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Was denkst du gerade?

Hummelbee8
Muss sich (ich mag das Wort Täter nicht daher sag ich jetzt er) er es verdienen das man verzeiht,dienge die eigentlich so krank sind ,das man denkt wie kann man das denn nur glauben ..das man Anrecht auf Verzeihung hat..doch dann denke ich hab ich den nicht das Recht auf Frieden, würde es mir helfen es versuchen zu verzeihen .. ich möchte loslassen alles ,vieles ist schon weg .. viele ketten sind gelöst doch die die noch da sind sind Fragen die ich mir Stelle.. reicht es aus einfach weiter zu machen oder muss Mann sich um drehen und sich stellen um komplett zu heilen... Ich bin gerade auf den Punkt wo ich Entscheiden muss ,was ich machen kann und tue... Heilen ist ein Prozess und manchesmal dauert er lange und kommt an Punkte wo die Entscheidung getroffen werden sollte verzeihen kann ich das

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S
Ich habe noch nie bewusst über verzeihen nachgedacht. Bei mir ist es so, wenn ich die Gefühle auf Grund einer Verletzung überstanden habe, kann ich mir die andere Seite ansehen. Z.B. meine Eltern, dass sie ihr eigenes Päckchen zu tragen hatten, dass sie auch eine Geschichte hatten, die sie geformt hat und zuletzt auch, dass jeder fehlbar ist. Ich erlasse ihnen ihre Schuld, aber nicht ihre Verantwortung. Vielleicht ist das verzeihen.

x 6 #23582


A


Was denkst du gerade?

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Q
Ich denke, der Tag wird werden

Hier regnet es in Strömen. Habe gerade etwas zur Post gebracht und der Mann dort hatte richtig gute Laune und hat sie direkt mit verteilt. Bin tatsächlich lachend wieder rausgegangen.

Gleich geht’s noch zum Bäcker: bissi Kaffee und bissi Kohlenhydrate ☕🥐

Nachher habe ich Beratungstermine. Und die Sportsachen sind übrigens auch schon eingepackt, mit dem festen Vorhaben, später noch ins Gym zu gehen.

Allen einen guten Start in den Tag 💜

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H
Guten Morgen!

Ich habe mir heute bereits frei genommen. Hier regnet es auch. Ich blicke jedoch in einen saftig grünen Garten.

Ich fühle mich immer noch FAST von den ganzen Ereignissen überfordert.

Heute muss ein Paket mit schwarzer Kleidung für die Beisetzung eintreffen, sonst habe ich ein Problem. Oder auch nicht. Meinem Vater wäre die Farbe meiner Kleidung zu seiner Beisetzung egal 😊.

Die Geburt meines Enkelkinds wird heute eingeleitet. Ich bin ein wenig besorgt. Meine Tochter wird der Beisetzung nicht beiwohnen können, aber dafür Mutter und ich Großmutter sein!

Was für ein Leben!

x 12 #23584


S
Verzeihen verläuft in Phasen, es gibt verschiedene Modell dazu.

Hier ein Modell, was es ganz gut trifft:

1. Das bewußte durchleben des Unrechts, Emotionen zulassen, Zorn Trauer und auch Haas.

2. Der bewußte Entschluß zu Verzeihen, sich auch bewußt machen welche Vorteile es hat zu Verzeihen.

3. Verständis und Perspektivwechsel, die Sichtweise des anderen versuchen einzunehmen, ohne das Unrecht zu entschuldigen.
Anerkennen dass das Unrecht unumkehrbar ist.

4. Akzeptieren und die Gefühle wechseln.
Von Zorn, Wut und Haas loslassen und ersetzen durch Mitgefühl, Großzügigkeit und Wohlwollen.

Der Vorgang ist natürlich viel komplexer, Ziel sollte es immer sein, dass einem am Ende besser damit geht!

Wichtig!
Verzeihen und Versöhnung ist nicht das gleiche. Ersteres ist ein interner Prozess, letzteres ist ein Beziehungsprozess. Verzeihen dient der Selbstheilung und geht auch ohne Versöhnung!

x 6 #23585


H
@Schnuddel74 Um so mehr Zeit vergeht, um so mehr Abstand ich gewinne, um so mehr innere Bilder zu meiner Ehe kommen, um so unverzeihlicher wird mir das alles. Ich möchte nur Abstand zu diesem Menschen.

Verzeihen und vergeben hin und her. Ehrlich meinen Emotionen gegenüber sein, mich selbst ernst nehmen, bedeutet auch: manche Dinge sind nicht zu vergeben. Ich rede von emotionaler und sexualisierter Gewalt im weitesten Sinne, ich rede von emotionaler Erpressung, ich rede von Ultima setzen. Da ist für mich nichts zu vergeben. Da hilft nur Abstand und sich dem neuen Kapitel zuwenden.

Mir selbst vergeben, Dinge zugelassen und mitgemacht zu haben, das ist ein Thema…und das gelingt mir gut. Denn ich weiß, warum ich es getan habe.

x 7 #23586


S
Zitat von Himmelssonne:
@Schnuddel74 Um so mehr Zeit vergeht, um so mehr Abstand ich gewinne, um so mehr innere Bilder zu meiner Ehe kommen, um so unverzeihlicher wird mir ...

Was ich dir dazu noch sagen wollte, ich verstehe wenn du sagst, es gibt Dinge, die kann ich nicht verzeihen und will ich nicht verzeihen.

Bedenke aber, beim Verzeihen geht es um dein Seelenheil, es ist ein Prozess der nur in dir abläuft, es geht darum dass es dir besser geht.

Wer verzeiht kann auch loslassen, darum geht es, es ist so gesehen rein egoistisch. Deinen Ex-Mann musst du auch nichts sagen, dass du ihm verzeihst. Es geht nur um dich!

x 3 #23587


H
@Schnuddel74 MIR verzeihe ich! 🙂Alles andere wird irgendwann keine Rolle mehr spielen. DAS ist mein Seelenheil.

x 7 #23588


Harry_50
Zitat von QueenA:
Hier regnet es in Strömen. Habe gerade etwas zur Post gebracht und der Mann dort hatte richtig gute Laune und hat sie direkt mit verteilt. Bin tatsächlich lachend wieder rausgegangen.

So wie das bei uns pladdert, ist für diese Woche nicht dran zu denken den Baum zu Pflanzen.

x 2 #23589


Harry_50
Zitat von Himmelssonne:
Die Geburt meines Enkelkinds wird heute eingeleitet. Ich bin ein wenig besorgt. Meine Tochter wird der Beisetzung nicht beiwohnen können, aber dafür Mutter und ich Großmutter sein!

Himmelssonne, da drücke ich euch die Daumen und wünsche euch viel Glück. Wisst ihr was es wird?

x 4 #23590


Clarinetta
Zitat von Himmelssonne:
Guten Morgen! Ich habe mir heute bereits frei genommen. Hier regnet es auch. Ich blicke jedoch in einen saftig grünen Garten. Ich fühle mich immer ...

Liebe Himmelssonne,
bei dir ist ja auch gerade so viel los, was du verkraften oder bewältigen musst, dass es für mich kein Wunder ist, dass du (fast 😉) überfordert bist.

Pass gut auf dich auf und gönne dir zwischendurch immer etwas Ruhe nur für dich.
Gut, dass du heute frei genommen hast 💚

Alle meine Daumen für die Geburt deines Enkelkindes sind gedrückt 🍀


Ich denke an dich Tröstender Smiley

x 5 #23591


M
Mich haben Eure Beiträge zum Thema Verzeihen berührt und auch erinnert. Es gibt viele unterschiedliche Perspektiven, gibt Menschen, die sagen "Man muss vergeben, um weiterziehen zu können." Das sehe ich nicht so.

Zitat von Hummelbee8:
Nicht ist unfehlbar, manchesmal muss man verzeihen können um weiter machen zu können.. doch was ist wenn man für diesen Schritt nicht bereit ist ... Wenn verzeihen sich einfach falsch anfühlt..

Liebe Hummelbee,

wir kennen uns nicht, aber ich war früher schon mal im Forum und kenne viele Deiner Beiträge, deswegen würde ich gern etwas dazu schreiben. Mit viel Vorsicht, weil keine Geschichte vergleichbar ist. Du bist verletzt worden. Kann man abschließen? Mir hat ein quasi "Ritual", ein Tool aus der Paartherapie geholfen, wirklich abzuschließen. Das möchte ich gern teilen. Vielleicht hilft es jemandem, der es liest.

Ich hatte das Gefühl, nach zwei Jahren festzuhängen. Verzeihen konnte ich den Betrug und die Lügen nicht, die Person meines Ex war mir dagegen egal. Dass ich noch festhing, hätte niemand geglaubt, es ging mir nach dieser für mich zerschmetternden Trennung gut. "Aber es ist doch so lang her" ... Klar, es gab keine Reue oder gar Entschuldigung, das hätte auch mir, wie vielleicht den meisten hier, gut getan, hatte damit aber auch nicht gerechnet. Ich war also überrascht, als ich gemerkt hab, dass ich auch nach zwei bis drei Jahren immer wieder gehadert habe (wir waren 25 Jahre zusammen, die Beziehung selbst war nicht mehr gut, nur pseudo).

Ein Freund von mir hat mir vom folgenden Abschluss-Prozess erzählt. Das war für mich sofort nachvollziehbar. Wenn wir verletzt werden, betrogen, belogen, psychische oder physische Gewalt erleben, dann kommt es oft zu einem paradoxen Phänomen: Wir fühlen uns beschämt, irgendwer schrieb: erniedrigt. Klar sind wir irgendwann auch wütend, aber wir tragen die Verletzung mit uns rum innerlich. Deswegen können wir nicht abschließen.

Wir tragen die Anteile an Lügen und Betrug und Verletzungen in uns, die unser Ex-Partner, Familie, Freunde ausgelöst haben. Logisch wäre es, diesen Menschen diese Anteile zurückzugeben. Du hast damit nichts zu tun, Du hattest genug damit zu tun, es auszuhalten. Jetzt reicht es.

Du musst nicht verzeihen. Das sind nicht Deine Anteile. Es ist nicht Deine Verantwortung. Du bist nicht schuld.

Gib die Verantwortung diesem Menschen zurück, das muss nicht persönlich passieren. Das kann man mit sich an einer ruhigen Stelle machen. Wenn man Kontakt zum Ex (Partner, Freunde, Familie) hat und es sich zutraut, auch im persönlichen Kontakt. Nur dann nicht ins Gespräch gehen, nicht diskutieren.

Man sitzt oder steht dem/der Ex (bildlich oder persönlich) gegenüber und sagt ihm/ihr:
"XY, ich habe Schönes und Schreckliches mit Dir erlebt. Beides war Teil meines Lebens. An beidem konnte ich wachsen. Dafür, wie ich mich in unserer Beziehung verhalten habe, trage ich meinen Teil der Verantwortung. Und Deinen Teil der Verantwortung lasse ich bei Dir. Ich wünsche Dir alles Gute."

Du bist nicht verantwortlich für das Schlechte, wenn es von Deinem ExPartner kommt. Du kannst es ihm die Verantwortung dafür zurückgeben (ohne dass er dabei sein muss). Es macht Dich leichter. Verzeihen musst Du nicht, warum auch? Aber hassen musst Du auch nicht. Gib ihm den Sch... zurück.

Ich würde mich freuen, wenn dieses in meinen Augen erstaunlich wirksame nicht nur Loslassen, sondern auch Weggeben was Gutes ist.

x 5 #23592


M
Zitat von Schnuddel74:
Es kommt darauf an, ob der jenigen auch bereut und ob er es verdient, dass man verzeiht!

Ich glaube, das macht es leichter, wenn das Gegenüber ehrlich bereut. Dann ist vielleicht Verzeihung möglich, wo sie vorher nicht möglich war. Ich glaub nicht, dass das eine zwingende Voraussetzung ist. In manchen Fällen, vielleicht eher in Familienzusammenhängen, kann man sicher auch verzeihen, wenn der/die andere nichts bereut, z. B. Eltern. Der Satz "Sie haben es so gut gemacht, wie sie konnten, und wollten ja nicht, dass es mir schlecht geht." ist mächtig im guten und schlimmsten Sinn.
Zitat von Himmelssonne:
kein Interesse an Bekannte und Freunde von früher habe, die in diesem letzten Jahr kein wahres Interesse und keine Loyalität gezeigt haben.

Das kenne ich auch, finde ich sehr menschlich.
Zitat von Himmelssonne:
Diese Freundin befindet sich in einem großen Loyalitätskonflikt,

Dazu würde ich gern etwas ergänzen, vielleicht nicht für jetzt, aber vielleicht für irgendwann: Offenbar hat sich diese Freundin bisher auf "die Seite" ihres Mannes und damit Deines Ex gestellt, Loyalitätskonflikt, wie Du schreibst. Trotzdem: hat sie zum Hörer gegriffen, um Dir zu kondolieren. Wenn das nicht nur Höflichkeit war, dann - Loyalität hin oder her - war es ihr wichtig, Dir ihr Mitgefühl auszudrücken. Du kannst sagen: Zu spät, das reicht nicht, sie hat mich verraten. Vielleicht wird das irgendwann zu: In schlimmen Zeiten wollte sie mir beistehen.

Zitat von QueenA:
Ich bin ihm dankbar, dass er meine aus vollstem Herzen kommende Entschuldigung annehmen wollte und konnte.

Vielleicht ist das ein großer Unterschied in diesen zwei Situationen, Deine aufrichtige Reue. Und der zweite, das vermute ich ins Blaue hinein: Du hast Dich vermutlich nicht so entschieden, um Dein Gegenüber zu verletzen, sondern weil andere Gründe so wichtig waren, dass Du die Verletzung in Kauf genommen hast. Anders als hier:
Zitat von QueenA:
Ihm werde ich nicht verzeihen, denn er verletzte zwei unschuldige Menschen damit.

Nur ein Gedanke, ob Dich das auch innerlich festhält? Bitte nicht falsch verstehen: Verzeihen könnte ich das auch nicht. Aber die Verantwortung dafür eben, siehe oben, nicht bei Dir behalten durch Deinen berechtigten Zorn.

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H
Zitat von Maribelle:
Dazu würde ich gern etwas ergänzen, vielleicht nicht für jetzt, aber vielleicht für irgendwann: Offenbar hat sich diese Freundin bisher auf "die Seite" ihres Mannes und damit Deines Ex gestellt, Loyalitätskonflikt, wie Du schreibst. Trotzdem: hat sie zum Hörer gegriffen, um Dir zu kondolieren. Wenn das nicht nur Höflichkeit war, dann - Loyalität hin oder her - war es ihr wichtig, Dir ihr Mitgefühl auszudrücken. Du kannst sagen: Zu spät, das reicht nicht, sie hat mich verraten. Vielleicht wird das irgendwann zu: In schlimmen Zeiten wollte sie mir beistehen.

Ja, das ist möglich. Jetzt ist es jedoch so wie es ist! Spüre selbst meine innere Härte diesbezüglich. Es ist schon richtig: ich kann nicht verzeihen. Sein Verhalten hat sich auch nach dem Trennungsjahr nicht verändert, lediglich - dass ich nur noch das Nötigste zulasse. Doch ich schweige, auch nach außen hin. Ich mag keine schmutzige Wäsche bei anderen oder nach außen waschen.

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Q
@Maribelle danke Dir.

x 2 #23595


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