhalten, nennt dies dann Toleranz und dann der größte Fehler, man bleibt zu lange.

x 4 #21896


Ameise_78
Zitat von QueenA:
Ich sehe das ähnlich. Diese Frage wirkt auf mich auch eher wie eine subtile Schuldverschiebung. Beziehungen entwickeln oft Dynamiken, die man am Anfang gar nicht erkennen kann und Menschen verändern sich. Nicht alles hat einen persönlichen Anteil im Sinne von Verantwortung.

Ganz genau. Selbst die glücklichsten Beziehungen können scheitern und die Beteiligten schweren Liebeskummer haben... über lange Zeit... davor kann man sich nicht immer schützen, leider...

Zudem denke ich, es geht nicht darum, dass sich die andere Person (in der Beziehung) verändert oder man sich selbst.

Niemand muss sich verändern, es ist ok wie man ist, genauso wie es für den Anderen ok ist so zu sein wie er ist.
Insofern kann man nicht die andere Person verändern, aber sein eigenes Verhalten.
Bedeutet, weder seinen Charakter noch seine Einstellung zu verändern sondern einfach so zu handeln wie es einem selbst möglich ist und gut tut. Also zB Konsequenzen ziehen. Sich schützen.
Nicht unbedingt von Anfang an, denn das ist ja zu dem Zeitpunkt meist lange durch, oder es gab da auch gar nichts zu schützen, weil es okay war oder wirkte.
Aber ab dem Zeitpunkt, ab dem man merkt, dass es schiefläuft/man nicht mehr kann.
Theoretisch.
Und praktisch dauert das mit dem Loslassen eben solange es dauert. Bei jedem unterschiedlich. Hat ja auch bei jedem individuelle Gründe, warum es das tut.

x 3 #21897


Ameise_78
Zitat von Worrior:
und dann der größte Fehler, man bleibt zu lange.

Das Problem ist: Bewusstsein muss sich entwickeln. Wüsste jeder zu jedem Zeitpunkt, dass er einen 100%igen Fehler begeht, würden die meisten Leute es natürlich anders handhaben. Das Problem ist eben, dass man sich meist (noch) nicht sicher ist. Und viele brauchen endgültige Gewissheit zum Handeln. Oder meinen das. Es ist menschlich. Die meisten möchten eben sicher sein, nicht falsch entschieden zu haben. Und vielen ist tatsächlich wohler damit, im Nachhinein sagen zu können "ich habe alles versucht. Ich habe mir nichts vorzuwerfen".
Manchen geht es auch anders. Sehr schwieriges Thema.

x 4 #21898


H
Guten Morgen.

Ich sehe hier Wunden und Verletzungen und auch ein wenig inneres und äußeres Drama darum. Dieses darf sein, auch wenn es mich auf Abstand gehen lässt, weil es in meiner Ehe genügend Drama gab, welches häufig zu weiteren Missverständnissen und Regression führte.

Da nutzt es häufig wenig zu rationalisieren, dem anderen die eigenen Bewältigungsmechanismus aus gutem Willen nahe bringen zu wollen. Die eigenen Theorien und Überzeugungen.

Wir müssen da alle auf unsere ganz eigene Weise durch, schön, wenn es manchmal zusammen geht, das Gefühl des Verstandenwerdens entstehen kann, eine Wärme und Vertrauen.

Ich nehme einfach mal in den Arm. Letztendlich sind wir in diesem vereint, schmerzhafte Erfahrungen gemacht zu haben, Wut zu spüren, Ängstlichkeiten, Verletzungen und dennoch gehen wir weiter, manchmal alleine, manchmal gemeinsam.

Ich persönlich gehe immer von einem eigenen Anteil aus, häufig auf tiefer und unbewusster Ebene.

x 5 #21899


PapaEmeritus
Zitat von Ameise_78:
Und viele brauchen endgültige Gewissheit zum Handeln.


Genau. Und das ist eben im zwischenmenschlichen Kontakt sehr schwierig. Menschliches Verhalten ist oft sehr komplex. Es braucht mMn Beobachtungen über die Zeit. Manche Dinge sind vielleicht kurzfristige Ausrutscher, impulsive, emotionale Reaktionen usw.

x 4 #21900


A


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