Zitat von Clarinetta: Und meiner Meinung nach wird verliebt sein bzw. hormonell out of order zu sein ,oft mit Liebe verwechselt.
Dazu habe ich eine ganz andere Meinung, die gegen den Mainstream ist. Denn diese Differenzierung ist was sehr wissenschaftliches und hat sich aus meiner Sicht grade in Deutschland so manifestiert, dass es zu einem Credo geworden ist. Man liebt nicht, sondern ist "nur" verliebt.
Es muss also zwangsweise auch schon am Anfang einer Beziehung differenziert werden, im Hinterkopf ist das zementiert.
Ich habe mal ein Interview gelesen von einem amerikanischen CEO mit deutsche Wurzeln, der sagte es sei typisch deutsch nicht nach dem zweiten Treffen eben nicht zu sagen, das man jemanden liebt.
Und ich finde es komisch, dass verliebt sein ausschließlich auf die Hormone abgewälzt wird, als wäre das weniger Wert als Liebe, aber Liebe verklärt man gleichzeitig echter Zusammenhalt, als echte Verbundenheit, tiefe Empathie, große Nähe, etc..
...obwohl natürlich Liebe auch nur ein Gefühl ist das durch Hormone gesteuert ist - eben auch für Bindungshormone und Botenstoffe, wie Oxytocin und Vasopressin. Auch Dopamin spielt nicht nur beim "verliebt sein" eine Rolle, sonder auch in der langfristigen Beziehung, wenn auch weniger stark.
Überings, das "verliebt sein" kann bis 1 1/5 anhalten... ...aber kaum sagt jemand spricht nach einem Jahr Beziehung noch von einer rosaroten Brille.
Was ist sagen wollte damit, es gut um die dieser Differenzierung zu wissen, aber wir sollten uns nicht aber nicht allgemein von so einer Definition steuern lass - damit geht die Leichtigkeit verloren und es wird Kopflastig.
Wichtig ist das doch nur, wenn man am Anfang einer Beziehung Unstimmigkeit (Red Flags) merkt und dann stabilisiert dafür ist, dass man nicht in die Falle tappt weil man verliebt ist, sonder dass man dann darüber reflektiert.