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Was denkst du gerade?

Clarinetta
Zitat von Schnuddel74:
wo einige aus Liebe zu ihrem Partner alles mögliche machen, obwohl sie selbst verarscht werden

das hat für mich z.B. nichts mit Liebe zu tun, sondern eher mit Abhängigkeit und fehlender Selbstliebe.

Aber, ich höre jetzt auf damit, ich möchte hier auch niemanden von meiner Sichtweise überzeugen oder jemanden seine absprechen..

Vielleicht sehen wir uns ja in Bonn, live
und mit Worten kann ich das besser erklären.

hab noch einen schönen Sonntag Abend lieber Schnuddel Tröstender Smiley

x 1 #24616


S
Zitat von alleswirdbesser:
denn die Hormone spielen nicht ewig verrückt

Alles richtig was du sagst, aber auch bei der Liebe spielen Hormone einen Rolle, nur sind es anders Hormone.

Umgekehrt habe ich aber auch schon von vielen gehört, dass sie Jahre lang in einer Beziehung waren und den andern nicht nie geliebt haben - offiziell hieß es dann später, man hat sich auseinander gelebt, oder aus den Augen verloren wegen der Kinder etc.. ...und nicht wenige denken, dass nach dem "verbleibt sein" sich dann so anfühlen müsste wie eine Zweckgemeinschaft.

Dann geht es am Ende einigen wie im dem Gedicht von Erich Kästner:

Sachliche Romanze
Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.
Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wussten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.
Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagte, es wäre schon Viertel nach vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.
Nebenan übte ein Mensch Klavier.
Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.

x 3 #24617


A


Was denkst du gerade?

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GarstigeGräte
Zitat von Sincerite:
Mir stellt sich die Frage: Will jemand nicht lieben oder kann er nicht lieben? Liebe stellt sich automatisch ein, deshalb denke ich, dass wenn jemand nicht liebt, es auch nicht kann. Ich meine damit nicht "verliebt sein".

Ich denke schon, dass es Menschen gibt, die nicht lieben können. Ich glaube, oft ist das ein Schutzmechanismus, aber ich könnte mir vorstellen, dass es auch Fälle gibt, in denen es "organisch" bedingt ist, weil das Hirn einfach nicht richtig verdrahtet ist, z.B. vielleicht bei einem Soziopathen.

Ich z.B. habe mich mein Leben lang gefragt, was mit mir nicht stimmt, dass ich keine Liebe empfinden kann. Also, das Gefühl von Verliebtheit kenne ich -und das war auch gleichzeitig meine Definition von Liebe. Aber sobald die Verliebtheit abgeklungen ist, war da nichts mehr. Nur noch Leere und ich habe in solchen Momenten oft gezweifelt, ob ich meinen Partner überhaupt noch liebe. Dann bedurfte es oft Drama, z.B. Streit, dass ich die "Liebe" wieder empfinden konnte. Und gleichzeitig hat mich diese Achterbahn an Gefühlen tierisch erschöpft.

Meine Therapeutin sagte mal in einem anderen Zusammenhang, dass man nicht selektiv auswählen könne, was man fühlt. Also, dass man nicht entscheiden kann nur Glück zu empfinden, aber keinen Schmerz. Sobald man z.B. versucht, keinen Schmerz oder keine Traurigkeit zu fühlen, kann man auch kein Glück empfinden. Und da hat es bei mir Klick gemacht.

Ich habe es selbst immer als eine Art Rollo beschrieben, das heruntergeht, sobald schmerzhafte oder negative Gefühle aufkamen. Ich war pausenlos damit beschäftigt, das Rollo herunter zu lassen, um das Schmerzhafte nicht zu fühlen, dass ich auch die postiven Gefühle nicht mehr empfinden konnte.

Seitdem ich das Schmerzhafte in einer Therapie aufarbeite und negative Emotionen besser regulieren kann, kann ich auch wieder positive Gefühle zulassen und diese auch durch Erinnerung reaktivieren, was mir vorher nicht möglich war. Auch kann ich die Liebe zu meinen Neffen und meiner Nichte viel deutlicher spüren. Ich meine, ich habe sie natürlich schon vorher geliebt, aber das war eher so ein dumpfes Gefühl, schwer zu beschreiben. Was ich jetzt empfinde, ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

x 7 #24618


S
Zitat von Clarinetta:
Vielleicht sehen wir uns ja in Bonn, live
und mit Worten kann ich das besser erklären.

hab noch einen schönen Sonntag Abend lieber Schnuddel

Das hoffe ich doch 🤗
Danke dir auch einen schönen Abend.

x 1 #24619


B
Zitat von Schnuddel74:
Dazu habe ich eine ganz andere Meinung, die gegen den Mainstream ist. Denn diese Differenzierung ist was sehr wissenschaftliches und hat sich aus meiner Sicht grade in Deutschland so manifestiert, dass es zu einem Credo geworden ist. Man liebt nicht, sondern ist "nur" verliebt. Es muss also zwangsweise auch ...

Hallo,

ich bin der Meinung Verliebtheit ist noch keine Liebe weil die im Körper messbaren (und Gehirn natürlich) Dinge die passieren, inklusive Seele, die feinstofflicher sein soll, nicht die Absichten eines Menschen zwingend offenbaren. So verrückt es klingt, ich bin kein Mensch der Verliebtheit abwertet, sondern ich bin ein Mensch der momentan denkt, dass wenn man von der Möglichkeit ausgeht sein Schicksal vor seiner Geburt mitzubeeinflussen, es Entscheidungen gibt die nicht immer im Gefühl messbar sind. Und deswegen heißt es man soll auf sein Herz achten, sich nicht zu schnell verlieben, auf Verliebtheit "nichts" geben. Nicht weil es ein "nichts" wäre. Der Umkehrschluss aber würde bedeuten man müsste hellsichtig durch die Gegend rennen und alles durchschauen. Das ist nicht menschenmöglich. D.h. dass man umgekehrt Verliebtheit eher nicht abwerten sollte, sondern eher vorsichtig sein sollte sich in Situationen zu begeben in denen man schnell sein Herz verliert.

x 2 #24620


Clarinetta
Jetzt denke ich : zum Glück ist alles gut und: ich habe meine harte Schale geknackt 😊

x 3 #24621


T
Zitat von Schnuddel74:
Kennst du das Gefühl, wenn man sich umarmt, Wange an Wange, sich den Rücken leicht streichelt und dann das Gefühl des absoluten Glückes empfindet und man genau an der Stelle die "Pause"-Taste drücken möchte, damit der Moment nie vorbei geht? Wissentlich, dass man dann verdunsten und verhungern ...

nicht so richtig. Für mich ist dieses Gefühl Vorspiel, das unzweifelhaft schön ist, aber irgendwann kommt dann doch der Golfer in mir durch 😇

x 2 #24622


S
Zitat von überland:
Und deswegen heißt es man soll auf sein Herz achten, sich nicht zu schnell verlieben, auf Verliebtheit "nichts" geben.

Ich kann es nicht entscheiden. Entweder verbleibe ich mich, oder nicht.
Wenn ich mich verbleibe will ich, ich kann mich dann evtl. rational also bewußt gegen eine Beziehung entscheiden, aber verbleibt bin ich ja trotzdem. Wenn ich mich prinzipiell schützen möchte bei dem verlieben, geht das zwar, aber das ist dann nicht selektiv gegen eine bestimmte Art von Frau, sondern gilt dann für alle Frauen... ...so ist es bei mir.
Mein "letztes Exemplar", in welches ich sehr verliebt war und es leider nicht funktioniert hat, hat mir zumindest gezeigt, dass ich wieder lieb kann - dafür habe ich 6 Jahre gebraucht, davor habe ich gar keine Augen für Frauen gehabt...

x 2 #24623


B
achso, ich hatte zwei Jugendlieben durchgemacht, die Trennung war jedes Mal sehr schmerzhaft. Aber ich wußte ich kann lieben.

#24624


T
Zitat von Schnuddel74:
dafür habe ich 6 Jahre gebraucht, davor habe ich gar keine Augen für Frauen gehabt...

Warst du denn nie im Strandurlaub? oder wenigstens an einem "Baggersee".
Oder ab und zu im Büro und nicht im Homeoffice 😉

#24625


S
Zitat von GarstigeGräte:
Meine Therapeutin sagte mal in einem anderen Zusammenhang, dass man nicht selektiv auswählen könne, was man fühlt. Also, dass man nicht entscheiden kann nur Glück zu empfinden, aber keinen Schmerz. Sobald man z.B. versucht, keinen Schmerz oder keine Traurigkeit zu fühlen, kann man auch kein Glück empfinden. Und da hat es bei mir Klick gemacht.

Danke! für deine Rückmeldung. Genauso habe ich es mit mir auch erlebt. Wenn ich unterdrücke, dann ist alles weg. Das wollte ich nicht mehr. Deshalb lasse ich alles zu, egal wie schmerzhaft es teilweise ist. Aber ich behalte dadurch meine Lebendigkeit und das ist es mir wert. Das Lachen liegt ganz nah neben dem Weinen.

x 1 #24626


S
Zitat von Schnuddel74:
dass verliebt sein ausschließlich auf die Hormone abgewälzt wird

Das hat die Natur ganz hinterlistig eingefädelt. Ohne das "verliebt sein" gäbe es keinen Nachwuchs Zwinkerndes Gesicht , weil Männer und Frauen sich gegenseitig eigentlich gar nicht so mögen Zwinkerndes Gesicht

x 2 #24627


Jane_1
Zitat von Schnuddel74:
Aber grade hier im Forum erleben wir doch täglich neue Geschichten aus dem Leben, wo einige aus Liebe zu ihrem Partner alles mögliche machen, obwohl sie selbst verarscht werden - weiß nicht ob der Blick durch die rosaroten Brille viele schlimmer ist.

Das ist vielleicht das glauben an den anderen, an das Potential der Beziehung.

Genauso wie man es in der Verliebtheitsphase macht (oft, ohne den anderen wirklich gut zu kennen).

x 2 #24628


T
Ich schau jetzt Eishockey, endlich mal was konsequentes

x 2 #24629


S
Zitat von Sincerite:
weil Männer und Frauen sich gegenseitig eigentlich gar nicht so mögen

Liebe @Sincerite, daran will ich nicht glauben

x 1 #24630


A


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