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Was denkst du gerade?

Plague
Zitat von Sincerite:
Für meine Mutter war ich (meine Existenz) schuld, dass sie wegen mir bei meinem Vater blieb

Ist das als jetzt Opferhaltung oder Heroisierung zu verstehen? 😉

Zitat von QueenA:
Natürlich entscheidet man sich idR bewusst für Kinder

Interessant ist nur dann der Fall, wenn einer Frau diese Entscheidung kinderlos zu bleiben durch welche Gründe auch immer abgenommen wird und sie dann auch noch Stigmatisierung erfährt.

x 2 #24016


Fenjal
@QueenA Kinder sind persönliche Entscheidungen, es gibt keinen gesellschaftlichen Zwang.
Die Belastungen sind bekannt und werden mit einem ja zur Mutterschaft folgerichtig akzeptiert.
Zudem sollten die Frohbotschaften im Inneren der Mutter die Belastung zu 300% relativieren, glaubt man deren Äußerungen.
Alles andere wäre seltsam und ließe mich an solchen Frauen mehr als zweifeln.

x 1 #24017


A


Was denkst du gerade?

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Clarinetta
Zitat von Fenjal:
Aber wenn ich Mutter bin, habe ich mir das selbst auferlegt mit aller Konsequenz, natürlich darf man jammern, nur sollte man nicht von Automatismen ausgehen, dass Meyer, Müller, Kollegen... die Kartoffeln aus dem Feuer ziehen, dass muss Mutter ohne mimimi schon selbst erledigen, genau wie ich meine Rechnungen ohne uiui zahle.

@Fenjal du ziehst das ja wirklich voll durch 😂

Kann ich nicht nachvollziehen Grinsendes grünes Gesicht

x 2 #24018


Inexplicitus
Zitat von Sincerite:
Niemand bekommt Kinder für die Gesellschaft

Das hat @QueenA nicht gesagt, noch gemeint.
Ihre Botschaft lautet doch, das die Gesellschaft von Nachwuchs profitiert. Wäre dem nicht so, wären wir wohl längst ausgestorben.

x 2 #24019


Plague
Zitat von Inexplicitus:
das die Gesellschaft von Nachwuchs profitiert.

Wenn ich mir mein Umfeld so anschaue, profitiert in erster Linie mal systematisch der Selbstwert der Eltern vom Nachwuchs - und das meine ich jetzt nicht positiv.

x 2 #24020


S
Zitat von QueenA:
Darum geht’s nicht

Es war dein Argument

x 1 #24021


QueenA
Zitat von Plague:
Interessant ist nur dann der Fall, wenn einer Frau diese Entscheidung kinderlos zu bleiben durch welche Gründe auch immer abgenommen wird und sie dann auch noch Stigmatisierung erfährt.

@Plague

Da stimme ich dir sogar ausdrücklich zu. Ungewollte Kinderlosigkeit, gesellschaftlicher Druck oder Stigmatisierung gegenüber Frauen ohne Kinder sind reale und oft sehr verletzende Erfahrungen. Genau deshalb finde ich es problematisch, wenn Weiblichkeit oder gesellschaftlicher Wert ausschließlich über Mutterschaft definiert werden.

Mein Punkt war allerdings ein anderer: Dass Eltern über Herausforderungen sprechen dürfen, ohne dass ihnen sofort entgegengehalten wird, sie hätten sich ja bewusst dafür entschieden und müssten deshalb still sein.
Beides kann gleichzeitig wahr sein:
Kinderlose Frauen verdienen ebenso Respekt und keine Abwertung und Eltern(-Teile) dürfen trotzdem offen über Belastungen, Freude und Alltag sprechen.

x 3 #24022


S
Zitat von Plague:
Ist das als jetzt Opferhaltung oder Heroisierung zu verstehen?

Es sollte mir Schuldgefühle machen, damit ich so funktionierte, wie sie es wollte

x 1 #24023


S
Zitat von Inexplicitus:
das die Gesellschaft von Nachwuchs profitiert

Tut sie aus meiner Sicht nicht, weil es mehr als genug Menschen auf der Welt gibt, die hier leben möchten.

x 1 #24024


S
Zitat von QueenA:
Dass Eltern über Herausforderungen sprechen dürfen, ohne dass ihnen sofort entgegengehalten wird, sie hätten sich ja bewusst dafür entschieden und müssten deshalb still sein.

Da stimme ich dir voll und ganz zu

x 2 #24025


S
Zitat von Plague:
Wenn ich mir mein Umfeld so anschaue, profitiert in erster Linie mal systematisch der Selbstwert der Eltern vom Nachwuchs

Das sehe ich auch so

x 1 #24026


Plague
Zitat von Sincerite:
Es sollte mir Schuldgefühle machen, damit ich so funktionierte, wie sie es wollte

👍 Unter dem Strich ist und bleibt es Manipulation.

x 1 #24027


Inexplicitus
Zitat von Sincerite:
Tut sie aus meiner Sicht nicht, weil es mehr als genug Menschen auf der Welt gibt, die hier leben möchten.

Und wo ist der Unterschied? Die sind ja auch mal in eine Gesellschaft hineingeboren. Meinst Du man kann jetzt auch Nachwuchs importieren, und braucht dann keine eigenen Kinder mehr?

x 1 #24028


Waris07
Zitat von Fenjal:
@Waris07 richtig, nur den Dachdecker kann ich nachvollziehen, hab selbst einen Schaden übersehen und zahle natürlich, völlig korrekt, darüber gibt es nichts zu jammern. Aber wenn ich Mutter bin, habe ich mir das selbst auferlegt mit aller Konsequenz, natürlich darf man jammern, nur sollte man nicht von ...

Ich glaube, wir schauen hier aus zwei unterschiedlichen Perspektiven drauf.

Du betonst stark Verantwortung und Konsequenz einer Entscheidung. Das kann ich durchaus nachvollziehen.

Mein zusätzlicher Blick ist eben: Auch selbst gewählte Entscheidungen können belastend sein und dürfen benannt werden, ohne dass das gleich als "Mimimi" oder Anspruchsdenken gewertet wird.

Beides hat für mich seine Berechtigung und muss nicht gegeneinander ausgespielt werden.

x 2 #24029


S
Zitat von Plague:
Unter dem Strich ist und bleibt es Manipulation.

Ja, und sie hat es tatsächlich auch so gesehen, dass sie für meine Existenz ihr Leben geopfert hat und wollte dafür eine Gegenleistung. Als ich ihr in meinen 30ern mal sagte, dass ich nicht hier gerufen habe, dann war plötzlich mein Vater schuld (wegen Verhütung). Danach hat sie es nie mehr angesprochen.

x 1 #24030


A


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